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Basisch Essen: Warum du stark säurebildende Lebensmittel meiden solltest

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TABLE WITH FOOD
Hinterhaus Productions via Getty Images
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Basisch essen? Was bedeutet das....
Du bist was Du isst heißt es doch so schön oder? Und wie sieht es mit Deiner Ernährung aus? Gehörst Du auch zu jenen, die sich wünschen etwas gesünder zu essen? Falls Du Dich oft müde und energielos fühlst obwohl Du lang genug geschlafen hast, solltest du aufmerksam werden und vielleicht Deine Ernährung überprüfen.

Man kann Lebensmittel in basisch und säurebildend unterteilen.

Zu den basischen Lebensmitteln gehören: viele Obst und Gemüsesorten, Milch (roh), Mandeln oder Gartenkräuter.

Säurespender sind z.B: Fleisch, Käse, Ei, Spargel, Quark und Vollwertgetreide (am wenigsten Säure liefern Dinkel, Hafer und Hirse)

Basisch essen ist wichtig, da das Verhältnis zwischen basisch und säurebildenden Lebensmitteln oft ins Ungleichgewicht kommt also zu viele säurebildende Lebensmittel zu sich genommen werden. Es kann dann im Laufe der Zeit zu einer Übersäuerung des Körpers kommen. Viele Menschen sind übersäuert, ohne dass sie davon wissen. Der Körper versucht über seine Puffersysteme Säuren permanent zu neutralisieren und damit die Gewebe in den optimales pH-Bereich zu bringen. Gelingt dies nicht, muss der Organismus die Säuren anderweitig unschädlich machen.

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Der Körper scheidet Säuren über folgende Wege aus:

  • Über die Verdauungsorgane helfen sich bei Säureüberlastung mit Durchfall und/oder Erbrechen
  • Über die Lunge kann vermehrt Kohlendioxid abgeatmed werden, der Geruch des Atems wird unangenehm säuerlich
  • Ein dritter Weg ist über die Haut. Bei einer Übersäuerung schwitzen wir vermehrt. Schweiß, der saurer als normal ist, riecht übler. Auf Dauer kann er auch die Haut angreifen und die Ursache von Ausschlägen sein

Wenn die Säurelast allerdings zu groß wird, sind unsere Puffer und Ausscheidungssysteme überfordert. Damit es nicht zu einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes kommt, behilft sich der Körper nun damit, die Säurereste aus dem Blut heraus in vorerst weniger gefährdeten Bereichen abzulagern. Hierfür bietet sich vor allem das Bindegewebe an. Bei einer erneuten Basenflut können diese dann als Schlacken wieder aus dem Gewebe herausgespühlt werden.

Ist unser Organismus allerdings latent übersäuert, setzen sich diese Schlacken im Gewebe fest. Sie behindert dort die Durchblutung, stören die Versorgung der Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff und somit entsteht der Boden für Beschwerden und Erkrankungen.

Auch die lästige Zellulite ist eine Folge einer solchen Verschlackung, die nämlich die elastischen Fasern des Bindegewebes schädigt! All die teuren Produkte der Kosmetikindustrie können da von außen vielleicht unterstützen aber die Zellulite kann nur durch basische Ernährung und Sport reguliert werden.

Die ersten Anzeichen einer Übersäuerung sind Beschwerden, die oft als Befindlichkeitsstörungen bezeichnet werden und denen noch kein Krankheitswert attestiert wird. Sie begleiten uns durch den Alltag, und manche Meschen kennen es gar nicht mehr, wirklich beschwerdefrei zu sein, sich voller Energie und rundum wohl zu fühlen.

Die ersten Anzeichen:

  • Eine erhöhte Körpertemperatur
  • Beschleunigter Puls
  • Erhöhter Blutdruck
  • Verspannte Muskelpartien
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Erschöpfungsgefühle
  • Konzentrationsprobleme
  • Diffuse Schmerzen

Die Folgen einer Übersäuerung äußern sich in Kopfschmerzen, starkem Schwitzen ohne erkennbaren Grund, Durchbutungsstörungen mit kalten Händen und Füßen.
Die Hautfarbe ist blass, Falten treten deutlich hervor. Verdauungsbeschwerden können zwischen Durchfällen und Verstopfung schwanken. Die Säuren schwächen auch das Immunsystem. Eine wichtige Abwehrarbeit, die unser Körper gegen Krankheitserreger und Schadstoffe leistet, läuft über die Haut und die Schleimhäute. Diese bilden die erste Barriere unseres angeborenen Immunsystems. Da ein Säure-Basen-Ungleichgewicht das Milieu verändert, funktioniert auch die Abwehr nicht mehr richtig. Bakterien, Viren, Pilze und Schadstoffe können den ersten Schutzwall leichter überwinden und in den Körper eindringen. Häufige Infektionen der Atemwege, Haut- und Bindehautentzündungen sowie Magen-Darm-Erkrankungen sind die Folge.

