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Ein Plädoyer für mehr Aufrichtigkeit

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PEOPLE TALKING FILTER
Thomas Barwick via Getty Images
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Menschen haben mich mein Leben lang fasziniert. Ich war schon immer neugierig darauf, wie sie ticken, wie sie funktionieren und was sie antreibt. Über die Jahre hinweg habe ich daraus mein ganz persönliches Spiel entwickelt, bei dem ich versuche weit hinter die Fassade zu blicken, die mir präsentiert wird.

Meine Gesprächspartner bekommen das in der Regel nicht mit, merken nicht, dass ich versuche sie zu durchleuchten, doch die Diskrepanz zwischen Schein und Sein, die sich mir dabei zeigt, ist oftmals erschreckend.

Auslöser für den Aufbau eines solchen Schutzwalls gibt es viele. Oftmals spielen Angst und Unsicherheit dabei eine große Rolle. Fehlendes Selbstvertrauen führt in den meisten Fällen dazu, dass man krampfhaft versucht anders zu sein, doch das ist nicht nur selten von Erfolg gekrönt, sondern auch ungesund.

Wer immer nur versucht ein anderer zu sein, verliert nicht nur sich selbst, sondern auch die Fähigkeit, sich tatsächlich auf andere Personen einzulassen. Wer sich verstellt, wird automatisch unglaublich oberflächlich und das spüren Gesprächspartner auch in der Kommunikation - was letztlich oftmals als Arroganz gedeutet wird.

Doch nur die wenigsten da draußen sind wirklich so gefühllos, wie sie wirken. Fast jeder hat einen wunden Punkt - und mit ein wenig Übung und einem gewissen Talent für Empathie ist es nicht allzu schwer diesen zu finden.

Aufrichtigkeit ist in unserer Zeit wohl genauso selten geworden, wie die Verwendung des Wortes selbst. Aber warum eigentlich? Warum versuchen so viele anders zu sein als sie eigentlich sind?

Natürlich macht man sich nicht immer Freunde, wenn man offen und direkt immer seine Meinung sagt und authentisch ist. Doch letztlich geht es im Leben nicht darum, dass man anderen gefällt, sondern vielmehr darum, dass man glücklich ist und das kann man nur dann, wenn man sich so gibt, wie man eben ist - und das ist in diesem Zusammenhang sowieso das Einzige, das wir wirklich können.

Obwohl es durchaus Mut erfordert, sich selbst zu vertrauen und aufrichtig zu sein, lohnt es sich am Ende - und zwar immer.

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