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Humanitäre Flüchtlingspolitik ist eine mächtige Antwort auf Hass und Terror

14/11/2015 12:31 CET | Aktualisiert 14/11/2016 11:12 CET
dpa

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Natürlich war es absehbar, dass der schreckliche Massenmord von Paris für die Debatte über die Flüchtlingspolitik in Deutschland instrumentalisiert werden würde. Der WELT-Journalist Matussek schrieb z.B. mit unverhohlener Freude auf Facebook:

„Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen. :)".


Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen.. :-)

Posted by Matthias Matussek on Freitag, 13. November 2015


Der CSU-Abgeordnete Florian Hahn stellte auf Twitter gleich mal die Reisefreiheit innerhalb der EU komplett in Frage.



Und ganz Deutschland wartet mit Spannung auf den sicher zeitnah erfolgenden neuesten intellektuellen Beitrag von Markus Söder.

Syrische Flüchtlinge fliehen vor diesen Massenmördern

Dass die syrischen Flüchtlinge genau vor diesen Massenmördern, die Paris für eine Nacht dem syrischen Alltag nahe gebracht haben, zu Tausenden fliehen, werden diese Kommentatoren ausblenden. Ich will aber noch einen Schritt weiter gehen.

Hass wirksam und dauerhaft bekämpfen können wir nur, indem wir glaubwürdig handeln. Unser bislang humanitärer Umgang mit der Flüchtlingskrise ist dafür ein bildmächtiges Symbol von Solidarität und Verständigung.

Die Selfies von syrischen Flüchtlingen mit der Kanzlerin, die große Hilfsbereitschaft der Münchnerinnen und Münchner - das sind ungeheuer starke Bilder und Beispiele gelebter Menschlichkeit, die nachhaltig etwas verändern werden. Diese Bilder und Taten sind wichtig, denn sie geben vielen Millionen Muslimen Hoffnung, die noch weitaus drastischer als der Westen selbst unter dem massivem Terror der Fundamentalisten leiden.

Neuer Hass führt zu neuem Terror

Wer wirksam Terror begegnen will, sollte an einer solchen Politik der Chancen für gelungene Integration und Verständigung festhalten. Wer auf Angst und Ausgrenzung setzt, wird neuen Hass säen und beschädigt unsere Freiheit. Und neuer Hass ist die Voraussetzung für neuen Terror. Lasst euch also nicht vergiften. Wir schaffen das!

Was wir bisher über die Attentäter von Paris wissen

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