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29/12/2017 16:38 CET

ARD-Vorsitzender droht mit Programmeinsparungen

Dem Sender fehlen demnach 3 Milliarden Euro.

ullstein bild via Getty Images
Hat Geldsorgen: Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm 

Der neue ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm hat Einschnitte im Programm angekündigt, falls der Rundfunkbeitrag nicht erhöht wird.

Das ist passiert: 

► Weil die ARD Geldprobleme hat, fordert ihr Vorsitzender eine Erhöhung des Rundfunkbeitrages in Deutschland. 

► Wilhelm Ulrich kündigte an, dass es sonst Einsparungen beim Programm des Senders geben müsse. 

► “Es würden kurzfristig drei Milliarden Euro fehlen, die wir im Wesentlichen im Programm einsparen müssten”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 

Darum ist es wichtig: 

Ulrich sagte der dpa, dass Einsparungen bei der Technik oder Verwaltung bereits ausgereizt seien. In diesen Bereichen werde seit Jahren Geld eingespart

Die Öffentlich-Rechtlichen klagen dennoch über höhere Kosten und verlangen mehr Geld. Eigentlich ist der Rundfunkbeitrag jedoch bis 2020 auf 17,50 pro Haushalt im Monat festgelegt. 

Was ihr noch wissen müsst: 

Die ARD erhält aus dem Rundfunkbeitrag jährlich etwa rund 5,6 Milliarden Euro, um Verwaltung, Technik und Programm zu finanzieren. Ende 2016 hatte der Sender ca. 20.500 Angestellte

► Zum Vergleich: Die britische BBC hat knapp 21.000 Angestellte – und verfügt über ein jährliches Budget von etwa 5 Milliarden, von dem ca. 3,9 Milliarden auf die britische Version der Rundfunkgebühr entfallen. 

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