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10/01/2018 10:49 CET | Aktualisiert 10/01/2018 15:23 CET

3 Ärzte erklärten den Mann für tot – dann hört der Pathologe etwas

“Er hatte am Körper schon die Markierungen für das Skalpell.”

  • Drei Ärzte sollten den bewusstlosen Mann zuvor untersucht haben

  • Als die Pathologen die Autopsie vorbereiten wollten, fiel ihnen zum Glück auf, dass der 29-Jährige noch am Leben war

  • Oben im Video: Ärzte haben eine Frau für tot erklärt –  was sie wohl zu den Aufnahmen der Überwachungskamera sagen?

Es ist eine Geschichte wie aus einem Horrorfilm: Ein Spanier soll vergangenen Sonntag in einer Leichenhalle wieder aufgewacht sein, nachdem ihn drei Ärzte für tot erklärt hatten.

Gonzalo Montoya Jiménez saß laut eines Berichts des BBC in einem Gefängnis in Asturien ein. Am Sonntagmorgen fanden Wärter den bewusstlosen 29-Jährigen in seiner Zelle vor. Versuche, ihn wieder wiederzubeleben, seien fehlgeschlagen.

“Er hatte am Körper schon die Markierungen für das Skalpell”

Er wurde laut Bericht von drei verschiedenen Ärzten untersucht, die den jungen Mann für tot erklärt und veranlasst hätten, dass er für eine Autopsie in die Pathologie gebracht werden sollte.

Dort wurde Montoya Jiménez in einem Leichensack aufgebahrt und für die Autopsie vorbereitet. “Er hatte am Körper schon die Markierungen für das Skalpell”, erzählte seine Familie später der lokalen Zeitung “La Voz de Asturias”.

Zur Autopsie kam es dann zum Glück nicht mehr. Laut spanischen Medienberichten wurden die Ärzte in der Leichenhalle auf verdächtige Geräusche aufmerksam.

“Pathologen haben Geräusche aus dem Leichensack gehört. Montoya war nicht tot – im Gegenteil”, berichtet “El Espanol”.

Die Pathologen hätten den Sack geöffnet, festgestellt, dass der Mann noch am Leben war und den Krankenwagen gerufen.

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Seine Familie will einen Anwalt engagieren

Montoya Jiménez wurde ins Krankenhaus Hospital Universal Central de Asturias gebracht. Jetzt ist er offenbar wieder wohlauf.

Die Ärzte erklärten, dass sein Gehirn möglicherweise über längere Zeit von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten war, jedoch zeige der junge Mann trotzdem gute Fortschritte. Er könnte sprechen und sich an alles erinnern, Folgeschäden würden sich aber nicht ausschließen lassen.

Auch seine Familie, die zuerst von Gefängnismitarbeitern über seinen vermeintlichen Tod informiert worden war, durfte ihn besuchen.

Die Familie ist laut “La Voz de Asturias” der Meinung, dass der Vorfall darauf zurückzuführen sei, dass Montoya Jiménez an Epilepsie leide. Er brauche regelmäßig Medikamente, die er möglicherweise im Gefängnis nicht richtig eingenommen hätte.

Außerdem zweifelt die Familie daran, dass ihn wirklich alle drei Ärzte untersucht hätten. Sie planen deshalb, einen Anwalt hinzuziehen.

Laut spanischen Medienberichten geht man bisher davon aus, dass Montoya Jiménez eine sogenannte Katalepsie erlitten habe, ein Zustand, in dem die Lebenszeichen einer Person so weit herunterfahren, dass sie nicht mehr wahrnehmbar sind. 

 (cho)