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Kardinal vergleicht Homosexuelle mit Mördern, die nur nett tun

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PRIESTER
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In einem Interview vergleicht Kardinal Raymond Burke gläubige Homosexuelle mit Mördern, die nett tun, um die anderen Gläubigen hinters Licht zu führen. Und so die Todsünde hoffähig machen.

Der US-amerikanische Cardinal Raymond Burke gilt derzeit als die große Hoffnungsfigur der extrem konservativen und traditionalistischen Katholiken weltweit. Bezüglich moralischer und auch liturgischer Fragen ist er der entscheidende Gegenspieler von Papst Franziskus. Vergangenen November wurde der Kardinal daher wohl vom Papst zum Kardinalpatron des Malteserordens ernannt und so von Rom weg-befördert.

Sein neuer Job in dem kleinen europäischen Staat hat ihn jedoch nicht zum Schweigen gebracht, sondern führt dazu, dass er jetzt seine teilweise menschenverachtenden Thesen umso offener und radikaler ausspricht.

Homosexuelle tolerieren? Auf keinen Fall!

In einem Interview mit der konservativen Internetseite LifeSiteNews hat er sich nun zu den Versuchen, die kirchliche Sexualmoral zu modernisieren, geäußert. Auf die Frage des Journalisten, ob man nicht Homosexuelle, die als gläubige Katholiken und gute Christen leben, akzeptieren könne, antwortete Burke:

„Selbstverständlich ist das nicht der Fall! Sie sind wie Leute, die jemanden gemordet haben, aber zu anderen Leuten ganz nett sind."

„Wenn jemand öffentlich in einem Zustand der Todsünde lebt, kann er noch so viele anscheinend gute und fromme Taten tun. Sie alle können den Zustand der Todsünde, in dem der Homosexuelle lebt, nicht gut machen oder diese Situation irgendwie rechtfertigen."

Im Gegenteil seien solche Homosexuelle noch viel schlimmer, denn sie erweckten den Eindruck, dass an dem Zustand des Lebens in der Todsünde etwas Gutes sein könnte. So würden sie gläubige Katholiken zu Verständnis und Toleranz verführen - Verständnis und Toleranz für die Todsünde dürfe es aber nicht geben.

Hofiert von deutschen Bischöfen?

Erst vor einigen Tagen wurde dem Kardinal auch von der in Würzburg erscheinenden, aus Kirchensteuermitteln subventionierten, katholischen Zeitung "Die Tagespost" ein Forum geboten. Außerdem ist Burke in der Nähe von Aachen bei einer Zusammenkunft reaktionärer Katholiken aufgetreten.

Seine Reverenz erwies ihm dabei durch seine Gegenwart der Kölner Weihbischof Klaus Dick.
Diese Zusammenkunft fand in einer Pfarrei statt, die dem Bischof von Aachen untersteht, so dass davon auszugehen ist, dass der Bischof mindestens seine stillschweigende Zustimmung zu dem Auftritt des Homo-Hassers in der Kardinalssoutane gegeben hat.

Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit GAYSTREAM.INFO, dem Internetportal für schwule Männer.

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