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Zur UN-Klimakonferenz: Von Flut bis Dürre - Tiere sind die traurigen Verlierer der extremen Klimaveränderungen

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Die Welttierschutzgesellschaft hat in diesem Jahr bereits mehrmals auf extreme Wetterereignisse reagiert - mit Soforthilfen, die das Leben tausender Nutztiere retteten und so auch die Regionen und ihre Bewohner vor noch schlimmeren Nöten bewahrten.

Aufgrund der globalen Erwärmung wird in den kommenden Jahrzehnten eine Zunahme extremer Wetterereignisse erwartet. „Dies ist eine sehr beunruhigende Vorstellung, wenn man bedenkt, welches Leid diese Katastrophen bereits heute bei Menschen und Tieren verursachen", erklärt Daniela Schrudde, fachliche Leiterin für Tierschutzarbeit der Welttierschutzgesellschaft.

Vor diesem Hintergrund fordert die Welttierschutzgesellschaft mit Blick auf die UN-Klimakonferenz in Bonn sowie die Koalitionsverhandlungen in Berlin eine konsequente Umsetzung der Klimaschutzziele: „Es erreichen uns immer mehr Rufe nach Nothilfe, die auf Extremwetter zurückzuführen sind. Im Sinne der vielen Millionen Nutztiere und der Menschen, die von der Gesundheit ihrer Tiere abhängen, müssen die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaschutzziele konsequent umgesetzt werden - auf nationaler wie internationaler Ebene", so Schrudde.

Beispiel Tansania: Dürre ohne Ende
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In vielen Regionen Tansanias ist die Dürre in diesem Jahr extrem. Weiden, auf denen Esel, Rinder und andere Nutztiere grasen können, sind kaum noch vorhanden. Gemeinsam mit der lokalen Organisation Tanzania Animals Protection Organization (TAPO) hat die Welttierschutzgesellschaft in der Region Shinyanga vielen hundert unterversorgten und geschwächten Tieren geholfen. Da ein Ende der Dürre nicht in Sicht ist, wird der Einsatz aktuell auf weitere Dörfer der Region ausgeweitet. Gleichzeitig setzt sich die Welttierschutzgesellschaft mit ihrem Partner, der Meru Animal Welfare Organisation (MAWO), dafür ein, dass die lokale Bevölkerung künftig besser auf derart extreme Ereignisse vorbereitet ist. So werden Präventionsmaßnahmen ergriffen und die Bevölkerung informiert, wie sie beispielsweise Gras zu Heu machen können. Ein weiterer Einsatz findet auf den Tiermärkten Zentral-Tansanias statt, wo gemeinsam mit der lokalen Organisation Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO) die Versorgung der geschwächten Tiere sichergestellt wird.

Beispiel Indien: Auf Hitze folgt Flut
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Erst die Hitze, dann gewaltige Regenmengen: Im ostindischen Bundesstaat Odisha wurden Ackerflächen, Ställe und sogar ganze Dörfer überschwemmt und zum Teil zerstört. Zehntausende Nutztiere waren von den Folgen betroffen. Um den unterernährten und erkrankten Tieren zu helfen, reisten ein Tierarzt und zwei tiermedizinische Assistenten unserer Partnerorganisation Action for Protection of Wild Animals (APOWA) in betroffene Dörfer. Sie kümmerten sich um Wunden und behandelten Krankheiten. Zudem erhielt jedes Dorf eine Ausstattung zur Erstversorgung der Tiere. Dadurch haben Tierhalter künftig die Möglichkeit, kleinere Verletzungen selbst zu versorgen, wenn kein Tierarzt verfügbar ist.

Weitere Informationen:

https://welttierschutz.org/soforthilfe/duerre-in-tansania/
https://welttierschutz.org/soforthilfe/flut-in-indien/

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