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Aktionsbündnis fordert: "Radikalen Tierschützern muss endlich Einhalt geboten werden!"

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ANIMALS ACTIVIST
Henry Romero / Reuters
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Sehr geehrte Damen und Herren,

die Diskussion um ein Wildtierverbot in Tuttlingen sowie ein zunehmender Vandalismus gegen Zirkusbetriebe haben mich zu den folgenden Überlegungen bewogen:

Aktionsbündnis fordert Politik auf dem übergriffigen Verhalten von Tierrechtlern und radikalen Tierschützern endlich Einhalt zu gebieten

Je mehr sich in der Öffentlichkeit Stimmen zu Wort melden, die auf eine sachliche Auseinandersetzung mit der Wildtierhaltung im Zirkus drängen, desto mehr scheinen unlautere Methoden im Umgang mit den Tierhaltern und anderen Personen an der Tagesordnung.

Das verweist auf eine extremistische Haltung bei jenen, die sich um Realitäten genauso drücken wie um eine tiefergehende Analyse des Sachverhaltes.

Nicht nur im Internet und in der Tagespresse, sondern sogar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen setzt zunehmend ein Nachdenken darüber ein, ob unsere Gesellschaft blindlings in das offene Messer der Tierrechtsideologie rennen sollte. Diese Anzeichen sind z. T. noch sehr zurückhaltend, aber deutlich.

Zerstörte oder beschädigte Plakate, beschmierte Zirkuswagen und ein Brandanschlag gehören zum Repertoire der Zirkustiergegner. Dazu kommen immer groteskere Fehlinformationen, wie angeblich beschlossene Wildtierverbote, über die, wie jetzt in Tuttlingen, noch gar nicht beraten worden ist. Und der mehr als rätselhafte Ausbruch eines Zirkuselefanten aus seinem Gehege ist nach wie vor ungeklärt. Immerhin: Im WDR ist die Elefantendame kürzlich mit ihrem alten Ziehvater im Safaripark Stukenbrock zu sehen gewesen, wie beide friedlich und sichtlich hoch erfreut miteinander umgehen. Ein verhaltensgestört-aggressives Tier sieht anders aus.

Solche Darstellungen reihen sich nahtlos in die kommentierten Tierproben großer Zirkusse und wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema ein.

Doch die Gegenseite lässt nicht locker. Im Zusammenhang mit einem eigentlich wieder einmal rechtwidrigen Versuch eines lokalen Wildtierverbotes in Tuttlingen soll nun CDU-Politiker Volker Kauder unter Druck gesetzt werden. Wo Argumente nicht weiterhelfen, wird das Methodenrepertoire schnell um fragwürdige Instrumente erweitert: Im Netz wird ein Shitstorm gegen den Politiker aus besagtem Wahlkreis angezettelt und das nicht etwa für begangenes Unrecht, sondern für fanatische Fantasien, die keiner Prüfung standhalten.

Wozu solche Aktionen zumindest mit beitragen können, darüber berichtet z. B. ein FAZ-Artikel vom 10. August 2015. Eine Amtstierärztin habe sich damals das Leben genommen. Auch der Druck von so genannten Tierschutzorganisationen wird dabei als ein sehr plausibler Grund diskutiert. Die Politik ist darum unseres Erachtens angehalten endlich zu handeln. Politisches Machtstreben darf nicht länger dazu führen, dass das Aushöhlen rechtsstaatlicher Grundlagen als Kavaliersdelikt betrachtet wird.

Geschrieben von:
Dennis Wilhelm
Erziehungswissenschaftler und Pädagoge aus Frankfurt am Main
www.denniswilhelm wildtierdressur.de

Dennis Wilhelm ist Mitglied im Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus".

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