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7 Fehler, die Sie bei Ihrer Ernährung unbedingt vermeiden sollten

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GESUNDHEIT
Thinkstock
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Mit all der Information und vor allem auch all der falschen Information, die heutzutage im Umlauf ist, kann es schwer sein, die richtige Ernährung für sich zu finden.

Ich habe schon Hunderten Leuten beigebracht, wie sie sich gesund und gut ernähren können. Jetzt möchte ich die größten Ernährungsfehler, die ich bei meinen Kunden beobachtet habe, mit Ihnen teilen, damit Sie diese in Zukunft vermeiden können. Denn viele Dinge, von denen die Leute glauben, dass sie ihnen dabei helfen, gesünder zu leben, stehen in Wahrheit ihrer Gesundheit im Weg. Einige von den Fehlern werden Sie überraschen.

1. Glauben, dass es den EINEN Weg für jeden gibt, sich gesund zu ernähren

Rohkost, vegan, Paleo - oh ja! Das Thema gesundes Essen ist derzeit omnipräsent. Und je speziell die Diät ist, desto angesagter ist sie. Dabei gibt es gar nicht die eine richtige Methode für alle. Punkt. Was bei Ihrer besten Freundin funktioniert, muss noch lange nicht gut für Sie sein.

Diese Philosophie ist bekannt unter dem Namen Bio-Individualität. Und die können Sie ganz einfach selber steuern. Mit den richtigen Hilsfmitteln können Sie lernen, welches Essen Ihrem Körper gut tut.

2. Denken, dass Fett automatisch dick macht
Dieses Mythos stammt von schlecht recherchierten Studien aus den 1980er Jahren. Was den Forschern damals entging: Als Fett aus dem Diätplan vollständig gestrichen wurde, nahm die Gefahr von Übergewicht sofort enorm zu.

Warum war das so? Weil alles, was entfernt wird, ersetzt werden muss. Und Fett wurde zu weiten Teilen ersetzt durch Lückenfüller in Form von verstecktem Zucker. In Wahrheit braucht unser Körper neben Carbohydraten und Proteinen nämlich Fett, um optimal funktionieren und ein gesundes Gewicht halten zu können. Tatsächlich hilft es manchmal sogar, zusätzliche Fette mit in den Ernährungsplan aufzunehmen, um abzunehmen. Avocado lautet das Stichwort.

3. Nicht wissen, wo sich Zucker versteckt

Die meisten Leute glauben, dass ein Lebensmittel nur dann Zucker enthält, wenn es süß schmeckt. Das stimmt aber ganz und gar nicht! Ketchup, Fertignudelsaucen, Toastbrot, fettarme Milchprodukte und Low-Fat-Cracker (eigentlich die meisten fettarmen Lebensmittel) haben einen ebenso hohen Zuckergehalt wie ein Stück Kuchen oder sogar einen höheren. Zucker ist die Geheimzutat Nummer eins der Lebensmittelindustrie, um Sie abhängig von ihren Produkten zu machen. Fallen Sie diesem Trick nicht zum Opfer und informieren Sie sich gut, wo sich Zucker überall verbergen kann und was süße Alternativen sind. Warum ist das so wichtig? Weil Fett die Leute nicht unbedingt dick macht - Zucker aber schon.

4. Glauben, dass alle Kalorien gleich sind

Haben Sie schon mal jemanden kennengelernt, der jede Kalorie zählt, die er im Monat zu sich nimmt, und trotzdem nicht abnimmt? Und das über einen Zeitraum von zehn Jahren oder mehr macht? Ja, ich auch. Es tut richtig weh, da zuzuschauen 1) weil es nicht funktioniert und 2) weil es unglaublich traurig und anstrengend klingt, wenn Kalorien das ganze Leben bestimmen.

Lassen Sie uns eines klarstellen: 100 Kalorien von Low-Fat-Crackern machen etwas ganz anderes mit Ihrem Körper als sagen wir 100 Kalorien aus einer Guacamole. Und raten Sie mal: Die Cracker runinieren Ihre Gesundheit, während die Guacamole Ihr Wohlbefinden drastisch verbessern kann. Eine Kalorie ist eben nicht gleich eine Kalorie. Zucker macht in hohem Maße süchtig. Sie werden sehen: In den nächsten Jahren werden Gesundheitsexperten die Wirkung von Zucker mehr und mehr mit der Abängigkeit von Nikotin vergleichen. Zu verstehen, wie verschiedene Typen von Kalorien Ihren Körper beeinflussen kann Ihrer Gesundheit nur zuträglich sein. Wenn Sie wissen, was Ihnen schadet, werden Sie Ihr Verlangen leichter unterdrücken, Ihr Gewicht halten und damit auch Ihre Stimmung verbessern können.

5. Sich zu strenge Essgewohnheiten auferlegen
So wenig wie es einen richtigen Essensplan für alle gibt, so wenig werden Sie Ihr Leben lang nach demselben Ernährungsplan leben können. Sie werden älter, wachsen und verändern sich und so müssen sich auch Ihre Essgewohnheiten ändern.

6. Glutenfreies und anderes "gesundes" Fastfood essen
Ich würde Leute nie dazu auffordern, gar kein verpacktes Essen mehr zu kaufen - überraschend, ich weiß! Aber ich bin Realistin und weiß, dass ein kompletter Verzicht auf Fastfood für die meisten Leute mit ihrem schnellen Lebensstil nicht praktikabel wäre. Aber es gibt durchaus gesundes Essen, das schnell geht.

Aber - und das ist ein großes ABER - nur weil glutenfrei, bio, roh oder irgendein anderes Lockwort der Gesundheitsindustrie drauf steht, heißt das noch lange nicht, dass es auch gesund ist. Manche dieser Fertigprodukte enthalten mehr Zucker als ein halber Liter Cola. Lernen, wie Sie die Liste der Inhaltsstoffe verstehen müssen, ist das Allerwichtigste, das Sie für Ihre Gesundheit tun können.

7. Auf die Lieblings-Lebensmittel verzichten
Je mehr Sie sich sagen, dass Sie etwas Bestimmtes nicht essen dürfen, desto mehr bekommen Sie Lust darauf. Es kann Sie plötzlich überkommen - und schon haben Sie eine gesamte Packung Eiscreme verdrückt. Gesunde Ernährung hat nichts mit strengem Verzicht zu tun. Und Sie müssen auch nicht jeden Aspekt Ihres Lebens komplett umkrempeln dafür. Es geht darum, das, was man gerne mag, auf gesunde Art zu genießen.

Eis ist ein gutes Beispiel. Wenn Sie Eiscreme über alles lieben, warum probieren Sie dann nicht mal Banana "nice cream" oder ein Sorbet aus frischen Früchten? Sie stehen auf Schokolade? Die ist auch gut für Sie, nur der Zucker darin schadet ihnen. Die meisten Schokoriegel enthalten viel zu viel Zucker. Aber wenn Sie die richtigen auswählen, können Sie die geliebte Schokolade ohne schlechtes Gewissen genießen und tun Ihrem Körper einen großen Gefallen.

Um gesund zu leben, müssen Sie nichts aufgeben, was Sie gerne mögen. Und wenn Sie es erst einmal geschafft haben, Ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, werden Sie überrascht sein, auf was Sie alles ganz von selbst keine Lust mehr haben.

Auf Ihre Gesundheit,

Elizabeth