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"Die W├╝rde des Menschen ist auch beim Ficken unantastbar"

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PROSTITUTION SEX
microgen via Getty Images
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Wir k├Ânnen alles. Au├čer Hochdeutsch? So sind wir Schwaben halt. Wenn es um flotte Spr├╝che geht, sind wir immer ganz weit vorne. Vor allem, wenn die Spr├╝che aus dem Rathaus der Landeshauptstadt kommen. Ich erinnere mich noch an "Let's Putz". Damals habe ich mich echt f├╝r meine Stadt gesch├Ąmt. Egal ob die Aktion dahinter gut war oder nicht; mit solchen Slogans kommt man einfach nicht weiter. Au├čer bei Landeiern jenseits der 60.

Genug geschimpft.

Die Stadt geht momentan beim Thema Zwangsprostitution in die Offensive. Und zwar mehr als es der VFB in dieser Saison getan hat. Es geht um die Verbesserung der Situation von Prostituierten. Und hierbei soll die Initative STUTTGART SAGT STOPP weiterhelfen. In Stuttgart gibt es knapp 1.400 Nutten (darf man diesen Ausdruck ├╝berhaupt benutzen?). Und die sollen in Zukunft besser gesch├╝tzt werden. Und wenn man auf etwas aufmerksam machen m├Âchte, das nicht jeden interessiert, mu├č man umso lauter sein. Und das ist der Stadt mit der neuen Kampagne gelungen.

W├Ârter wie "Ficken", "Nutten" oder "Albtr├Ąume" sollen den Freiern ins Gewissen reden, da├č Prostituierte auch nur Menschen sind und kein Freiwild.

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Worum geht's genau?

Die Stadt Stuttgart will die Situation der Prostituierten in unserer Stadt verbessern. Stuttgart soll eine Stadt sein, in der Zwangs- und Armutsprostitution ge├Ąchtet wird. Die pers├Ânliche und gesundheitliche Lage der Prostituierten muss ebenso gest├Ąrkt werden, wie ihre rechtliche Situation. Die Frage eines generellen Verbots der Prostitution ist nicht Gegenstand dieses Konzepts.

Neben politischen und beh├Ârdlichen Initiativen geht es der Stadt Stuttgart darum, die Freier anzusprechen und in die Pflicht zu nehmen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein. Dies ├Âffentlich zu vermitteln, ist Ziel der im April 2016 vorgestellten Freier-Kampagne. Die Stadt Stuttgart will Freiern gezielt die Folgen ihres Tuns aufzeigen; jedem Freier muss klar sein, dass er durch sein Handeln die Menschenw├╝rde nicht verletzen darf.

Das ganze Konzept hierzu kann man sich HIER runterladen.

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Daniel Brunner ist Blogger bei POP ROCKY

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