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Global Innovation Index: Deutschland hat die Ideen - Andere setzen sie um

24/09/2015 20:23 CEST | Aktualisiert 24/09/2016 11:12 CEST
Thinkstock

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Was ist der Global Innovation Index?

Jahr für Jahr veröffentlichen die französische Business School INSTEAD, die Cornell University und die World Intellectual Property Organization der Vereinten Nationen (WIPO) gemeinsam den Global Innovation Index (GII), um die Innovationsfähigkeiten einzelner Länder zu messen.

An der Zahl sind es 141 Volkswirtschaften, denen aufgrund von 79 verschiedenen Indikatoren und dem damit gesammelten, umfangreichen Datenmaterial ein Platz in dem GII zugewiesen wird.

Der Global Innovation Index soll den Entscheidungsträgern der Länder zeigen, wie sie ihre wirtschaftlichen Entwicklungen und Innovationen weiter vorantreiben können, indem konkretisiert wird, in welchen Bereichen die einzelnen Volkswirtschaften noch Aufholbedarf haben.

Schweiz bleibt das innovativste Land

Bereits zum fünften Mal in Folge belegt die Schweiz die Spitzenposition des Global Innovation Index. Vor allem in den Bereichen kreativer Output, Wissen und Technologie sowie Reifegrad der Wirtschaft scheint die Alpenrepublik unantastbar zu sein.

Platz zwei und drei werden, wie auch im Vorjahr, von Schweden und Großbritannien verteidigt. Mit den Niederlanden auf dem viertel Rang hat Europa die Führung inne. Den fünften Platz hat sich mit den USA das erste nichteuropäische Land gesichert.

Deutschland hat zwar einen Rang gut gemacht, liegt aber immer noch außerhalb der Top Ten, auf Platz zwölf. Spitzenreiter im Plätze Hochklettern ist Tadschikistan. Ganze 23 Positionen hat sich das asiatische Land im Vergleich zum Vorjahr hochgearbeitet. Neben der Schweiz werden die Pole-Positions der verschiedenen Regionen von den USA, Chile, Israel, Mauritius, Indien und Singapur belegt.

Deutschland und die Innovation

Geht es um den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien, liegt Deutschland weltweit gut positioniert auf einem starken fünften Platz. Bei der Nutzung eben jener Technologien belegt unser Land jedoch nur Rang 24. Während mit 2,85 Prozent des Bruttoinlandsprodukts noch relativ viel in Forschung und Entwicklung investiert wird, hinkt Deutschland bei Bildungsausgaben hinterher. Auch bei Trainingsausgaben innerhalb eines Unternehmens herrscht Aufholbedarf.

Erschwertes Gründen in Deutschland

Wie man an den zahlreichen Patentanmeldungen sehen kann, mangelt es den Deutschen zwar nicht an Ideen, dafür aber an der Möglichkeit, diese umzusetzen. „Es werden viele Dinge in Deutschland erfunden, aber anderswo kommerzialisiert.", sagt Kai Engel, Partner von A. T. Kearney und Leiter des globalen Kompetenzteams Innovation, dazu.

Dies könnte unter anderem an den Hindernissen beim Gründen liegen. Weit abgeschlagen, auf Rang 93, hat sich Deutschland in Punkto „Einfachheit der Gründung eines Unternehmens" niedergelassen.

Bei der tatsächlichen Anzahl von Unternehmensgründungen je tausend Einwohner belegen wir mit Platz 59 eine zumindest etwas bessere Position.

Mehr dazu sehen Sie in der Infografik der World Intellectual Property Organization.

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