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07/01/2018 17:46 CET

Ein Mädchen spendet Haare - und wird vom Unterricht ausgeschlossen

Die Schülerin wurde für eine wohltätige Aktion von der Schule bestraft.

  • Die 14-jährige Niamh Baldwin schnitt sich ihre Haare ab, um sie einer Hilfsorganisation für Krebspatienten zu spenden
  • Doch aufgrund ihrer neuen Frisur wurde sie vom Unterricht ausgeschlossen
  • Unter welcher seltsamen Bedingung die Schülerin wieder teilnehmen dürfte, seht ihr oben im Video

Die 14-jährige Niamh Baldwin aus England trennte sich von ihren langen blonden Haaren, um sie der Hilfsorganisation für Krebspatienten “Little Princess Trust” zu spenden. Doch die Schülerin wurde für ihre gute Tat von der Schule bestraft.

Weil ihre neue Frisur nicht mehr der vorgeschriebenen Haarlänge der Schule entspricht, wurde Baldwin bis auf Weiteres vom Unterricht ausgeschlossen. Das berichtet die britische Zeitung “Sun”

Die 14-Jährige besucht die renommierte Mounts Bay Academy und es scheint, als interessiere sich die Schule mehr für veraltete Regeln und Etiketten als für wohltätige Hilfsaktionen. 

Baldwins Mutter ist wütend über die Reaktion der Schule

Niamh Baldwins Mutter kann das Verhalten der Schule nicht nachvollziehen. Gegenüber der “Sun” sagt sie:

“Ich bin sehr verärgert darüber, dass ihr die Schule das Gefühl gibt, nichts wert zu sein und sie so behandelt, weil ihre Haare eigentlich einen Zentimeter länger sein müssten.”

Die 14-Jährige soll stets eine gute und bei den Klassenkameraden und Lehrern beliebte Schülerin gewesen sein. Alle würden Baldwin für ein höfliches und liebeswürdiges Mädchen halten, erklärt ihre Mutter. Sie sagte der Zeitung:

“Die Meinung über einen Menschen kann sich aufgrund eines Haarschnittes doch nicht ändern. Ich bin wirklich sehr wütend.”

“Die Regeln sind sehr deutlich formuliert”

Die Schulleiterin Sara Davey verteidigt in der “Sun” die Reaktion der Schule. Die 14-Jährige müsse so lange isoliert von ihren Klassenkameraden lernen, bis ihre Haare wieder die erforderliche Länge hätten.

“Die Regeln der Schule bezüglich extremer Haarschnitte sind sehr deutlich formuliert. Extreme Haarschnitte waren noch nie erlaubt”, erklärt Davey.

Laut der Direktorin hätte Baldwin ihr Vorhaben zunächst mit der Schule abklären müssen. Sie sagt:

“Die Familie hatte genug Gelegenheiten, um die Schule bezüglich der Haarspende für wohltätige Zwecke zu kontaktieren. Aus irgendeinem Grund tat sie das allerdings nicht.”

Davey hätte der Schülerin dann zu einer anderen Hilfsaktion geraten. Weiter sagte sie, dass Baldwin auch jetzt schon wieder am Unterricht teilnehmen könne - aber nur unter einer seltsamen Bedingung, die wir in unserem Video erklären

Es scheint, als zähle in dieser Schule eine veraltete Regel mehr als eine gute Tat.

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(lm)

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