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Wenn die Superfreundin zur Supermama wird

21/11/2013 14:25 CET | Aktualisiert 21/01/2014 11:12 CET

So werde ich sicherlich nie sein. So gluckenhaft. Vielleicht schlichtweg langweilig. Als könnte man voraussehen, dass man selbst sicherlich keinen übertriebenen Mutterkomplex entwickelt. Genau diesen Satz hörte man noch - vor neun Monaten. Wenn die beste Freundin zur Mama wird, ändert sich so ziemlich alles, was man vorher so geschätzt hat. Die normalsten Dinge, die früher die Freundschaft zwischen zwei Frauen ausmachten, sind auf einmal nicht mehr so wichtig, fast schon Nebensache.

Die ursprüngliche Freude für die beste Freundin, die mit dem Satz „ Ich bin schwanger..." das Leben von mehreren Menschen schlagartig ändert, verwandelt sich in einen Kampf gegen einen Nebenbuhler gegen den man nie ankommen wird. Gut, schlagartig ist wahrscheinlich die falsche Wortwahl. Schließlich hat man ja neun Monate Zeit um sich auf das „neue Leben zu Dritt" bzw. das Leben als fünftes Rad am Wagen zu gewöhnen. Doch leider stellt sich die Sache als komplizierter heraus, als man anfangs dachte. Man freut sich für Sie - keine Frage.

Doch gegen kleine braune Kulleraugen, kleine süße Hände die so klein sind, dass sie gerade mal um einen Zeigefinger greifen können und jeden Monat neue Kunststückchen wie das erste Mal Winken, das zuckersüße Bäuerchen oder das erste Mal an der Couch hochziehen kommt man auch absolut nicht an. Doch wie zeigt man seiner besten Freundin, dass man auch noch da ist und einem einfach die Momente mit IHR fehlen?

Wo sind die ganzen Vorsätze wie „ ... Ich rede sicherlich nicht den ganzen Tag nur im „Duzi Duzi" - Modus ..." oder „... du kannst mich trotzdem jederzeit anrufen ..."? Leider stellen sich genau diese Dinge als die größten Hürden heraus. Die einstigen Gesprächsthemen gingen um Spaß im Leben, Reisen, Träume verwirklichen, Dinge die man noch sehen und erleben wollte, Karrierepläne, Männer und ja - eines Tages eine Familie.

Aber wer hätte Gedacht, dass der letzte Punkt so schnell kommt? Nun drehen sich die Gespräche um Windelgrößen und Babybrei. Telefonieren ist kaum mehr ohne Unterbrechungen möglich. Wenn man es tatsächlich einmal schafft, Sie ans Telefon zu bekommen, unterhält sie sich ich nebenbei noch mit ihrem Baby um ihm zu sagen, was für ein süßer Fratz er doch sei und wie toll seine Spielzeugente quaken kann. Treffen finden der Einfachheit wegen nur noch bei ihr daheim statt, der kleine Wurm muss ja ins Bett.

Gegen Kulleraugen komme ich einfach nicht an

Ja, es ist schwierig. Es ist schwierig zu verpacken, dass man eventuell. nicht alles so süß findet. Es ist selbst schwierig über die Situation mit ihr zu reden. Gegen das Argument „... das verstehst du nicht, du hast keine Kinder.." hat man absolut kein Gegenargument. Dass es da ja noch einen Vater zu dem Kind gibt, der sich ja sicherlich auch mal kümmern könnte, traut man sich mittlerweile gar nicht mehr zu erwähnen. Diese Option resultiert in einem „das kommt gar nicht in Frage"- Blick.

Jeder Psychologe sagt, Mütter verlagern unbewusst ihren Lebensmittelpunkt, der sich nur noch um das Kind dreht. Dadurch, dass Sie sich den ganzen Tag nur noch um das Kind kümmern, verlieren sie sich in der Mutterrolle und können gar nicht mehr von was anderem erzählen, es gibt ja nichts anderes. Man braucht Geduld, sagt man.

Dem stimme ich zu, doch wie bekommt man seine Freundin zurück? Kann man nach Monaten der Geduld und zig-Anrufversuchen, SMS und E-Mails nicht etwas mehr Aufmerksamkeit von der besten Freundin erwarten? Schließlich vermisst man die Gespräche, die Nachmittage im Café, die Shopping-Touren oder einfach nur das eingemummelte Quatschen auf der Couch.

Ja es fehlt - SIE fehlt! Vielleicht passiert einem eines Tages genau dasselbe. Ja, vielleicht hat man im Moment auch einfach leicht reden und kann einfach nichts mit der Materie „Mama mit Leib und Seele" anfangen. Doch für den Moment bleibt einfach nur die Hoffnung, dass in der Supermama noch irgendwo die Superfreundin steckt, die man so sehr vermisst!

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