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Gehört nun auch die Scharia zu Deutschland?

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dpa
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Man muss das schon zwei mal lesen und bei möglichst vielen Presseorganen noch einmal ergoogeln, um es glauben zu können: Das Oberlandesgericht der Stadt Bamberg hat nun eine Ehe zwischen einem erwachsenen Syrer und einem 14-jährigen Mädchen als rechtsgültig auch in Deutschland anerkannt.

Grundlage für die Anerkennung war das syrische Eherecht, das wiederum von der islamischen Rechtssprechung, der Scharia, geprägt ist.

Die Scharia in Deutschland

Damit ist nun das erreicht, worauf einige kämpferische Muslime auch in Deutschland seit langem hinarbeiten: Die Scharia ist in Deutschland nun wirklich angekommen, anerkannt von deutschen Richtern. Schon vor drei Monaten gab Aiman Mazyek, der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, die Parole aus: "Scharia und Demokratie sind vereinbar" - ohne dass er deshalb auf nennenswerten Widerspruch deutscher Politiker oder Rechtsschützer gestoßen wäre.

Auffällig war bereits in den letzten Monaten, dass zum Beispiel sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund weniger streng von Gerichten bestraft wurde, als wenn sie von Deutschen ausgeht.

Solche Rechtssprechung widerspricht zunächst dem Rechts- und Gerechtigkeitsempfinden der Menschen zutiefst. Sie provoziert geradezu Aversionen gegen Menschen mit Migrationshintergrund auch bei denen, die diese bisher nicht hatten.

"Positive Diskriminierung"

Zum anderen stellt sie eine Art "positiver Diskriminierung" da: Man geht davon aus, dass Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer sexuellen Entwicklung und in ihrem Ethos zurückgeblieben sind.

Es wird implizit das Bild von "wilden Barbaren" gezeichnet, die über alles herfallen, was sich nicht wehren kann. Und weil sie halt so sind, wegen der Vergehen auch weniger streng zur Rechenschaft gezogen werden sollten.

Hinzukommt noch ein Unglaubwürdigwerden anderer Rechtsvorschriften zum Schutz von Kindern und Jugendlichen: Wenn zum Beispiel ganz Deutschland Kopf steht, weil SPD-Politiker Sebastian Edathy Pornos besessen haben soll, in denen das passiert, was vermutlich in all den nun staatlich geschützten Kinderehen auch passiert, so ist das schlicht unverständlich. Auch die neuen von Bundesjustizminister Maas durchgesetzten Gesetze, die nun auch Pornographie mit erwachsenen Darstellern, die jünger als 18 wirken, verbietet, wirken vor solcher Gesetzsprechung schlicht als Farce.

A propos Bundesjustizminister Maas: wo bleibt eigentlich seine Stimme angesichts dieses Skandals? Bekommt er die gerade vollzogene Einführung der Scharia vielleicht gar nicht mit, weil er mit einem neuen "Aktionsplan gegen rechts" beschäftigt ist?

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