ELTERN
09/01/2018 12:50 CET | Aktualisiert 09/01/2018 13:11 CET

Wie diese Mutter mit dem Chaos ihrer Kinder klar kommt

Nach kurzer Überlegung stand Heidi auf, verließ das Kinderzimmer und machte, was ihr Mann ihr vorgeschlagen hatte.

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  • Heidi Hamm räumt über Jahre hinweg immer ihren Kindern hinterher
  • Dann stellt ihr Mann ihr eine Frage, die ihr die Augen öffnet 

Jeden Tag betrat Heidi Hamm das Zimmer ihrer Kinder. Der Anblick war stets derselbe. Überall lagen Legosteine, Klamotten, Spielzeuge. Es war pures Chaos. 

Also fing sie an aufzuräumen. Alles wieder an seinen Platz zu stellen. Denn: Ordnung war ihr sehr wichtig.

Eines Abends fand ihr Mann sie auf dem Boden im Kinderzimmer - sie sortierte die Legosteine nach Farben.

Sieben Worte, die Heidis Leben veränderten

Als er sie so sah, sagte er einen einfachen Satz zu ihr, der ihr Leben letztendlich veränderte: “Warum schließt du nicht einfach die Tür?”

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“Ich starrte hoch zu ihm. Wahrscheinlich war es eher ein Todesblick. Ich erwartete eigentlich, dass er mir beim Aufräumen der Lego-Berge hilft. Stattdessen sagte er diese sieben Worte zu mir”, schreibt sie auf Facebook.

 

Es ist wichtig, auf sich selbst zu achten

Nach kurzer Überlegung stand Heidi auf, verließ das Kinderzimmer und machte, was ihr Mann ihr vorgeschlagen hatte - sie schloss die Tür hinter sich.

“Heutzutage spricht jeder davon, wie wichtig es ist, sich um sich selbst zu kümmern - besonders als Elternteil. Aber es ist so leicht, sich selbst zu verlieren, wenn man sich nur um alle anderen kümmert”, schreibt Heidi.

Offenbar kennen viele Eltern diese Situation. Heidis Post hat inzwischen über 1100 Likes und wurde knapp 500 Mal geteilt.

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Es sei schwer, sich um sich selbst zu kümmern, schreibt sie weiter. Es brauche Zeit und Energie und man müsse sich eingestehen, auch mal andere um Hilfe zu bitten.

Die Familie hat eine neue Regelung gefunden

Das Erlebnis hat Heidis Leben verändert. Sie sorgt jetzt wieder mehr für sich selbst. 

In ihrem Facebook Post schreibt sie, dass Selbstfürsorge für sie nun bedeute, die Schokolade auch mal selbst zu essen. Oder die Kinder vor den Fernseher zu setzen, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Oder die Tür zum Kinderzimmer zu schließen, um das Chaos nicht zu sehen. 

Inzwischen hat die Familie auch eine einfache Regelung für das Kinderzimmer gefunden. Ein Mal pro Woche wird es aufgeräumt - allerdings nicht von Heidi selbst, sondern von ihren drei Kindern.

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Die restlichen Tage der Woche bleibt das Zimmer so, wie es ist. Und das ist für die Mutter in Ordnung: “Mit dieser einen geschlossenen Tür komme ich definitiv zurecht.”

(kap)