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Gibt es die Liebe des Lebens?

25/07/2014 14:07 CEST | Aktualisiert 24/09/2014 11:12 CEST
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Ist es möglich eine einzige Person ein Leben lang zu lieben?

Die vielen Beispiele von Paaren, die sich bereits als Teenager in der Schule oder sogar im Kindergarten kennengelernt haben, sollten ja eigentlich genug Beweis dafür sein, dass es das tatsächlich gibt.

Warum tun sich aber dann die einen leichter und die anderen schwerer, das grosse Los in der Liebe zu finden? Oder ist es nur ein Mythos von unglücklichen Singles, die sich einfach nicht an den Umstand gewöhnen möchten, dass der liebe Gott es wohl verpeilt hat, das Deckelchen für ihr Töpfchen zu erschaffen?

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Nehmen wir mal an, es gibt die besagte Liebe auf Lebenszeit wirklich: Mann und Frau (oder Mann und Mann oder Frau und Frau - man weiss ja nie wo die Liebe hinfällt...) finden sich, lernen sich kennen, geniessen über die ersten Monate das Beziehungsparadies durch die Rosarote Brille und entscheiden sich dann letztendlich für den entscheidenden Schritt zur Hochzeit, wenn der eine Part mit der alles bedeutenden Frage nach der Bindung auf immer und ewig auf die Knie fällt, bevor die ersten Nachkommen das Licht der Welt erblicken.

Wie kann man sich dann sicher sein, dass man unter den sechs Milliarden Menschen auf diesem Planeten wirklich das passende Gegenstück gefunden hat? Ich meine, warum müssen wir uns erst durch ein paar schmerzhafte Beziehungen voller Enttäuschungen und Liebeskummer durchkämpfen, bevor wir den vermutlich richtigen Partner finden?

Und welche sind diese Zeichen, auf die Singles zu achten haben, damit sie den richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit DER richtigen Person nicht vermasseln?

Ich denke eine solche Beziehung zu finden, ist wie nach Gold zu graben. Es gehört einfach wahnsinnig viel Glück dazu. Denkt nur an die vielen Dinge, die im Einklang laufen und passen müssen, damit so eine „wahre Liebe" überhaupt zustande kommen kann und auch wirklich auf Lebenszeit hält. Man muss in erster Linie erstmal erkennen, dass da was ist, auf das man reagieren sollte.

Dann muss ja auch erstmal die Chemie von beiden Seiten aus stimmen - früher oder später. Anschliessend muss man die ganzen Phasen des sich Kennenlernens, sich Beschnupperns, sich Datens, sich Verliebens bis hin zum sich von der restlichen Singlewelt Verabschieden einlassen, um sich anschliessend dem Risiko hinzugeben, eventuell wieder einmal Zeit für „die falsche Person" verschwendet zu haben.

Im Idealfall verläuft dann das Leben miteinander so, dass es sanft und ruhig ohne grössere Tragödien und immer währender Zuneigung zueinander abläuft oder dass man sich letztendlich so heftig liebt, dass keine Tragödie der Welt die Bindung zwischen zwei Menschen zerstören kann.

Leider ist aber genau das sehr oft das Problem. Es hält einfach nichts mehr und es scheint, als wäre ein Großteil der Menschheit unfähig geworden, eine Beziehung auf Lebenszeit zu halten.

Anders könnte ich mir nämlich auch nicht die Tatsache erklären, dass heut zu Tage so viele Ehen wieder geschieden werden und es so scheint, als hätte der Satz „ Auf immer und ewig" oder „In Guten wie in schlechten Zeiten" überhaupt nichts mehr zu sagen und wäre nur noch pro forma-Gelaber, weil es sich halt so gehört.

Ich mochte noch nie die Aussage, dass eine richtige und ernstzunehmende Beziehung harte Arbeit ist, selbst wenn es sicherlich irgendwo so ist. Diese Aussage lässt mich immer darüber nachdenken, warum man eine Beziehung eingehen sollte, wenn sie doch nur harte Arbeit bedeutet und man sich damit rumärgern muss?

Ich bin mir allerdings noch nicht darüber im klaren, ob es harte Arbeit bedeutet, weil es ein Zeichen dafür ist, dass es nicht die grosse Liebe ist und man sich tagtäglich damit rumärgern muss um sie am Leben zu halten oder ob es die Mühen lohnt, weil sie eben die richtige, wahre ist.

Was, wenn eine Beziehung gar keine Arbeit ist und sie einfach passiert? Wenn einfach alles zusammenpasst, sich gut anfühlt und man keine Minute mit der Person missen möchte? Ist dann nicht schon der Nerv getroffen, der alles in der Bauchgegend plausibel macht?

Ich bin kein Scheidungskind und meine Eltern sind nach wie vor glücklich verheiratet. Sicherlich sind auch unter unserem Dach schon einige Gewitter durchgezogen und man hatte sich gegenseitig einen Kurzurlaub auf dem Mond gewünscht. Gehalten hat es trotzdem - in Guten wie in schlechten Zeiten eben...

Dies scheint jedoch schon fast zur Ausnahme geworden zu sein, wenn ich mir mein Umfeld so anschaue. Es gibt, ungelogen, nahezu keinen, der nicht früher oder später zum Scheidungskind wurde oder sich nicht schon mindestens einmal selbst hat scheiden lassen.

Also Frage ich euch: Gibt es so was wie die Liebe des Lebens und woran merkt ihr, dass ihr sie gefunden habt?

Mehr von mir gibt es auf meinem Blog:

www.mrsglobalicious.blogspot.ch

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