LIFESTYLE
11/01/2018 16:23 CET | Aktualisiert 11/01/2018 18:12 CET

Autor interviewte 140 erfolgreiche Menschen – diese Gewohnheit hatten fast alle gemeinsam

Tim Ferriss will nun dasselbe wie seine Mentoren machen.

  • Der Autor Tim Ferriss interviewte für sein neues Buch über 100 Menschen, die sehr erfolgreich in ihrem Job sind
  • Dabei ist ihm aufgefallen, dass es eine Angewohnheit gibt, die sie beinahe alle gemeinsam haben: sie meditieren
  • Im Video oben: 9 Dinge, die erfolgreiche Menschen niemals tun

Was ist das Geheimnis von Menschen, die in ihrem Job erfolgreich sind? Das hat sich wahrscheinlich jeder schon mal gefragt.

Tim Ferriss, Startup-Berater und Autor des Bestsellers “Die 4-Stunden-Woche”, wachte an seinem 40. Geburtstag auf und plötzlich schoss ihm eine Frage durch den Kopf: “Was wäre, wenn es ganz einfach wäre”. Denn: Erfolg im Leben und im Beruf sollten doch eigentlich nicht so schwer sein, dachte er sich.

“Es ist leicht zu sich selbst zu sagen, dass alles so hart sein muss, oder dass du dich vielleicht einfach nicht genug anstrengst”, erklärt der Autor auf seinem Blog. “Aber was passiert, wenn wir fantastische Ergebnisse erreichen könnten, ganz einfach, ohne Stress?”

Während er seine Gedanken aufschrieb, kristallisierte sich langsam eine Idee heraus.

Ferriss machte sich auf die Suche nach Mentoren 

Um dem Geheimnis erfolgreicher Menschen auf die Spur zu kommen, machte sich Ferris erst einmal auf der Suche nach Hilfe. Er suchte sich einen “Stamm” von Mentoren. Genauer: Ferriss stellte über 100 erfolgreichen Menschen elf identische Fragen, in der Hoffnung, dass sie ihm zeigen können, wie man ein erfülltes und produktives Leben führt.

Darunter auch Facebook-Mitgründer Steven Pressfield, Schauspieler Ashton Kutcher, DJ Steve Aoki und Skateboarder Tony Hawk.

Die Antworten sollten die Grundlage für sein Buch “Tribe Of Mentors: Short Life Advice From the Best in the World” sein.

Denn: Ihm fiel eine Gemeinsamkeit bei allen Antworten auf: “Obwohl all die Menschen aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern kommen - vom Tennisspieler zum Surfer, bis hin zu Kryptowährungsmarktler, alles was man sich so vorstellen kann – machen sie fast alle morgendliches Achtsamkeitstraining oder Meditationsübungen”, sagte er in einem Podcast der Plattform “Business Insider”.

Meditation ist negativ belastet

Meditation mag sich für viele vielleicht nicht wie das Rezept zum Erfolg anhören. Auch Ferriss stimmt zu, dass sich das Wort “Achtsamkeit” (im engl. “mindfulness”) eher wie ein Trendwort anhört.

➨ Mehr zum Thema: Achtsamkeit: Der Trend zwischen Kommerz und Besinnung

“Meditation hat ein Darstellungsproblem”, sagt der Autor im Podcast. “Viele Leute denken dabei eher an Yoga-Lehrer, Digeridoo-Musik und Traumfänger - und in vielen Fällen liegen sie damit auch nicht unbedingt falsch.”

Dabei ist Meditation ursprünglich eine einfache Übung, um den Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und die eigenen Emotionen einzuordnen.

In der Unternehmenswelt ein Muss

In der Geschäftswelt – vom Silicon Valley bis zur Wall Street – sind Achtsamkeitsübungen schon längst angekommen – trotz des Trend-Etiketts. Denn hinter dieser Form der Meditation steckt wissenschaftliche Forschung.

Die Arbeitsweise unseres Gehirns verändert sich durch diese Bewusstseinsübungen - das zeigen die Forschungsergebnisse der University of British Columbia und der Technischen Universität Chemnitz. Besonders der Bereich, der für Emotionen und das Gedächtnis zuständig ist, wird stimuliert.

➨ Mehr zum Thema: 12 Dinge, die erfolgreiche Menschen nie über sich erzählen würden

Durch die Übungen nimmt die Dichte der grauen Zellen im Gehirn zu – dadurch steigt die Konzentration, das eigene Verhalten wird flexibler und oft werden dadurch bessere Entscheidungen getroffen, die vor eventuellen Stress schützen.

Eine wertvolle Eigenschaft für Erfolg

Letztendlich ist es egal, ob die Meditation mit buddhistischen, hinduistischen oder anderem religiösen Hintergrund durchgeführt oder einfach so in den Alltag eingebaut wird – das Ritual ermöglicht eine emotionale Kontrolle über den Körper und den Geist. Eine wertvolle Eigenschaft, wenn man eine hohe Position in seinem Berufsfeld hat.

“Meditation oder Achtsamkeitsübungen sind für mich eine Form, die eigenen emotionalen Reaktionen zu kontrollieren und so seinen Tag und sein Leben besser gestalten zu können”, erklärt Ferriss. “Reflexartige Reaktionen können manchmal ziemlich viel ruinieren.”

➨ Mehr zum Thema: Star-Unternehmerin verrät: Diese 7 Wörter sind der beste Karrieretipp, den ich je bekommen habe

Nach dem er das nach den Interviews erkannte, fühlte er sich bestärkt, das selbe wie seine Mentoren zu machen. Inzwischen meditiert Ferriss selbst – jeden Morgen für 20 Minuten.

(ks)