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5 ayurvedische Heilpflanzen und ihre Effekte auf die Gesundheit

Veröffentlicht: Aktualisiert:
AYURVEDA
George Coppock via Getty Images
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Mit der steigenden Beliebtheit des Ayurveda werden auch die gesundheitlichen Effekte der Heilpflanzen, die im Zentrum der traditionellen indischen Heilkunst stehen, immer bekannter.

Es wird mir in diesem Artikel nicht gelingen, die Bandbreite dieser Jahrtausende alten Heilkunst auch nur ansatzweise abzubilden. Jedoch möchte ich hiermit einen kleinen Blick in das Repertoire der ayurvedischen Heilpflanzen werfen und die bekanntesten von ihnen näher unter die Lupe nehmen.

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Ayurvedische Heilkräuter werden für viele Zwecke verwendet:

• Um das Immunsystem zu stärken
• Um vor Krankheiten z schützen
• Um geistige Frische und Klarheit zu fördern
• Um zu beruhigen
• Um die Verdauung anzuregen
• Um den Körper vor Giften zu schützen
• Um den Körper von Krankheiten zu heilen

Die folgenden Heilpflanzen werden seit Jahrtausenden im Ayurveda angewendet und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit in Deutschland.

Kurkuma

Kurkuma ist ein wahrerer Schatz des Ayurveda und mittlerweile auch vielen bei uns ein Begriff. Die Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse. Sie wird bis zu einem Meter hoch und trägt hellgrüne Blätter. Der Wurzelstock ist der faszinierendste Teil der Pflanze: Er wird getrocknet und pulverisiert und als Gewürz und Heilmittel verwendet.

Der Hauptwirkstoff in Kurkuma ist Curcumin, ein Stoff, der antioxidative, schmerzstillende und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Kurkuma wird oft gegen Arthritis verwendet. Des Weiteren befassen sich aktuelle Studien mit einer potentiellen Wirkung gegen Krebs und Alzheimer.

Bittermelone

In Indien und anderen Ländern, in denen die Bittermelone aufgrund des tropischen Klimas gedeiht, ist sie fester Bestandteil der eiheimischen Küche. Des Weiteren gilt sie dort als Naturheilmittel gegen Diabetes Typ-2. Die medizinische Verwendung der Bittermelone hat eine lange Tradition im Ayurveda.

Tee aus der Pflanze soll bei Frauen menstruationsfördernd wirken und außerdem antivirale Eigenschaft bei Hepatitis, Masern und Fiber besitzen. Die Bittermelone enthält sehr viele bioaktive pflanzliche Chemikalien. Gegen Infektionen wird die Pflanze äußerlich auf Verletzungen und Wunden aufgetragen oder aufgrund ihrer antiparasitären Wirkung innerlich gegen lästige Würmer angewendet.

Trikatu

Trikatu ist eine der wichtigsten Gewürzmischungen des Ayurveda. Es besteht aus drei Kräutern: Pippali (langer Pfeffer), Maricha (schwarzer Pfeffer) und Sunthi (Ingwer). Diese Gewürze tragen alle die Geschmacksrichtung rasa (scharf). Sie werden zu gleichen Teilen gemischt. Dadurch, dass sie jeweils ähnliche Eigenschaften besitzen, verstärken sie sich in dieser Kombination gegenseitig.

Trikatu wird aufgrund seiner anregenden Wirkung verwendet und zur Verbesserung der Absorption anderer Heilmittel. Darüber hinaus findet es bei Erkältungen und Kopfschmerzen, zur Schmerzlinderung und Energetisierung und gegen Blähungen und Verdauungsstörungen Anwendung.

Tulsi

Tulsi wird auch als Königsbasilikum oder indisches Basilikum bezeichnet. Der Name kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "Die Unvergleichliche". Tulsi gilt bei den Hindus als heilige Pflanze. Neben der Verwendung als Gewürz besitzt das Königsbasilikum gesundheitsfördernde und heilende Effekte.

In Studien konnte die antibakterielle Wirkung der Pflanze nachgewiesen. Außerdem gilt als erwiesen, dass Tulsi gegen Stress wirkt, Schmerzen lindert, stressbedingten Bluthochdruck senken kann und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Zur gesundheitlichen Anwendung wir Tulsi meist als Tee oder Saft konsumiert.

Flohsamen (Psyllium)

Flohsamenschalen sind traditioneller Bestandteil des Ayurveda, wurden aber auch in Europa im Mittelalter als Arzneimittel eingesetzt. Sie zählen zu den wenigen ballaststoffartigen Nahrungsergänzungsmitteln, deren Effekte in Untersuchungen belegt wurden: Unter anderem helfen sie bei Verstopfung, Durchfall, hohem Blutdruck hohem Cholesterin und Diabetes.

Die Besonderheit der Flohsamenschalen liegt in ihrer hohen Quellfähigkeit. Sie sind in der Lage, mehr als das 50-fache an Wasser aufzunehmen. Bei Durchfall binden sie dadurch den Darminhalt. Bei Verstopfung bewirken sie hingegen eine Verkürzung der Transitzeit durch eine Zunahme des Stuhlvolumens, der Stuhl wird aufgeweicht und die Darmentleerung dadurch vereinfacht.

Dies sind nur fünf der unzähligen Kräuter und Heilpflanzen des Ayurveda. Es ist bemerkenswert, dass diese uralte Heilkunst noch heute relevant ist und sich sogar steigender Beliebtheit erfreut.

Dabei soll Ayurveda aus meiner Sicht keinen Ersatz zu unserer modernen Medizin darstellen, sondern vielmehr eine sinnvolle Ergänzung. Menschen, die sich der indischen Heilkunst öffnen, kann sie neue Lebensraft und Linderung bei zahlreichen Beschwerden schenken.

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