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Warum Terrorismus und Umweltverschmutzung nicht so schlimm sind

12/02/2017 12:21 CET | Aktualisiert 12/02/2017 12:21 CET
jeffbergen via Getty Images

Anne ist noch nicht einmal zwanzig Jahre alt. Sie sieht die Welt mit anderen Augen als ihre Mitmenschen. Sie sieht „Gott" in der Natur, überall.

Anne lebt im 16. Jahrhundert. Sie wird zum Tode verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Es ist Frühling. Als Anne am Tag ihrer Hinrichtung aus dem stinkenden Gefängnis tritt, atmet sie tief die frische Luft ein und erfreut sich am fröhlichen Zwitschern der Vögel.

Es beruhigte Anne, zu sehen, wie gleichgültig die Elemente ihrem Schicksal gegenüber waren. Der Lauf der Welt beschränkte sich nicht auf sie oder ihre Geschichte; es gab eine mächtige, majestätische Instanz, die pausenlos voranschritt. Inmitten dieser Fülle war sie nicht mehr als eine Blume, die vom Huf einer Kuh zertreten wird; wenn sie vernichtet wurde, würde eine andere Anne an ihre Stelle treten; sie rechnete fest mit dem verschwenderischen Reichtum der Erde."

Anne ist eine Romanfigur aus dem Buch Die Frau im Spiegel von Eric-Emmanuel Schmitt. Anne sieht die Welt so wie ich sie wahrnehme. So wie viele „Erleuchtete" oder „Erwachte" sie beschreiben. Als ich vom verschwenderischen Reichtum der Erde las, hatte ich Tränen in den Augen. Tränen der Freude und der Dankbarkeit gegenüber der Erde.

Heute verteufeln wir Menschen uns selbst, weil wir so viel Unheil in der Welt anrichten: Kriege, Umweltzerstörung, Ausbeutung anderer Menschen und der Tiere ... Noch viel mehr verteufeln wir die anderen: die Terroristen, die Reichen, die Industrie, die Fleischesser, die Gutmenschen ...

Doch all dieser Groll ändert letztendlich nicht viel an unserem Verhalten oder dem der anderen. Wir machen so weiter wie bisher, nur eben mit einem schlechten Gewissen. Wie wäre es denn damit, auch mal etwas Hoffnung und Lebensfreude zu verbreiten? Auf das Fernsehen und die Politik brauchen wir dafür nicht zählen, doch was ist denn mit uns? Wir sind das Volk. Wir sind die Gesellschaft.

Verbreite in deinem Alltag eine positive Stimmung um dich herum, schalte die Nachrichten aus und beobachte deine Umgebung. Dann siehst du die Welt mit anderen Augen und kannst all die Schönheit sehen, von der du zurzeit noch abgelenkt wirst, da ein glücklicher Mensch schlecht für die Medien, die Industrie und die Politik ist.

Die Entscheidung liegt bei dir

Die Erde ist großzügig und unendlich reich. Wir Menschen können die Erde, die Natur und das Leben gar nicht zerstören. Das Einzige, was wir zerstören können, sind wir selbst. In der Geschichte des Universums stellt die Menschheitsgeschichte das Leben einer Eintagsfliege dar.

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Es gibt also zwei Möglichkeiten: Wir Menschen kriegen die Kurve und ändern unser Verhalten, indem wir endlich liebevoller zu uns selbst und unserer Umwelt sind, und leben so künftig im Einklang mit der Welt. Oder wir kriegen die Kurve nicht und rotten uns selbst aus. Dann erholt sich die Erde nach und nach von uns und das Leben geht ohne uns weiter.

Terrorismus und Umweltverschmutzung sind natürlich schlimm. Für uns. Aber nicht so schlimm, dass wir damit mehr zerstören könnten als uns selbst. Das Leben beschenkt uns jeden Tag. Es liegt an uns, diese Geschenke wahrzunehmen und uns an ihnen zu erfreuen. Das Leben ist unzerstörbar.

Erinnere dich jeden Tag daran und verinnerliche so eine lebensbejahende Einstellung, mit der du deine Welt jeden Tag ein Stück besser machst und heilst. Desto mehr Menschen anfangen, ihre eigene kleine Welt schöner zu machen, desto besser wird die Welt insgesamt. Wie Michael Jackson es in meinem Lieblingslied singt:

I'm Gonna Make A Change,

For Once In My Life

It's Gonna Feel Real Good,

Gonna Make A Difference

Gonna Make It Right . . .

(...)

I'm Starting With The Man In The Mirror

I'm Asking Him To Change His Ways

And No Message Could Have Been Any Clearer

If You Wanna Make The World A Better Place

Take A Look At Yourself, And Then Make A Change"

Auf Deutsch: „Ich werde etwas ändern, einmal im Leben, es wird sich richtig gut anfühlen, ich werde einen Unterschied machen, ich werde es richtig machen... (...) Ich fange mit dem Mann im Spiegel an, ich bitte ihn, sein Verhalten zu ändern und keine Botschaft könnte klarer sein. Wenn du die Welt verändern möchtest, sieh dich selbst an und ändere etwas."

Die Frau im Spiegel und der Mann im Spiegel. Eric-Emmanuel Schmitt und Michael Jackson erinnern uns daran, wer in unserem Leben das Sagen hat. Die Erde unterstützt uns mit ihrer Großzügigkeit, wenn wir sie lassen.

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