WIRTSCHAFT
21/01/2018 08:23 CET | Aktualisiert 21/01/2018 11:04 CET

Audi verbaut laut Medienbericht noch immer Schummelsoftware in Dieselautos

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Das Audi-Werk in Ingolstadt (Archivbild).

Auch nach Bekanntwerden des Dieselskandals hat der Autohersteller Audi noch immer Dieselfahrzeuge mit einer verbotenen Software produziert.

Das ist passiert: 

► Das Kraftfahrtsbundesamt habe im Dezember Zwangsrückrufe gegen Audi verhängt, berichtet die “Bild am Sonntag”. Denn: In allen V6-Dieselmotoren der neusten Abgasnorm Euro 6 seien “unzulässige Abschaltvorrichtungen” festgestellt worden.

► Die betroffenen Dieselfahrzeuge seien erst Ende 2015 produziert worden, also nach Bekanntwerden des Skandals um Schummelsoftware in deutschen Dieselautos. Audi habe das gegenüber der “Bild”-Zeitung bestätigt. 

► Von den Zwangsrückrufen seien die Modelle A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ 5, SQ 5 plus und Q 7 betroffen. Insgesamt gehe es um 127.000 Fahrzeuge.

Darum ist es wichtig: 

Im September 2015 war bekannt geworden, dass in Dieselautos von VW illegale Abschaltvorrichtungen angebracht waren. Unter Testbedingungen stießen die Fahrzeuge weniger schädliche Abgase aus, im freien Verkehr konnten die Autos die rechtlich festgelegten Abgaswerte nicht einhalten.

Mehrere deutsche Autobauer sind davon betroffen, unter anderem auch Audi. Wie der “Bild”-Bericht zeigt, ist der Diesel-Skandal längst nicht vorbei.

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Was ihr noch wissen müsst: 

Audi verspricht laut der “Bild”-Zeitung, mit einer freiwilligen Serviceaktion für Software-Updates für betroffene Autos das “Emissionserhalten” der Dieselmotoren zu verbessern.

Das Kraftfahrtbundesamt verlange von Audi jedoch eine Lösung für alle Modelle und einen Zwangsrückruf innerhalb von 18 Monaten. Bis zum 2. Februar müsse der Autobauer eine Lösung finden.

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