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Weltweite Kampagne gegen den Drogenkrieg gestartet

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Der internationale Drogenkrieg und die damit verbundene Drogenprohibition ist zweifelsohne einer der grĂ¶ĂŸten politischen Fehler des 20. Und 21. Jahrhunderts. Die unbeabsichtigten Folgen dieses verfehlten Versuchs eine drogenfreie Welt zu kreieren sind schier endlos.

Mit die schlimmsten Folgen des Drogenkriegs können in Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern beobachtet werden, in denen durch die Prohibition die Bedingungen fĂŒr gewalttĂ€tige Drogenbarone und deren Aufstieg zu ungeahnter Macht und Reichtum beobachtet werden kann.

Der Drogenkrieg ist verantwortlich fĂŒr politische und ökonomische InstabilitĂ€t und den Tod von hunderttausenden Unschuldigen (allein 70 000 Tote in Mexiko).

Im Westen hat der Drogenkrieg Millionen von Menschen zu Kriminellen gemacht und sie fĂŒr opferlose Straftaten hinter Gittern gebracht. Besonders in den Vereinigten Staaten werden ĂŒberproportional viele Afroamerikaner und Menschen aus einkommensschwachen Schichten von den Strafverfolgungsbehörden diskriminiert.

Mehr als eine Million Amerikaner sitzen momentan in einer Haftanstalt aufgrund des Begehens von Drogendelikten. Der Fall Ferguson zeigt, wie sich selbst lokale Polizeieinheiten auf MilitĂ€rlevel hochgerĂŒstet haben. Infektionskrankheiten können schlechter eingedĂ€mmt werden, da sich Drogenkonsumenten in schlimmsten Bedingungen spritzen mĂŒssen, anstelle Hilfe (Harm Reduction) zu erhalten.

Die Nachfrage von Drogen geht durch eine Kriminalisierung nicht zurĂŒck. LĂ€nder mit den strengsten Drogengesetzen haben oft eine höhere Konsumentenrate als Staaten mit sehr liberalen Gesetzen wie beispielsweise die Niederlande oder Portugal, in dem der Heroinkonsum nach Dekriminalisierung sogar gesunken ist.
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Die Legalisierung von Drogen wĂŒrde diese sowieso existierende Branche vom Schwarzmarkt auf transparente legale MĂ€rkte verschieben, auf denen rechtstaatliche Prinzipien herrschen. Opferlose Delikte wĂŒrden der Vergangenheit angehören und Strafverfolgungsbehörden könnten sich um wirkliche Verbrechen kĂŒmmern.

Drogenbosse und Mafia wĂŒrden nicht mehr an diesem GeschĂ€ft mit ihren menschenverachtenden Methoden teilnehmen, Preise wĂŒrden aufgrund der wegfallenden RisikoprĂ€mien fallen und somit globale KriminalitĂ€t und Terrorismusfinanzierung erschweren. Die QualitĂ€t der Drogen wĂŒrde verbessert und somit Vergiftung und Fehldosierung verringert. Durch ein Beenden der Stigmatisierung von Drogennutzern wird es fĂŒr diese einfache Hilfe aufzusuchen, wenn sie diese brauchen.

Im Laufe des Monats September wird Students For Liberty mehrere kurze Videos, ca. 70 Infografiken und Blogartikel zum Drogenkrieg und dessen Folgen veröffentlichen. Ferner werden diesen Herbst hunderte Gruppen der Students For Liberty in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Brasilien und Afrika Aktionen in insgesamt 18 verschiedenen Sprachen und 58 LĂ€ndern durchfĂŒhren, die dazu aufrufen den Drogenkrieg zu beenden.

Dies ist eine der globalsten Kampagnen zur Beendigung des Drogenkriegs - Eine Notwendigkeit bei dem globalen Ausmaß dieses schlimmen Kriegs.

Students For Liberty ist ein globales Netzwerk liberaler Studenten mit knapp 1400 Gruppen an UniversitÀten auf allen bewohnten Kontinenten. Mehr Infos zu SFL kann hier gefunden werden.

EndTheDrugWar.org ist eine Kampagne entwickelt von dem internationalen Studentennetzwerk Students For Liberty (SFL) und möchte mittels Online- und Offlineaktivismus auf die AbsurditĂ€t der globalen Drogenprohibition hinweisen. Unsere Generation, die Millennials, stehen gemeinsam gegen Gewalt, Korruption, dem Ahnden von opferlosen Verbrechen und fĂŒr Eigenverantwortung. Alle deutschsprachigen BeitrĂ€ge können bei der Huffington Post Deutschland oder unter www.EndTheDrugWar.de gefunden werden.