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10 Arten, wie du einem Freund helfen kannst, der unter Depressionen leidet

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DEPRESSION
iStock
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Es ist nicht immer einfach zu wissen, wie man einem Freund helfen kann, der unter Depressionen leidet. Und man findet eine Menge Gründe, wieso man zögert.

Ich weiß nicht was ich sagen soll.

Ich verstehe das alles nicht.

Ich habe Angst, dass ich etwas falsch mache.


Ich weiß gar nicht, ob er wirklich Hilfe will.

Manchmal fühlt es sich so an, als wäre deine Hilfe nicht gewünscht oder gebraucht. Aber oft wird es deinem Freund genauso schwer fallen Hilfe zu akzeptieren, wie es dir schwer fällt, sie anzubieten.

Aber es gibt ein paar Wege, wie du deinen Freund, der unter Depressionen leidet, unterstützen kannst.

1. Einfach da sein
Unterschätze niemals, wie wichtig es ist, einfach für ihn da zu sein. Es zeigt ihm, dass sich jemand sorgt und das ist etwas, an das dein Freund gerade erinnert werden muss.

2. Keine Angst vor Berührungen
Selbst in Gegenwart unserer besten Freunde können wir uns manchmal unwohl fühlen und dann vermeiden wir körperlichen Kontakt. Aber eine Umarmung, eine Hand auf dem Arm oder jemand, der deine Hand hält, kann sehr beruhigend sein.

3. Die Tür offen halten
Dein Freund ist vielleicht noch nicht bereit, darüber zu reden. Stell sicher, dass er weiß, er kann zu dir kommen, wenn er so weit ist.

4. Unterstützung anbieten
Erinnere deinen Freund immer wieder daran, dass du für ihn da bist. Selbst wenn du die Tür immer offen hältst, wird er es schwer finden, von sich aus nach Hilfe zu bitten.

5. Nimm dir Zeit
Dein Freund kann vielleicht die Sachen, die ihr früher unternommen habt, nicht mehr machen. Nimm dir Zeit, Dinge mit ihm zu unternehmen, bei denen er sich wohl fühlt.

6. Sei du selbst
Man muss kein Arzt sein, um zu wissen, wie man helfen kann. Es reicht, eine entspannte Zeit mit ihm zu verbringen. Erinnere dich daran, wie du dich sonst verhalten hast - und benimm dich genauso! Es gibt einen Grund, warum ihr Freunde seid.

7. Halte Kontakt
Es kann sich so anfühlen, als würde sich dein Freund schon ewig schlecht fühlen. Vergiss ihn trotzdem nicht - SMS oder Facebook -Nachrichten erinnern ihn daran, dass du an ihn denkst.

8. Flexible Unterstützung
Frag deinen Freund, wie du helfen kannst. Das können Dinge sein, wie ihn zu Terminen begleiten oder einfach ein paar Besorgungen erledigen.

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9. Sei nicht anmaßend
Nimm nicht an, dass du weißt, wie sich dein Freund fühlt - selbst wenn du auch schon eine Depression hattest. Spiel seine Probleme nicht runter und erwarte keine schnelle Lösung. Biete einfach weiter bedingungslose Liebe, Unterstützung und Fürsorge an.

10. Immer weiter Unterstützung anbieten
Wenn es langsam bergauf geht, schwindet die Unterstützung oft. Jetzt braucht dein Freund mehr Unterstützung, als vielleicht jemals zuvor. Sei einfach ein Freund und frage, wie du am Besten helfen kannst.

Es wird nicht einfach sein, aber es wird sich lohnen. Depressionen können Menschen einsam und verwundbar machen. Ein guter Freund kann der Grund sein, weiter zu kämpfen, um gesund zu werden.

Viel Glück und danke, dass du es versuchst. Menschen wie du, die sich für Betroffene interessieren, können unsere Welt verändern.

Dieser Text erschien ursprünglich auf TheMighty und wurde von Jutta Kranz aus dem Englischen übersetzt.

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(pb)