Wichtig zu beachten ist auch dass Stress mit dazu beiträgt, den Körper zu übersäuern!

Säuren rauben den Knochen Baustoffe:

Bei der Osteoporose ist der Stoffwechsel in den Knochen gestört. Es wird mehr Knochensubstanz ab-als aufgebaut. Dies führt zu einer Endmineralisierung der Knochen. Sie verlieren an Dichte, Festigkeit und Elastizität und brechen leichter. Osteoporose betrifft zu 80 % Frauen, insbesondere nach den Wechseljahren, wenn Die Produktion des Hormons Östrogen nachlässt. Die Knochen sind die Hauptlagerstätte für Kalzium. Ist der Stoffwechsel übersäuert, löst der Körper seine Mineraldepots und hier vor allem in den Knochen auf, um die Säuren zu neutralisieren.

Mehr zum Thema: Dieser völlig absurde Ernährungstrend zeigt, wie krank unsere Gesellschaft wirklich ist

Was Du aktiv unternehmen kannst um es nicht so weit kommen zu lassen:

Der erste und wichtigste Faktor ist dabei natürlich die Ernährung. Langfristig sollte man seine Ernährung überprüfen und die eigene Ernährung auf eine möglichst basische umstellen. Diese ist reich an lebenswichtigen Nährstoffen, Ballaststoffen und zudem kalorienarm.

Eine Tabelle mit einer Übersicht welche Lebensmittel basisch und welche säurebildend sind findest Du hier: http://wp.me/p8nH90-jz

Gegen die Übersäuerung antrinken

Ohne Wasser kein Leben! Unser Körper besteht zu etwa 70 % aus Wasser. Bei einem Gewicht von 60 Kg sind dies ca. 42 Liter. Wasser ist das Transportmittel für alle Substanzen, die für den Stoffwechsel gebraucht werden oder durch sie entstehen. Es bringt Nährstoffe und Sauerstoff zu jeder Zelle, schwemmt Schadstoffe, Säuren und Schlacken über Urin, Schweiß und Atmung aus und reguliert die Körpertemperatur.

Bewegung zur Entsäuerung

Je mehr Sauerstoff man einatmet, umso besser können Säuren und Schlacken im Gewebe verbrannt und ausgeschieden werden. Durch sitzende Tätigkeit und Bewegungsmangel ist jedoch unsere Atmung zu flach geworden und das Atemvolumen ist verringert. Auf Dauer leidet so die Fähigkeit des Körpers, Sauerstoff aufzunehmen. regelmäßiges sanften Ausdauertraining (Spazierengehen, Nordic-Walking, Radfahren, Schwimmen, Yoga) verbessert deutlich die Sauerstoffaufnahme und damit die Versorgung aller Organe und Gewebe. Weil Bewegung auch den Kreislauf und Durchblutung anregt, können Stoffwechselabbauprodukte (wieder) besser aus den Zellen abtransportiert werden.

Anti-Stress-Methoden zur Entsäuerung

Stress trägt zur Übersäuerung des Körpers bei. Bei starker Anspannung ist die Aktivität des sympathischen (unbewussten) Nervensystems im Körper erhöht. Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz, die Durchblutung der Muskulatur und Schweißdrüsentätigkeit nehmen zu, die Verdauung verlangsamt sich. Dieses dient dazu, den Körper auf Kampf oder Flucht vorzubereiten und ist ein Überbleibsel der Evolution. Früher in Zeiten der Säbelzahntiger war das auch überaus sinnvoll doch heutzutage im Großstadtdschungel macht die nutzlos mobilisierte aber nicht abgearbeitete Energie weniger Sinn. Am besten wäre es daher, wenn man es schafft Stress weitgehend zu vermeiden aber das ist natürlich ein schwieriges Unterfangen in unserer heutigen Welt.

Folgende Anti-Stress Taktiken können helfen:

  1. Yoga
  2. Atemtechniken
  3. Autogenes Training
  4. Leichte gymnastische Übungen
  5. Phantasieübungen
  6. Tiefenentspannung nach Jacobsen

In nächster Zeit werde ich noch mehr auf das Thema "Gesunde und basische Ernährung" eingehen. Wenn Dir der Beitrag gefallen hat, würde ich mich freuen wenn Du ihn teilst! Leite ihn an Freunde weiter und hinterlasse mir Deinen Kommentar!

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