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Was hilft wirklich gegen Rückenschmerzen

01/10/2017 11:37 CEST | Aktualisiert 01/10/2017 11:37 CEST
courtneyk via Getty Images

Ein Rücken der schmerzt, braucht moderate Bewegung statt Schonung und Bettruhe. Daher geht es von Beginn an um ein angemessenes Bewegungsprogramm. Was geht Ihnen in einer akuten Schmerz Phasen durch den Kopf?

Vielleicht "Bewegung ist das letzte was ich gerade brauche, ich kann ja kaum liegen" mag sein, dennoch möchte ich Dir Bewegung bereits in der akuten Schmerz Phase ans Herz liegen. Jede Form von Schonung wirkt wie Gift für ihren kranken Rücken, da dabei nicht nur die Anspannung zunimmt sondern auch die Muskulatur immer weiter verkümmert. Mit gezielten Mobilisationsübungen machen sie ihren Rücken nicht nur wieder fit und belastbar sie überlisten zudem ihre sensibilisierte Schmerzwahrnehmung weil sie ihrem Rücken im besten Sinne wieder mehr nutzen.

Oftmals entstehen Rückenschmerzen durch eine Verspannung der Muskulatur. Die Muskulatur ist an der schmerzenden Stelle zu schwach und neigt dazu einen zu hohen Tonus aufzubauen um die Belastungen, die auf den Rücken eintreffen abzufangen. Wenn wundert's! Wir sitzen heute ja hauptsächlich fast den ganzen Tag am Schreibtisch, ziehen die Schultern dabei hoch und strecken den Kopf nach vorn Richtung Bildschirm. Neulich erst habe ich den Spruch gehört: "Sitzen ist das neue Rauchen", jawohl hab ich mir da gedacht. Es entspricht der Wahrheit für die Meisten von uns!

Die Haupt-Problemzonen sind:

  • Schulter und Nackenmuskulatur
  • der Rückenstrecker im Lendenbereich
  • die Muskeln unterhalb des Schulterblatts.

Was tun?

Um die Negativspirale durchbrechen zu können müssen Sie in Bewegung kommen. Ohne Ihre Mitwirkung erzielen weder Ärzte noch Physiotherapeuten eine Besserung.

Wie?

Ja, tut mir Leid, ohne ein aktives "Tun" geht es leider nicht. Aber ich garantiere Dir, Du wirst ein angenehmeres, glücklicheres Leben führen wenn Du keine ständigen Schmerzen mehr hast! Oder gefällt Dir etwa die Vorstellung in ein paar Jahren vielleicht erste Wirbel versteift zu bekommen, somit noch unbeweglicher zu werden und in ein paar Jahren wie man es schon heute vielerorts sieht, alte Menschen am Rollator! Oh mein Gott... denke ich mir da immer, wenn ich so etwas sehe. Ich möchte so nicht leben müssen - Du bestimmt auch nicht. Also tue etwas! Das beste Mittel um fit, beweglich und schmerzfrei zu werden/bleiben ist YOGA.

Yoga ist in der westlichen Welt sehr populär geworden. In den modernen Großstädten scheint es ja schon zum guten Ton zu gehören, wenn man sagen kann:

„Ich mache jetzt Yoga".

Allerdings gibt es immer noch eine große Zahl an Menschen, die noch nie Yoga ausprobiert haben bzw. falsche Vorstellungen davon haben, was Yoga eigentlich ist. Viele denken, wenn sie Yoga hören an Räucherstäbchen, esoterische Mantra Gesänge und glauben, man müsse um mit Yoga zu starten besonders beweglich sein.

Yoga hat sehr viele Fassetten und Stilrichtungen die unterschiedlich geprägt worden sind. Die Beweggründe warum Menschen anfangen sich für den Yoga zu interessieren sind auch sehr unterschiedlich. Manche wünschen Sich mehr Ruhe und Entspannung, sie wollen lernen, wie sie besser mit dem hektischen Alltag klarkommen können. Manche wollen wieder beweglicher werden und sehr viele starten mit Yoga, weil sie Schulter-Nacken und/oder Rückenprobleme haben.

