BLOG

Eine offene Plattform fĂŒr kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Dr. David Berger Headshot

Kardinal vergleicht Homosexuelle mit Mördern, die nur nett tun

Veröffentlicht: Aktualisiert:
PRIESTER
thinkstock
Drucken

In einem Interview vergleicht Kardinal Raymond Burke glĂ€ubige Homosexuelle mit Mördern, die nett tun, um die anderen GlĂ€ubigen hinters Licht zu fĂŒhren. Und so die TodsĂŒnde hoffĂ€hig machen.

Der US-amerikanische Cardinal Raymond Burke gilt derzeit als die große Hoffnungsfigur der extrem konservativen und traditionalistischen Katholiken weltweit. BezĂŒglich moralischer und auch liturgischer Fragen ist er der entscheidende Gegenspieler von Papst Franziskus. Vergangenen November wurde der Kardinal daher wohl vom Papst zum Kardinalpatron des Malteserordens ernannt und so von Rom weg-befördert.

Sein neuer Job in dem kleinen europĂ€ischen Staat hat ihn jedoch nicht zum Schweigen gebracht, sondern fĂŒhrt dazu, dass er jetzt seine teilweise menschenverachtenden Thesen umso offener und radikaler ausspricht.

Homosexuelle tolerieren? Auf keinen Fall!

In einem Interview mit der konservativen Internetseite LifeSiteNews hat er sich nun zu den Versuchen, die kirchliche Sexualmoral zu modernisieren, geĂ€ußert. Auf die Frage des Journalisten, ob man nicht Homosexuelle, die als glĂ€ubige Katholiken und gute Christen leben, akzeptieren könne, antwortete Burke:

„SelbstverstĂ€ndlich ist das nicht der Fall! Sie sind wie Leute, die jemanden gemordet haben, aber zu anderen Leuten ganz nett sind."

„Wenn jemand öffentlich in einem Zustand der TodsĂŒnde lebt, kann er noch so viele anscheinend gute und fromme Taten tun. Sie alle können den Zustand der TodsĂŒnde, in dem der Homosexuelle lebt, nicht gut machen oder diese Situation irgendwie rechtfertigen."

Im Gegenteil seien solche Homosexuelle noch viel schlimmer, denn sie erweckten den Eindruck, dass an dem Zustand des Lebens in der TodsĂŒnde etwas Gutes sein könnte. So wĂŒrden sie glĂ€ubige Katholiken zu VerstĂ€ndnis und Toleranz verfĂŒhren - VerstĂ€ndnis und Toleranz fĂŒr die TodsĂŒnde dĂŒrfe es aber nicht geben.

Hofiert von deutschen Bischöfen?

Erst vor einigen Tagen wurde dem Kardinal auch von der in WĂŒrzburg erscheinenden, aus Kirchensteuermitteln subventionierten, katholischen Zeitung "Die Tagespost" ein Forum geboten. Außerdem ist Burke in der NĂ€he von Aachen bei einer Zusammenkunft reaktionĂ€rer Katholiken aufgetreten.

Seine Reverenz erwies ihm dabei durch seine Gegenwart der Kölner Weihbischof Klaus Dick.
Diese Zusammenkunft fand in einer Pfarrei statt, die dem Bischof von Aachen untersteht, so dass davon auszugehen ist, dass der Bischof mindestens seine stillschweigende Zustimmung zu dem Auftritt des Homo-Hassers in der Kardinalssoutane gegeben hat.

Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit GAYSTREAM.INFO, dem Internetportal fĂŒr schwule MĂ€nner.

Video: Schockierendes Video: Wie Sie nicht reagieren sollten, wenn Ihr Kind Ihnen sagt, dass es schwul ist

Close
Diese Stars stehen offen zu ihrer HomosexualitÀt
von
Teilen
Tweet
Werbung
Aktuelles Bild


Sie haben auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform fĂŒr alle Perspektiven. Wenn Sie die Diskussion zu politischen
oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollen, schicken Sie Ihre Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.