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4 schlechte Hausmittel gegen Pickel - Davon solltest du die Finger lassen

16/10/2015 11:35 CEST | Aktualisiert 16/10/2016 11:12 CEST

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Hausmittel können eine schnelle Hilfe gegen Pickel und Mitesser sein. Das Tolle an Hausmitteln wie Honig, verschiedenen Tees und Co. ist nicht nur ihre Wirkung, sondern auch, dass du sie rasch zur Hand hast und sie auf vielfältige Arten anwenden kannst.

Darüber hinaus musst du auch so gut wie nie mit irgendwelchen negativen Nebenwirkungen rechnen.

Das heißt aber noch lange nicht, dass du alle Hausmittel bedenkenlos anwenden kannst! Gerade bei Akne ist Vorsicht geboten, denn einige Hausmittel können Akne durchaus verschlimmern und deine ohnehin schon angegriffene Haut noch zusätzlich reizen.

Von welchen populären Hausmitteln du bei Akne lieber die Finger lassen solltest und warum das so ist, erfährst du im folgenden Artikel.

1. Zitrone reizt die Haut

Zum Thema Zitrone als Hausmittel findest du auf unserem Blog bereits einen Artikel. Da Zitrone beziehungsweise Zitronensaft immer wieder in Do-it-yourself-Rezepten vorkommt, möchten wir sie hier aber noch einmal erwähnen.

Zitrone wirkt zwar unter anderem antibakteriell, enthält jedoch auch Zitronensäure. Diese kann die Haut schnell reizen, insbesondere, wenn sie ohnehin empfindlich ist, was bei Akne häufig der Fall ist. Darüber hinaus trocknet Zitrone die Haut auch aus und kann zudem Entzündungen verstärken.

Somit kann die kleine gelbe Zitrusfrucht Akne eindeutig verschlimmern, weshalb du sie weder als Zutat in Gesichtsmasken noch pur als Gesichtswasser anwenden solltest.

Greife stattdessen lieber zu Apfelessig, der entzündungshemmend wirkt. Toll und sehr effektiv gegen Akne sind auch Grüner Tee oder Zistrosentee als Gesichtswasser oder Zutat einer Heilerdmaske.

2. Zahnpasta irritieret die Haut

Zahnpasta zum Austrocknen einzelner Pickel ist womöglich das älteste und populärste aller Anti-Akne-Hausmittel. Kaum jemand, der schon einmal einen Pickel hatte, kennt den Trick mit der Zahnpasta nicht.

Dabei muss Zahnpasta Pickel gar nicht unbedingt schneller abheilen lassen oder austrocknen, sondern kann - was die wenigsten wissen - diese sogar verschlimmern.

Das liegt an den reizenden und irritierenden Inhaltsstoffen von Zahnpasta. Zahnpasta ist schließlich dafür gemacht, Beläge sowie Schmutz von deinen Zähnen zu entfernen.

Gibst du Zahnpasta auf einen Pickel, kann es sein, dass sie diesen austrocknet, es kann aber auch sein, dass sie die Entzündung noch verschlimmert. Wie die Haut darauf reagiert, lässt sich kaum pauschal feststellen.

Sicher ist jedoch, dass Zahnpasta ein eindeutiges Potenzial hat, Pickel zu verschlimmern - vor allem, wenn Du sie regelmäßig anwendest.

Sicherheitshalber solltest du daher lieber Teebaumöl als Anti-Pickel-Tupfer verwenden.

3. Kokosöl verstopft die Poren

Kaum ein Öl ist in den vergangenen Jahren so gehyped worden wie Kokosöl. Ob als Wundermittel gegen trockenes und sprödes Haar, als Hautpflege oder gar als natürliches Deo, Kokosöl ist ein wahres Allroundtalent.

Und tatsächlich: Kokosöl ist reich an Vitamin E - einem sehr wichtigen Hautvitamin - es wirkt antiviral, antimikrobiell und auch antimykotisch. Was könnte man sich von einer Anti-Akne-Hautpflege mehr erwarten, oder?

Nun ja, leider hat das Ganze auch einen entscheidenden Nachteil. Kokosöl ist nämlich komedogen - das heißt, es verstopft die Poren und fördert somit die Entstehung von Mitessern und Pickeln.

Also: Finger weg von Kokosöl! Benutze stattdessen lieber andere Pflanzenöle, die nicht komedogen sind. Dazu zählen Hanföl, Arganöl und auch Wildrosenöl. Diese kannst Du auch bei Akne bedenkenlos zur Hautpflege verwenden.

4. Olivenöl kann Pickel verursachen

Mit Olivenöl verhält es sich ähnlich wie mit Kokosöl: Es kann ebenfalls die Poren verstopfen und somit Akne verschlimmern. Zwar ist Olivenöl etwas weniger komedogen - die Poren verstopfend - als Kokosöl, nichtsdestotrotz geht dennoch ein gewisses Risikopotenzial von diesem Öl aus.

Wie immer gilt jedoch auch hier: Jede Haut ist anders. Es kann sein, dass du Olivenöl und Cremes mit Olivenöl problemlos zur Hautpflege verwenden kannst, es ist jedoch auch möglich, dass deine Haut auf diese vermehrt mit Unreinheiten reagiert.

Willst du auf Nummer sicher gehen, solltest du daher weder Olivenöl pur noch Produkte mit Olivenöl für die Pflege deiner Haut verwenden.

Was bedeutet das für dich?

Hausmittel sind eine tolle Möglichkeit, deine Haut zu pflegen und ihr etwas Gutes zu tun. Gerade bei Akne solltest du jedoch besonders achtgeben, da einige Hausmittel Akne auch verschlimmern können.

Vorsicht ist bei Pflanzenölen geboten, denn einige davon können die Poren verstopfen und so Pickel richtig sprießen lassen.

Andere populäre Hausmittel wie Zitrone und Zahnpasta enthalten reizende Stoffe, die Entzündungen und Irritationen noch schlimmer machen können.

Aus diesen Gründen solltest du die hier erwähnten Hausmittel ganz aus deinem Pflegeplan streichen und durch sichere Alternativen wie Apfelessig, Grünen Tee, Zistrosentee, Teebaumöl, Hanföl, Arganöl und Wildrosenöl ersetzen.

Diese verschlimmern Akne garantiert nicht, sondern haben zahlreiche positive Eigenschaften, die Pickeln den Nährboden entziehen und deine Haut reiner machen.

Hast du schon einmal schlechte Erfahrungen mit Hausmitteln gemacht? Erzähle uns im Kommentarbereich davon und tausche dich mit anderen Lesern aus!

Quellen:

Ellsässer, Sabine. "Wirkstoffe in Kosmetika." Körperpflegekunde und Kosmetik: Ein Lehrbuch für die PTA-Ausbildung und die Beratung in der Apothekenpraxis (2008): 55-93.

Degitz, Klaus, and Hanns-Jürgen Krauß. Pathogenese, Klinik und Pharmakotherapie der Akne: mit 9 Tabellen;[in Bayreuth, Deggendorf, Kempten, München, Nürnberg, Regensburg, Rosenheim und Würzburg]. No. 69. Govi-Verlag Eschborn, 2004.

Bährle-Rapp, Marina. "Citrus aurantium var. amara." Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege. Springer Berlin Heidelberg, 2007. 115-116.

Bildquelle: Compfight.com / hans s / CC

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