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Die Angst anzufangen...

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Millionen Menschen wünschen sich ein Leben, das für sie lebenswerter ist. Viele - und es werden immer mehr - machen sich auf die Reise zu ihrer eigenen Persönlichkeit. Ein Bruchteil davon bleibt seinem Weg treu.

Jüngst sagte ein Klient im Informationsgespräch zu mir: „Ich habe so viele Ideen und Wünsche, ich weiß einfach nicht wie ich anfangen soll. Am Ende lasse ich dann alles beim Alten." Geht es Ihnen genauso?

Der Wunsch nach Veränderung ist groß - die Angst vor Veränderung ist größer. Veränderung bedeutet für unser Gehirn Gefahr und Unsicherheit. Die Kraft der eigenen Komfortzone wird körperlich unangenehm spürbar. Jahrzehntelang haben wir unser Leben auf Sicherheit aufgebaut. Gespart, in die Rente eingezahlt, Häuser gebaut und was sonst noch alles für das Sicherheitsgefühl getan wurde. Und dann, ganz plötzlich für die meisten Menschen, ändert sich unsere gesamte Gesellschaft. Es konnte ja auch keiner Ahnen, dass es möglich ist, dass eine Bank Pleite geht. Mein Auto nicht das hält, was versprochen wurde. Airlines in die Insolvenz gehen. Mein Unternehmen mich entlässt - aus welchen Gründen auch immer.

Die einzige Sicherheit die es gibt ist, dass es keine Sicherheit mehr gibt. Und zugleich die Möglichkeit seine Eigenverantwortung zu erhöhen. Bei einigen wirkt eine unvorhergesehene Situation wie ein „Arschtritt". Plötzlich ist der Leidensdruck groß genug. Kein Platz mehr für Ausreden. Kein Platz mehr für Bequemlichkeit. Viele sprechen davon durch mehr Eigenverantwortung ein ganz neues Leben geschenkt bekommen zu haben. Was vorher Probleme waren, entpuppt sich plötzlich als Chance.

Die äußerlichen Umstände sind jedoch nachrangig. Die größten Steine die uns in den Weg gelegt werden sind wir selbst. Bereit sein das eigene Leben aus einer neuen Sichtweise, einem neuen Blickwinkel zu sehen. Bereit sein am Anfang auf einiges zu verzichten, was sich später gar nicht als Verzicht herausstellt, sondern als Antriebsstoff. Die Angst überwinden neue Wege zu gehen. Die eigene Komfortzone ist wie ein goldener Käfig der Bequemlichkeit. Wer sich nicht auf den Weg macht, kann Chancen und Möglichkeiten nicht erkennen, denn das Gehirn hat gar keine Veranlassung aktiv zu werden. Oder öffnen Sie die Haustür, obwohl es gar nicht geklingelt hat?

Warum ist für viele der Anfang so schwer? Stellen Sie sich Ihre persönliche Entwicklung wie einen Zug vor der im Bahnhof steht. Der größte Energieaufwand - auch Momentum oder Impuls genannt - wird benötigt, um den Zug in Bewegung zu bringen. Tonnen an Gewicht müssen aus dem Stand in die Bewegung gebracht werden. Sobald der Zug rollt, wir es immer leichter und der Energieaufwand geringer. So fühlt es sich auch für uns Menschen an. Gefühlt Tonnen schwerer Ballast, untermauert durch jede Menge Ausreden warum etwas nicht geht, sorgen dafür, das unser Zug des Lebens im Bahnhof stehen bleibt. Vor dieser Unbequemlichkeit der eigenen Ehrlichkeit kapitulieren viele. Was ist die Lösung? Hilfe annehmen und sich Experten suchen die Fragen stellen, die man sich selbst nicht stellen würde. Mit Menschen sprechen die diesen Weg schon hinter sich haben und von deren Erfahrungen lernen.

Eine Blockade steht an der Spitze unserer Unbeweglichkeit. Nicht bereit sein in sich selbst zu investieren. Durch unsere Wegwerfgesellschaft wurden wir so geprägt für allesmögliche Geld auszugeben, was uns eine kurzfristige Befriedigung gibt, aber nicht in unsere persönliche Entwicklung zu investieren. Und unter Investition verstehe ich zwei Dinge:

1. Zeit: Der Deutsche schaut statistisch 3,5 Stunden pro Tag Fernsehen. Dies sind im Monat rund 105 Stunden Lebenszeit. Welche nachhaltige Änderung meines Lebens hat mir Fernsehen gebracht und wie hätte ich zumindest einen Bruchteil dieser Zeit in meine persönliche Entwicklung investieren können? Sagen Sie nie wieder: Ich habe keine Zeit, sondern seien Sie ehrlich und sagen Sie: Ich nehme mir keine Zeit für mich. Ich bin mir sicher Ihnen fallen eine Menge Beispiele ein, welche Zeit Sie sinnvoller nutzen können.

2. Geld: Es ist noch zu wenig in den Köpfen angekommen, sich mit dem Thema Geld auseinander zu setzen. Sich einen Überblick verschaffen, wie viel Geld ich für nicht notwendige Dinge ausgebe, statt dies in die eigene Weiterbildung und den persönlichen Vermögensaufbau zu stecken.

Die Investition in Seminare, Coaching, Training, Online-Angebote zur Weiterbildung und vieles mehr ist immer eine Investition in die eigene Persönlichkeit, die sich amortisiert und um ein Vielfaches auszahlt. Davor steht jedoch die Erkenntnis. Welche Weiterbildung bietet Ihr Unternehmen an? Wer nicht fragt, bekommt nichts. So ist es nun mal.

Ich freue mich, wenn ich Ihnen einen Impuls geben kann endlich den ersten Schritt zu gehen. Schreiben Sie mir von Ihrem „ersten Schritt" und Erfahrungen. Viele haben es schon geschafft und Sie schaffen es auch. Da bin ich mir ganz sicher!