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Babygeschrei: Warum Sie die Nerven nicht verlieren dürfen

02/11/2015 16:22 CET | Aktualisiert 02/11/2016 10:12 CET

9 Monate trug man dies kleine Wesen unter seinem Herzen und wenn es endlich da ist und man es in seinen Armen hält, ist man der glücklichste Mensch auf der Welt. Die Welt muss nun voller Sonnenschein bestehen, denn das Beste im Leben ist einem nun passiert.



Doch Babys sind anstrengend. Babys fordern und können sich einzig mit Schreien ausdrücken. Jedes Bedürfnis wird über Schreien mitgeteilt und anfangs erkennt man noch nicht, was welches Schreien bedeutet. Und manchmal, da hat man alle Bedürfnisse des Babys gestillt und das Schreien hört dennoch nicht auf. Man weiß nicht mehr weiter, das Kleine brüllt, hat vielleicht Koliken, wo man machtlos ist oder ist einfach ein Schreibaby, was Verspannungen hat oder oder oder. Die Möglichkeiten sind unendlich und man steht als Mama schlaflos und überfordert daneben.

Was nur tun?

Die Nerven liegen blank und da passiert es. Man will zurück brüllen, das Kind anschreien endlich aufzuhören und dabei schüttelt man es, damit es endlich mal ruhig ist.



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NIEMALS SCHÜTTELN


Das Schlimmste was man tun kann, ist hier die Nerven zu verlieren und das kleine Wesen zu schütteln. Dabei wird das Gehirn im Kopf des Säuglings ungeschützt gegen die Schädelinnenseiten geschlagen, was schlimme, nicht behebbare Folgen (Entwicklungsstörungen mit Seh-, Hör- und Sprachausfällen, körperliche und geistige Behinderungen, Verhaltensstörungen und Krampfleiden) nach sich ziehen kann sogar bis hin zum Tode des Babys.

Deswegen sind auch hastige Bewegungen ohne Halten des Kopfes zu vermeiden. Auch bei Kleinkindern kann Schütteln noch sehr gefährlich sein! Es sollte daher niemals geschüttelt werden!

Schütteln ist lebensgefährlich!


Aber beim Spielen muss man nun nicht voller Angst das Baby wie ein rohes Ei behandeln. Leichtes Schaukeln und auch mal ein ungeschickter Umgang führen nicht zu den beschriebenen Verletzungen!



Babys schreien immer aus Grund


Wenn ein Baby schreit, hat es immer einen Grund. Auch wenn man diesen nicht immer sofort erkennt.



Gesunde Babys schreien wenn sie

  • eine volle Windel haben
  • müde sind
  • Hunger haben
  • Mamas Nähe brauchen
  • Mamas Stimme hören wollen

Babygeschrei über 2 bis 3 Stunden am Tag ist vollkommen normal. Also insgesamt über den Tag verteilt zusammen addiert. Manchmal ist es aber auch mehr. Auch das ist normal. Schreit ein Baby deutlich länger, macht vielleicht sogar einen kränklichen Eindruck oder schreit so, dass man als Mama Angst bekommt, dann sollte umgehend ein Kinderart aufgesucht werden.

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Das Baby beruhigen


Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Baby zu beruhigen.

  • Auf den Arm nehmen und schaukeln oder herumlaufen
  • Sanft im Arm wiegen
  • Mit dem Baby auf dem Arm reden
  • Das Baby im Arm wiegen und dabei leise singen
  • Falls ein Kind einen Schnuller annimmt, diesen anbieten
  • Etwas zu trinken anbieten (Flasche / Brust)
  • Ab in den Kinderwagen und eine Runde spazieren gehen
  • Ins Babytuch hinein und mit Mama rumlaufen
  • Dem Papa mal das Baby zur Abwechslung geben
  • Sanft den Rücken des Babys streicheln
  • Sanft und rhythmisch auf den Popo klopfen
  • Eine Baby-App aktivieren, welche Föngeräusche abspielt (alternativ den Fön einschalten)

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Wenn die Nerven kurz vor dem Reißen sind


Wenn alles nicht hilft und man merkt, dass die Nerven blank liegen, sollte man das Baby auch wenn es schreit kurz ins Bettchen legen und hinaus gehen um sich eine kurze Auszeit zu gönnen und durchzuatmen. Dabei kann man gut eine Verwandte oder Freundin anrufen. Wenn man jemanden hat, den man um HIlfe bitten kann, sollte man diesen dazu holen und bitten die Betreuung des Babys kurz zu übernehmen, damit man sich beruhigen / erholen kann. Indem man ein wenig Distanz zum Baby bekommt, ist es leichter wieder "herunterzukommen".



Dieser Text erschien zuerst auf Mamaboxen.de.

© Fotos TaniaVdB / pixabay

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