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5 Dinge, die dir als Asiatin in Deutschland passieren

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
ASIAN VOICES
iStock
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Mein Beitrag "Ich bin nicht dazu verpflichtet, deine egoistische Neugier zu stillen" f├╝r die Huffington Post Deutschland und die Reaktionen auf der Facebook-Seite haben mich zum nachdenken gebracht.

Warum werden einige Leserinnen und Leser so schnell von bestimmten Worten getriggert und nehmen sich nicht die M├╝he, wirklich alles zu lesen?

Auf die Tatsache, dass PoC des ├Âfteren wegen ihres Aussehens begafft und andauernd gefragt werden, woher sie denn nun kommen, las ich h├Ąufig den Kommentar: Im Urlaub werde ich das auch immer gefragt.

Sehr witzig. Mein Leben ist kein Urlaub und die Implikationen, die sich aus der Aussage ergeben, sind wirklich respektlos.

Im Zuge dessen habe ich mir ├╝berlegt, was man als Deutsche mit (ost)asiatischen Wurzeln sonst noch in Deutschland zu h├Âren bekommt und durchlebt.
Am besten liest du dir das alles - auch mit einem Augenzwinkern - in Ruhe durch, bevor du beschlie├čt, von irgendwas getriggert zu werden.

F├╝nf Dinge, die dir mit asiatischen Wurzeln in Deutschland passieren:

1. Du wirst in Deutschland regelm├Ą├čig von Aktivisten bedr├Ąngt, keine Hunde mehr zu essen.
Dabei ist die Schlachtung von Hunden in Deutschland (erst) seit 1986 verboten - jeder wei├č doch, dass im Westen nur noch Leute in der Schweiz Hunde essen.

2. Wir sehen angeblich alle gleich aus.
Geh zum Optiker.

3. Deine Eltern arbeiten immer als Krankenschwester, Bergarbeiter, oder Zigarettendealer; waren Katalogbraut, massieren mit Happy End oder besitzen ein Nagelstudio.
Es gibt mittlerweile auch ├ärzte, Anw├Ąlte, Lehrerinnen, Grafiker, Politikerinnen, IT-Spezialisten, Naturwissenschaftlerinnen... wir sind ├╝berall vertreten, wie es in einer offenen Gesellschaft sein sollte.

4. Du wirst permanent mit konnichi wa oder nihao angeredet.
Was nicht so schlimm w├Ąre, w├╝rde Asien nur aus Japan oder China bestehen. Asien ist aber etwas gr├Â├čer. Sehr viel gr├Â├čer. Ich reagiere sowieso nur auf Moin - oder auf Gr├╝├č Gott und Servus, Dank meiner Studienzeit in Franken.

5. In den Medien wirst du als Asiatin oder Asiate so dargestellt:

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(Emma Stone als Chinesin im Flop-Movie Aloha, Death Note von Netflix und Dragonball Evolution.)

Es gibt noch zahlreiche andere Situationen, die manchmal ├Ąrgerlich oder unfreiwillig lustig sind - aber es ist nichts, was mich Nachts um den Schlaf raubt. Ignoranten gibt es ├╝berall und wer nicht meiner Meinung ist, aber seine Ansichten respektvoll und ohne Caps Lock darlegen kann, ist mir immer willkommen - Diskurs ist wichtig, niemand hat die Wahrheit gepachtet.

Es ist auch ein Privileg, wor├╝ber wir im allgemeinen viel zu wenig nachdenken.
Debatten zu f├╝hren und aufgeregte Blog-Posts hochzuladen - all das ist in der heutigen Welt leider nicht ├╝berall selbstverst├Ąndlich.

Nur, damit dieses Privileg auch weiterhin bestand hat, m├╝ssen alle, die in diesem Land leben, arbeiten und lieben wollen, auch geh├Ârt werden. Insbesondere die Erlebnisse der PoC verdienen vielf├Ąltige Stimmen.

PS: Eins hat mich aber nicht einschlafen lassen!
Ich kann vieles ignorieren, aber was mit Dragonball passiert ist, ist ein Sakrileg.

Oft schauen wir auf gesellschaftliche Entwicklungen nur aus einer abstrakten Perspektive: Experten sprechen ├╝ber Probleme anhand von Studien. Politiker loben, was gut l├Ąuft, anhand von grauen Statistiken - all das hat mit dem Alltag der Menschen, die von diesen Entwicklungen betroffen sind oder sie pr├Ągen, oft wenig zu tun.

Diese Menschen kommen jetzt in der Huffington Post zu Wort. Denn wie f├╝hlt sich Armut in einem reichen Land jenseits der Statistiken an? Wie sieht Deutschland aus der Perspektive eines Obdachlosen aus? Vor welchen Problemen steht ein gerade angekommener Fl├╝chtling? Wer hat mit seiner Initiative ein gravierendes Problem gel├Âst? All das ist Thema in HuffPost-Voices.

Diskutiert mit und schickt uns eure Erlebnisse an Blog@huffingtonpost.de.

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