BLOG

Eine offene Plattform f├╝r kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Daniela Gray Headshot

"Die Leichen waren auf der Stra├če verstreut": Was ich in der Terrornacht in Barcelona erlebte

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
BARCELONA
Stringer . / Reuters
Drucken

Daniela Grey ist Kanadierin. Mit ihren Eltern und Geschwistern war sie auf der Touristenmeile Las Ramblas in Barcelona, als am Donnerstag ein Lastwagen in die Menge raste. Das Fahrzeug fuhr nur wenige Meter an ihr vorbei:

Wir hatten uns gerade in ein Restaurant an der Stra├če gesetzt, als der Lastwagen an uns vorbeirauschte. Die Scheiben zerbarsten, Leute rannten durch das Glas und versuchten, sich im Inneren des Restaurants in Sicherheit zu bringen.

Wir hatten keine Ahnung, was passiert ist. Ob es ein Bombenanschlag war, oder eine Schie├čerei. Mein erster Instinkt war, nach meiner Familie zu suchen - und dann rannten wir los, so schnell wir konnten. Wir wollten uns einfach irgendwie in Sicherheit bringen.

Wir quetschten uns in den Aufzug, dutzende Menschen kamen uns nach. Wir wollten nach oben, weg von der Gefahr. Der Aufzug fuhr aber nicht los. Wir h├Ârten einen Schuss - er muss wohl von einem Polizisten abgegeben worden sein, doch das konnten wir nicht wissen.

Also rannten alle panisch zu den Treppen, hoch, immer weiter hoch. Ich knickte um und schrammte mir die Beine auf. Dann waren wir oben, im ersten Stock des Restaurants.

Die Leichen waren auf der Stra├če verstreut

Es war traumatisierend. Wir konnten hinaussehen auf die Stra├če. Ich wollte nicht hinsehen, doch mein Vater stand am Fenster und sah die Leichen, die auf der Stra├če verstreut lagen.

Um mich herum weinten die Menschen, sie ├╝bergaben sich. Wir hatten Angst, dass ein Bewaffneter im Geb├Ąude sein k├Ânnte.

Ô×Ę Mehr zum Thema: Alle News ├╝ber den Anschlag erfahrt ihr im Live-Blog

Erst mit der Zeit beruhigten wir uns. Die Mitarbeiter des Restaurants brachten uns Wasser und Essen, sie versuchten, uns zu beruhigen. ├ťber Twitter erfuhr ich schlie├člich, was passiert war.

Erst f├╝nf Stunden sp├Ąter konnten wir das Restaurant verlassen. Die Polizei kam und brachte uns in kleinen Gruppen in Sicherheit.

Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, die Bilder und Erlebnisse sind noch zu frisch.

Wir sind jetzt zur├╝ck in unserer Wohnung, in Sicherheit. Ich kann es nicht abwarten, wieder nach Hause zu kommen.

Das Gespr├Ąch wurde von Josh Groeneveld aufgezeichnet.

____

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die HuffPost ist eine Debattenplattform f├╝r alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.

googletag.pubads().setTargeting('[cnd=cld]').display('/7646/mobile_smart_us', [300, 251],'wxwidget-ad');