Ganz egal welcher der Beweggrund ist, wenn Du anfängst Yoga-Übungen zu praktizieren wirst du den wohltuenden Effekt schnell merken. Eine regelmäßige Übungspraxis ist dabei allerdings sehr wichtig. Bei mir ist es so, dass das tägliche Üben zur morgendlichen Routine geworden ist wie das duschen oder Zähneputzen. Auch ich, die nicht hauptsächlich im Sitzen arbeitet bekomme wenn ich aufhöre Yoga zu praktizieren, verspannte Schultern und Nacken! Wenn man, wie die meisten Menschen in unserer heutigen Gesellschaft den Großteil des Tages im Sitzen verbringt und evtl. auch nach Feierabend keinen sportlichen Ausgleich schafft, dann ist es eine logische Konsequenz, dass man körperliche Probleme bekommt.

Die Hauptgründe für Rückenleiden resultieren aus den folgen Punkten:

  • Bewegungsmangel
  • langes sitzen oder stehen
  • Ungesunde Ernährung
  • Stress

Ich möchte Dir jetzt einmal etwas genauer erklären, warum Yoga so gut für die Gesundheit deines Rückens ist.

Die Yogaübungen wirken immer auf allen Ebenen

  1. Der körperlichen
  2. der geistigen und mentalen Ebene
  3. der energetischen Ebene

Die Übungen sollen vor allem helfen den einseitigen Belastungen entgegenzuwirken denn sie sind es, die uns langfristig krankmachen. Sie stärken nicht nur die Muskulatur und steigern die Beweglichkeit, spezielle Yogaübungen für den Rücken wirken immer zweifach.

Wir bewegen die Muskeln und fördern dadurch die Durchblutung und sie kräftigen vor allem die ganz tief an der Wirbelsäule sitzende Haltemuskulatur. Damit baust Du bei regelmäßigem Training ein elastisches um spannkräftiges Muskelkorsett auf. Ganz nebenbei werden beim Yogatraining unsere Knochen und Gelenke, also auch die Wirbelsäule, gestärkt. Bei mangelnder Bewegung bauen Knochen und Knorpel ab, Muskeltraining hingegen regt den Knochenaufbau an, versorgt Knochen und Knorpel mit Nährstoffen. Damit ist ein regelmäßiges Yogatraining die beste Prophylaxe für Osteoporose.

Wenn die Schultern der Nacken oder der Rücken schmerzt, ist dies meist ein Signal für eine Verspannung. Die Muskulatur ist an der schmerzenden Stelle zu schwach, und neigt dazu, einen zu hohen Tonus aufzubauen, um die Belastungen die z.B: auf den Rücken einwirken abzufangen.

Diese Belastungen sind häufig durch zu langes Sitzen mit nach vorn hängenden Schultern zu einseitig. Die Betroffenen Muskeln versuchen die einseitige Belastung mit einem höheren Spannungsgrad auszugleichen. Nimmt jedoch die äußere Spannung zu, schaffen Sie das irgendwann nicht mehr.

Die Folge sind dann die Schmerzen. Ein Weg aus dieser Abwärtsspirale bietet nur die Mobilisation und Stärkung der von Schmerzen geplagten Muskelgruppen.

Die meisten Yogaübungen öffnen den Brustkorb und haben es immer zum Ziel, die Wirbelsäule aufzurichten und somit Raum für die Bandscheiben zu schaffen. Dadurch, dass beim Yoga viel Beachtung auf eine tiefe und langsame Atmung gelegt wird, werden auch die Zwischenrippenmuskeln gedehnt und es kann mehr Raum für Lunge und Herz entstehen. Alle Zellen des Körpers werden zusätzlich mit frischem Sauerstoff versorgt, und das Lungenvolumen wieder erweitert.

Allgemein kann man sagen, dass im Yoga der Körper in alle Richtungen gestreckt und gedehnt wird.

  1. Es gibt Vorbeugen, bei denen die Körperrückseite gedehnt wird
  2. Rückbeugen, bei denen die Körpervorderseite gedehnt wird und der Brustkorb geöffnet wird
  3. Seitliche Drehbewegungen (Twists), bei denen die Drehbewegung in der Brustwirbelsäule fokussiert wird

Wenn Du jetzt Lust bekommen hast, ein paar gute und einfache Yogaübungen für den Rücken auszuprobieren, dann schaue Dir die folgenden Übungen genauer an und probiere sie gleich aus! Sie sind sehr einfach und können auch von Anfängern ausgeführt werden. Also auf die Matte, fertig und los geht's. Zu den Übungen geht es hier:http://claudia-schnackenberg.de/die-besten-yogauebungen-gegen-rueckenschmerzen/

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