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Urlaubszeit: Wie man sich vor Einbruch schützt

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Urlaubszeit ist Einbruchszeit. Mit ein paar Maßnahmen kann man verhindern, dass Einbrecher sich schnell bedienen. Eine Checkliste für die Urlaubsvorsorge.

Sommerzeit, Urlaubszeit. Lange vorher werden Kataloge gewälzt, Reisen gebucht, dann endlich die Koffer gepackt und es kann losgehen, ab in die wohlverdienten, lang ersehnten Ferien. Die im Urlaub getankte Erholung ist schnell futsch, wenn man bei der Rückkehr eine verwüstete und leer geräumte Wohnung vorfindet. Denn Langfinger machen niemals Urlaub. In der "schönsten Zeit des Jahres" haben Diebe Hochsaison.

Vor einem Einbruch kann man sich mit ein paar Sicherheitsvorkehrungen schützen. Untersuchungen der Polizei belegen, dass über ein Drittel aller Einbruchsversuche scheitern, weil die Wohnungen gut gesichert sind. Diebe wollen sich schnell bedienen. Die meisten Einbrüche werden von Gelegenheitstätern verübt, die mit beispielsweise einfachem Hebelwerkzeug schlecht gesicherte Türen oder Fenster aufbrechen. Gelegenheit macht eben Diebe.

Schützen Sie Ihr Zuhause vor ungebetenem Besuch

Sicherheit beginnt beim eigenen Verhalten. Einbrecher suchen sich gezielt solche Häuser und Wohnungen aus, die nicht gut gesichert sind. Die Polizei gibt Tipps und Ratschläge, wie man sich vor einem Einbruch schützen kann.

Diebe scheuen das Risiko. In der Regel erfordert Gut gesicherte Türen zu öffnen, einen hohen Zeitaufwand und verursacht Lärm. Und das kann die Aufmerksamkeit Dritter erregen. Davor schrecken selbst "Profis" zurück! Haus- und Wohnungstüren sowie Fenster sollten daher einbruchhemmend sein.

Die mechanische Absicherung von Türen und Fenstern "stiehlt" dem Einbrecher wertvolle Zeit, wodurch er oftmals sein Vorhaben aufgibt. Der Faktor-Zeit spielt eine wichtige Rolle. Kommt der Einbrecher nicht innerhalb von drei bis fünf Minuten ins Gebäude, bricht er die Tat in der Regel ab. Knapp 40 Prozent aller Einbruchsversuche scheitern an der vorhandenen Sicherungstechnik.

Ältere Fenster mit nur einfachen Beschlägen können von einem Fachmann nachgerüstet werden. Tatsache ist, dass bei Fenstern oft ein Schraubendreher ausreicht, viele Außentüren sind schon allein mit "körperlicher Gewalt", also ohne den Einsatz von Einbruchwerkzeug, leicht zu überwinden. Ein gutes Zusatzschloss mit Sperrbügel (Querriegelschlösser) an der Eingangstür schützt vor ungebetenen Gästen. Gekippte Fenster sind für Ganoven wie offene Fenster, leicht zu öffnen. Hier könnte ein Gitter für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Überhaupt sind alle Hinweise, die darauf hindeuten, dass die Wohnung oder das Haus unbewohnt sind, zu vermeiden. Zugezogene Vorhänge, überquellende Briefkästen oder verräterische Ansagen auf Anrufbeantwortern ("Wir sind im Urlaub") kommen für Einbrecher, immer auf der Suche nach einer günstigen Gelegenheit, einer Einladung gleich. Auch der ungemähte Rasen verrät ihnen, dass niemand zu Hause ist.

Die Polizei rät, Verwandte, Freunde, Nachbarn oder Bekannte zu bitten, die eigenen vier Wände während der Abwesenheit bewohnt aussehen zu lassen, indem sie den Briefkasten regelmäßig leeren sowie Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher zu unregelmäßigen Zeiten betätigen. Eine aufmerksame Nachbarschaft kann den ungebetenen Gästen die Tour vermasseln. Natürlich können auch zeitgesteuerte Rollläden und Lichtquellen Anwesenheit vortäuschen und so Einbrecher fernhalten.

Checkliste Urlaubsvorsorge

• Zeitungen abbestellen oder an den Urlaubsort nachsenden lassen

• Briefkasten von Nachbarn leeren lassen. Als Alternative hat die Deutsche Post auch einen Lagerservice

• Anrufbeantworter abschalten bzw. keine Angaben zum Urlaub auf dem Anrufbeantworter hinterlassen

• Farbfotos und Aufzeichnungen von Wertgegenständen machen, zum Beispiel die Gerätenummern aufschreiben

• Besonders wichtige Dokumente, Wertpapiere, Versicherungspolicen, Sparbücher, Schmuck u.ä. bei Freunden/Verwandten oder im Bankschließfach deponieren

• Leitern, Kletterhilfen, Gartenmöbel, aber auch Werkzeuge, die beim Einsteigen ins Haus helfen könnten, wegschließen

• Außensteckdosen abschalten

• Türen und Fenster schließen und verriegeln, auch Garagentore, Nebeneingangs- und Verbindungstüren abschließen

• Zeitschaltuhr mit Wochenprogramm zur unregelmäßigen Einschaltung von Lichtquellen einsetzen (Nachbarn/Bekannte darüber informieren)

• Bewegungsmelder zur Abschreckung installieren

Übrigens: Eine längere Abwesenheit, das heißt mehr als zwei Monate, gilt versicherungstechnisch als gefahrenerhöhend und muss deshalb der Versicherung mitgeteilt werden.

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