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Weihnachten: Fest des Stresses? Schluss damit!

27/11/2015 13:39 CET | Aktualisiert 27/11/2016 11:12 CET
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Als Experte zum Thema Aufschieberitis erlebe ich alljährlich ein ganz bestimmtes Phänomen: Den Stress zur Adventszeit.

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Wie kommt das? Ist der beginnende Winter nicht ein Aufruf zur Besinnlichkeit, bietet er nicht vielmehr Gelegenheit zur Tasse Tee im Warmen mit Freunden? Sollten wir mit Ausklingen des Jahres nicht eher zur Ruhe kommen und einen Blick auf Vergangenes werfen? Die Begründung, weshalb dem nicht so ist, liegt auf der Hand und umfasst zwei Worte: Weihnachten. Geschenke.

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Schnell wird das Fest der Liebe zum Fest des Stresses: Der Druck, endlich alle Geschenke beisammen zu haben, die stressige Koordinierung der Familienbesuche und Weihnachtsfeier am Arbeitsplatz gewinnt die Oberhand. All das lässt uns viel zu oft vergessen, worauf es wirklich ankommt.

Ich möchte Ihnen gern zeigen, wie Sie der Aufschieberitis ein Schnippchen schlagen und habe Ihnen hier meine fünf Tipps für ein entspanntes Weihnachtsfest zusammengestellt.

Meine 5 Tipps für ein entspanntes Weihnachtsfest


1. Setzen Sie sich klare Ziele - Welchen Sinn geben Sie Ihrer Weihnachtszeit?

Lassen Sie sich nicht vom Trubel um Sie herum anstecken. Wichtig ist die persönliche Zielsetzung zur Vorweihnachtszeit, fragen Sie sich: Welche Dinge sind mir zu Weihnachten wirklich wichtig? Welche Menschen möchte ich um mich haben? Wen möchte ich beschenken?

Denken Sie an sich und Ihre Lieben und lassen Sie sich nicht von all den Produktangeboten und Schnäppchen zum Geschenkezwang animieren. Hilfreich ist es ebenfalls, sich Teilziele abzustecken: Nach jeder erledigten Aufgabe gönnen Sie sich eine kleine Belohnung.

2. Gute Planung ist kein Stimmungskiller

Egal ob es um die Organisation der Weihnachtsfeier an Ihrem Arbeitsplatz geht oder um die weihnachtlichen Besuche von Familie und Freunden: Beginnen Sie rechtzeitig mit der Planung! Ohne die zeitliche Koordinierung aller Termine werden Sie im Nachgang enttäuscht sein.

Sehen Sie die Weihnachtszeit als Event, dessen Planung in mehreren Schritten erfolgt und zu dessen Durchführung konkrete Punkte umgesetzt werden müssen. Machen Sie sich eine Timeline, setzen Sie sich Fristen und erstellen Sie eine To-Do-Liste: Was wenig besinnlich klingt, wird sich in der Praxis bewähren, Sie werden sehen!

3. Beginnen Sie mit der größten Herausforderung zuerst!

Ihre Schwiegermutter hat immer etwas auszusetzen? Schwer zufriedenstellende Freunde und Verwandte hat jeder von uns. Oder: Sie organisieren eine Weihnachtsfeier und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Es werden ja sowieso nicht alle kommen können, wie sollen Sie die vielen Gäste zufriedenstellen, ... Schluss mit den Ausreden!

Sehen Sie das als Herausforderung und beginnen Sie mit der Aufgabe, die Ihnen am schwersten fällt. Sie werden sehen: Der Rest ist ein Kinderspiel. Dazu kommt, dass Sie nicht wochenlang demotiviert durch die Gegend irren, während Sie allen anderen Erledigungen nachgehen, die plötzlich so viel wichtiger geworden sind.

4. Notieren Sie sich bereits im Herbst, womit Sie Ihren Lieben zu Weihnachten eine Freude machen!

Die Vorteile liegen ganz klar auf der Hand: Keine Rennerei in letzter Sekunde, um etwas zu besorgen, dass vielleicht doch nur im Regal verstaubt. Mit dieser Strategie treffen Sie garantiert ins Schwarze - und bleiben dabei entspannt. Gleich merken für nächstes Jahr! So entgehen Sie der Hektik des Weihnachtsgeschäfts und dem willkürlichen Kaufen auf den letzten Drücker.

5. Entstauben Sie alte Traditionen - Denken Sie neu!

Nur weil sie jedes Jahr zehn Besuche und Festessen in zwei Feiertage pressen, heißt das noch lange nicht, dass das die richtige Herangehensweise ist. Hinterfragen Sie gewohnte Traditionen, es ist Zeit an Altbewährtem zu zweifeln!

Ganz sicher haben alle etwas davon, wenn Sie Ihre Planung mit Freunden und Verwandten neu strukturieren: Nicht nur Sie freuen sich über einen entschlackten Terminplan, auch Ihre Lieben sind zufriedener, wenn Sie entspannt für sie da sein können. Warum das klassische Weihnachtsessen mit den Eltern nicht einfach schon in die Adventszeit vorverlegen?

Wenn Sie diese fünf Tipps beherzigen, dann steht einer entspannten Adventszeit nichts mehr im Wege. Im Grunde genommen verhält es sich mit der Aufschieberitis zur Weihnachtszeit nicht anders als in allen anderen Lebensbereichen:

Gutes Zeit- und Selbstmanagement sowie eine klare Zielsetzung, die Sie selbst auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zuschneiden - mehr braucht es nicht, um dem Schweinehund den Garaus zu machen. Und vielleicht hilft ein Wunschzettel an den Weihnachtsmann. So ein Wunschzettel macht sich im Übrigen auch sehr gut bei Erwachsenen. Probieren Sie es aus.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte und erfüllende Weihnachtszeit!

Ihr Daniel Hoch

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Daniel Hoch arbeitet als Autor, Berater und Speaker. Jedes Jahr besuchen über 10.000 Teilnehmer seine Seminare und Vorträge, in denen er seinen Zuhörern Erfolgsrezepte für den Beruf und das Privatleben an die Hand gibt. Mit seinem zweiten Sachbuch „Aufschieberitis - die Volkskrankheit Nr.1" tourt Daniel Hoch deutschlandweit als Coach und Experte in Sachen Prokrastination.

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