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Warum es nicht reicht, über Politik nur zu diskutieren

09/03/2016 09:48 CET | Aktualisiert 10/03/2017 11:12 CET
MmeEmil via Getty Images

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‚Welches Gewicht hat meine Stimme schon' oder ‚Die kann man alle sowieso nicht wählen'.

Oft sind es Aussagen wie diese, die man bei Gesprächen junger Menschen hört, wenn sie sich über anstehende Wahlen und deren Wahlbeteiligung unterhalten. Selten sind die jungen Menschen die, die aus Protest bewusst gegen eine bestimmte Partei wählen.

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Man möchte schließlich nicht schlecht wählen, aber man möchte auch nicht die Parteien wählen, die man selbst nicht mit absoluter Überzeugung unterstützen kann.

Doch genau diese Protestwähler haben aufgrund der signifikant niedrigen Wahlbeteiligung der letzten Jahre eine größere Chance, auch zu ihrem Ergebnis zu kommen.

Parteien mit fragwürdigen Parteiprogrammen und Zielen bekommen immer mehr Stimmen und bahnen sich ihre Wege in die Regierungen von Kommunen, Städten und Ländern. Macht es das besser?

Sie hätten sich gegen das stellen können, was uns allen bevor steht.

Das möchte man die jungen Wahlberechtigten dann fragen, die genauso kopfschüttelnd über eben diese Entwicklung diskutieren.

Genau das ist eines der wichtigsten Argumente dafür, wählen zu gehen. Wer selbst nicht wählt, nimmt billigend in Kauf, dass fragwürdige Parteien Macht erlangen, die sie nicht hätten, wenn sich mehr Menschen für eine vertretbare Partei geäußert hätten.

Genau die Menschen, die mit ihrem Unterlassen dazu beitragen, dass in Deutschland ein Rechtsruck entsteht, sollten sich über diesen später nicht beschweren.

Denn hätten sie eine Stimme abgegeben, so hätten sie sich gegen das stellen können, was uns allen bevor steht.

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