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Warum wir uns von Seehofer nicht einschüchtern lassen sollten

30/10/2015 10:17 CET | Aktualisiert 30/10/2016 10:12 CET
CHRISTOF STACHE via Getty Images

Seehofer droht bei einem Ausbleiben eines Einlenkens der restlichen Regierungsparteien mit einem Bruch. Damit erschreckt er mich nicht - und es sollte auch niemanden sonst erschrecken.

Nur wieder Mal heiße Luft?

Horst Seehofer will wohl die CSU-Minister aus der Regierung abziehen - wenn sein Wille nicht geschieht. Endpunkt dieses Ultimatums ist der 1. November. Er denkt womöglich tatsächlich, die Politik des ganzen Landes mit dieser Drohung beeinflussen zu können.

Ich selbst nehme an, dass es sich bei diesem Ultimatum mal wieder um eine seiner zahlreichen gehaltlosen Finten handelt. Eine Koalition aus CDU und SPD hat immer noch mehr als genug Gewicht im Parlament, um den eingeschlagenen Kurs weiter verfolgen zu können. Und auch in der Opposition findet die Handhabung der sogenannten ,,Flüchtlingskrise" nicht unerhebliche Zustimmung.

Aber wenn er es wirklich ernst meinen sollte will ich ihn ermutigen:

TU ES!

TRAU DICH!

Beweise mir und all den anderen interessierten Beobachtern, dass es dieses Mal eben nicht nur das Spucken großer Töne war. Zeig uns allen, wie tapfer du sein kannst im Eintreten für deine Ansichten. Verlasse die Koalition.

Ich kann es nur ganz deutlich sagen: ich kenne keinen Sozialdemokraten, der das alles fürchtet. Und warum sollte Angela Merkel das tun? Der Hebel ist dieses Mal deutlich kürzer, lieber Horst.

Also, wenn überhaupt einer existiert.

Seehofer fordert weltweite Länder-Kontingente für Flüchtlinge

Flüchtlingskrise: CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer: "Sofort Obergrenzen für Flüchtlinge"

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