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Warum der Mittagsschlaf unser Leben rettet

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AFTERNOON NAP
JEWEL SAMAD via Getty Images
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Ein tägliches Schläfchen fördert die Wachsamkeit, hebt die Stimmung und macht leistungsfähiger. Was aber, wenn so ein tägliches Schläfchen sogar euer Leben retten könnte? Die Forschung zeigt, dass ein Mittagsschlaf oft in Verbindung mit einem niedrigeren 24-Stunden-Blutdruck genannt wird und einen gesunden Lebenswandel unterstützt.

Außerdem ist die Geschichte dicht bevölkert von Persönlichkeiten, die den Mittagsschlaf liebten, z. B. Einstein und Edison. Warum also sind wir der Meinung, ein Mittagsschlaf wäre nur gut für Kranke, ältere Menschen und Kinder?

Ein möglicher Grund ist, dass in unserer modernen Gesellschaft der Mittagsschlaf mit dem Stigma des Faulenzertums behaftet ist. Ein vollgepackter Kalender bedeutet schließlich auch, dass man ein erfolgreicher Mensch, eine gefragte Persönlichkeit ist. Dagegen ist eine Pause mitten am Tag ein Zeichen von Schwäche.

Ich fordere aber dazu auf, regelmäßig 15 - 20 Minuten lang ein Schläfchen zu machen - versucht es mal, und ihr werdet sehen, wie eure Inspiration, eure Produktivität und eure Wachsamkeit wachsen!

Hier sind drei Arten von Schläfchen, die ihr ausprobieren könntet:

1. Ein Notfall-Schläfchen

Wenn ihr in einer Situation seid, in der es lebensgefährlich sein kann, diese Pause nicht zu machen, z.B. beim Fahren oder dem Arbeiten mit gefährlichen Maschinen. Versucht nicht, auf Teufel komm raus schnell nach Hause zu kommen. Fahrt rechts ran auf einen Parkplatz und haltet ein kurzes Schläfchen.

Wenn euch im Büro die Augen zufallen, dann schreibt nicht schnell noch die eine E-Mail. Macht eine Pause und schließt die Augen (hier sind ein paar Ideen, wie man das im Büro am besten umsetzt).

2. Ein geplantes Schläfchen

Wenn ihr bereits im Voraus wisst, dass ihr spät nachts noch wach sein müsst oder wollt oder ihr für den Tag etwas geplant habt, das eure vollste Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit verlangt. Diese Art des Schläfchens hält man auch ohne sich besonders schläfrig zu fühlen.

3. Ein routinemäßiges oder tägliches Schläfchen

Ein Schläfchen, das man beinahe täglich um die gleiche Zeit hält. Immer mehr Erwachsene machen das z.B. nach dem Mittag.

Hält man ein solches Schläfchen zur richtigen Zeit auf die richtige Art und Weise, dann kann es auch ein Mittel gegen Schlafstörungen sein. Für Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, ist es umso schwieriger, nachts einzuschlafen und dann auch durchzuschlafen, je erschöpfter sie sind.

Ein Schläfchen kann einer ständigen Ermüdung, hervorgerufen durch verschiedene Schlafstörungen, entgegenwirken. Außerdem kann es helfen, die Schlafstörung genau zu analysieren, das beginnt schon mit dem Identifizieren der Zeit, zu der man für gewöhnlich nachts wachliegt.

Die National Sleep Foundation empfiehlt, ein Schläfchen als einen täglichen Mini-Urlaub zu betrachten. Die perfekte Zeit für diesen Urlaub ist zwischen 12 Uhr und 15 Uhr nachmittags, für 15 - 20 Minuten. Stellt den Wecker auf 30 Minuten ein, damit ihr keine Angst haben müsst, zu verschlafen, und euch wirklich entspannen könnt.

In der traditionellen chinesischen Medizin gilt selbst 30-minütiges Ruhen, flach auf dem Rücken, mitten am Tag, als gesundheitsfördernd. Wenn ihr also glaubt, nicht schlafen zu können, dann ruht ganz einfach. Eines Tages stellt ihr vielleicht fest, wie sich euer Körper entspannt und euch das Schläfchen für 20 Minuten ganz leicht fällt!

Dieser Artikel erschien zuerst bei der Huffington Post USA und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.

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