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15 Wahrheiten über frisch gebackene Eltern, die Ihnen keiner erzählt, wenn Sie schwanger sind

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Ich habe gute Freunde, die in den kommenden paar Monaten ihre ersten Babys erwarten, und ich freue mich so für sie. Ich halte aber auch den Mund - denn es gibt einige Wahrheiten darüber, ein Neugeborenes im Haus zu haben, die man Neu-Mamas schlicht nicht erzählen sollte. Es ist nicht nett, einer Person zusätzlich Stress zu machen, wenn ihr Körper aus den Fugen geraten ist und sie in Hormonen schwimmt.

Ich weiß nicht, ob das die richtige Vorgehensweise ist - aber aus meiner Sicht ist ein bisschen zu viel süßer Mythos dran an dem, was Mütter von Neugeborenen fühlen oder tun sollten. Ich weiß nicht, ob es mir geholfen hätte, oder ob ich nicht so schöne Wahrheiten zu schätzen gewusst hätte - aber vielleicht hätte ich mich ein bisschen weniger allein gefühlt.

Also, für jene, die es interessiert - unten stehen die Dinge, die ich (wahrscheinlich) gerne gewusst hätte, bevor ein Baby da ist. Wenn Sie es hingegen bevorzugen, sich jetzt nicht verrückt zu machen und lieber später wiederkommen - kein Problem. Ich meine, keine Sorge - Sie werden Ihren Job super machen! Gleichzeitig wird es einfach kein solches Kinderspiel, wie Sie vielleicht dachten.

1. Der Ablauf der Geburt liegt nicht in Ihrer Hand. Klar, es ist gut zu wissen, was Sie wollen und vorbereitet zu sein, aber knüpfen Sie nicht alle Ihre Hoffnungen und Träume daran, dass Ihr Kind unter ganz bestimmten Rahmenbedingungen geboren wird. Machen Sie alle Geburtspläne und gehen Sie zu allen Kursen, die Sie wollen, aber keine Frau kann Präeklampsie vorhersehen beziehungsweise verhindern, oder dass die Herzfrequenz des Babys auf einmal dramatisch wird, oder dass das Kleine plötzlich entscheidet, dass es eine Steißgeburt werden will. Ihr Kind kommt letztlich heraus - und das ist der entscheidende Teil.

2. Es ist ein grausamer Streich, dass Sie einen der schwierigsten Jobs Ihres Lebens beginnen, wenn Sie eigentlich Erholung am nötigsten haben. Wenn Leute Ihnen sagen, Sie sollen es langsam angehen - hören Sie ihnen zu, auch wenn jede Faser von Ihnen danach schreit, das Haus aufzuräumen.

3. Sie werden die Wäsche in absehbarer Zukunft niemals „fertig" haben. Es wird immer etwas geben, das gewaschen werden muss. Es einfach zu akzeptieren, ist die halbe Miete.

4. Das Gleiche gilt für das Geschirr (kann sein, dass sich das Problem verzögert, wenn Sie stillen - aber Obacht, wenn Sie auf Fläschchen umsteigen).

5. Sie werden realisieren, dass es Probleme gibt (wie etwa, das Kind zum Schlafen zu bringen), für die es keine Lösungen gibt - auch, wenn Ihnen dank all der Ratschläge von draußen fälschlicherweise das Gegenteil suggeriert wurde.

Dieser Frust - darüber, dass man dachte, man habe die Kontrolle, obwohl man sie gar nicht hat - ist (fast) genau so schlimm wie das Problem an sich.

6. Sie glauben vielleicht, dass Sie und Ihr Neugeborenes eine besondere Verbindung haben, und dass Sie einander aufgrund der Zeit, die es in Ihrem Bauch wuchs, kennen. Falls das stimmt - schön für Sie, aber es trifft nicht auf alle zu.

Sie sind erschöpft und haben keine Ahnung, was Sie tun. Das Baby ist erschöpft und hat keine Ahnung, was es tut - noch ist es in der Lage, irgendeine echte Art von Liebe oder Wertschätzung zu zeigen. Jeder springt Ihnen mit der Frage ins Gesicht, ob Sie sich auch total überwältigt fühlen von dem Leben, das Sie geschaffen haben, und Sie denken im Geheimen vielleicht „Nein, nicht wirklich, aber ich soll ja, also bin ich vielleicht furchtbar, wenn ich das nicht so empfinde".

7. Sie werden sich fragen, ob die Dinge zwischen Ihnen und Ihrem Partner jemals wieder normal sein werden. Sie werden mehr streiten, als Sie es je für möglich gehalten hätten.

8. Sie werden sich fragen, ob überhaupt irgendetwas jemals wieder normal wird - vom Schlaf über den Zustand Ihres Hauses bis hin dazu, wie sich Ihr Körper anfühlt.

9. Sie werden zu müde sein, um darüber zu grübeln, wie andere Leute Ihnen helfen können. Hier sind ein paar gute Ausgangspunkte:

- die Wäsche machen
- die Wäsche falten
- Lebensmittel für Sie einkaufen
- Geschirr wegräumen
- mit dem Hund spazieren gehen
- Essen mitbringen
- Klopapier mitbringen
- das Baby im Auge behalten, während Sie ein Nickerchen machen oder eine Runde allein spazieren gehen.

10. Auf diesem Spaziergang werden Sie darüber nachdenken, einfach immer weiterzulaufen und nie zurückzukommen.

11. Sie werden zu müde und durcheinander sein, um zu wissen, was Sie wollen oder brauchen. Alleine zu Hause zu sein, ist langweilig und einsam - und Leute dazuhaben, ist überfordernd, selbst in den allergünstigsten Situationen. Also weinen Sie.

12. Sie werden so unglaublich viel weinen.

13. Ihr Gesicht wird sich verändern. Sie werden älter aussehen. Glauben Sie es oder nicht, aber das muss nichts Schlechtes heißen.

14. Sie werden verstehen, warum manche Leute ihre Babys schütteln. Sie werden es - natürlich - nicht tun, aber Sie werden es gewissermaßen verstehen.

15. Sie werden schlussendlich ein Glück empfinden, das Sie noch nie empfunden haben, und all die Klischees des Elternseins verstehen. Diese Art der Freude stellt sich einfach nicht sofort ein, wenn Sie glauben, dass sie es müsste. Aber sie tut es.

Und es ist wichtig, mit einem positiven Punkt aufzuhören.

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