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Spectre-Countdown (4): Der große James-Bond-Rückblick - Timothy Dalton

25/10/2015 13:32 CET | Aktualisiert 25/10/2016 11:12 CEST

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Timothy Dalton als James Bond 007, wikimedia

Nach Teil 1, Teil2, Teil 3 nun Teil 4 der großen James-Bond-Filmrückschau. Die Zeit des fast vergessenen Timothy Dalton, der 1987 für einen halbherzigen Neuanfang im Franchise sorgte. Der Shakespeare-Mime spaltete die Fangemeinde und konnte das breite Publikum nicht überzeugen.

15.) Im Angesichts des Todes (1985)

Die Fakten: Regie: John Glen; Produktion: Albert R. Broccoli/Michael G. Wilson; Buch: Richard Maibaum, Michael G. Wilson; Kamera: Alan Hume.

Der Inhalt: Diesmal hat es Bond mit einem pferdeverrückten Großindustriellen zu tun. Max Zorin möchte Silicon Valley zerstören, um mit den von ihm produzierten Microchips den Weltmarkt komplett zu beherrschen. In letzter Minute kann Bond in einer nahegelegenen Mine eine Explosion einer Bombe verhindern, die eine Überschwemmungskatastrophe ausgelöst hätte.

Der bondigste Moment: Der Zweikampf zwischen Bond und Zorin auf der Golden Gate Bridge in San Francisco.

Das Zitat: „Nichts kann es mehr aufhalten. Die größte Sintflut der Menschheit" (Max Zorin)

Die Wertung: Die zeitgemäße Kopie des Goldfinger-Plots punktet mit einem großartigen Bösewicht und dem wahnsinnig gut eingefangenen Finale auf der Golden Gate Bridge. Dazwischen liegt guter Bonddurchschnitt, und ein sichtlich gealteter Moore, dessen Glaubwürdigkeit als führender Womanizer der freien Welt für jeden sichtbar leidet. Wobei der Flirt mit dem grotesken Kampfschwein Grace Jones eher Mitleid als Neid beim Zuschauer hervorruft . Da auch die Doubles gefühlt mehr Auftritte hatten als der Star, war es für Moore allerhöchste Zeit, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen.

15.) Der Hauch des Todes (1987)

Die Fakten: Regie: John Glen; Produktion: Albert R. Broccoli/Michael G. Wilson; Buch: Richard Maibaum, Michael G. Wilson; Kamera: Alec Mills.

Der Inhalt: Der britische Geheimndienst verhilft dem russischen Agenten Koskov von der CSSR aus zur Flucht in den Westen. Nach einer vermeintlichen gewalttätigen Rückführung Koskovs durch den KGB stellt Bond fest, dass Koskov ein doppeltes Spiel gespielt hat und mit üblen Drogen- und Waffenschmugglern zusammenarbeitet. Bond wird nach Afghanistan entführt.

Der bondigste Moment: Bond flieht mit Kara über eine Schneepiste auf einem Geigenkoffer nach Österreich.

Das Zitat: „Er hat sein Waterloo gefunden" (Bond zum Tod von Whitaker)

Die Wertung: Ein guter Einstieg für den neuen walisischen Bonddarsteller. Daltons sichtbares Bemühen um mehr Ernsthaftigkeit und Härte wird immer konterkariert durch die bewährten comichaften Zuspitzungen und Standards. Trotzdem der  sehenswerteste Beitrag der eher innovationsarmen 1980er-Bondjahre. Insbesondere Henchmen und Score ragen heraus. If there was a man.

15.) Lizenz zum Töten (1989)

Die Fakten: Regie: John Glen; Produktion: Albert R. Broccoli/Michael G. Wilson; Buch: Richard Maibaum, Michael G. Wilson; Kamera: Alec Mills.

Der Inhalt: Der erfolgreiche Coup von Mi6 und CIA in Person von Bond und Leiter, den Drogenboss Sanchez dingfest zu machen, endet in einer Katastrophe: Nach seiner Befreiung tötet Sanchez  Leiters Ehefrau und verletzt diesen schwer. Bond ist tief getroffen von dem Schicksal seines Freundes und lässt sich von nun an auch von seinen Vorgesetzten nicht von seinem Weg abbringen. Ein blutiger Rachefeldzug beginnt.

Der bondigste Moment: Bond gelingt mit Wasserski spektakulär die Flucht vor seinen Feinden.

Das Zitat: „Ich bin mehr ein Problembeseitiger" (Bond auf die Frage, ob er ein Problemlöser sei)

Die Wertung: Der zornige, emotionale Rachetrip von Bond auf eigener Faust spaltete die Bond-Gemeinde. Jubelte die Einen über den vermeintlich echten dunklen Bond, fehlten den Anderen jedweder Charme und Flair. Und tatsächlich wirkt Bond durch die verstörende Gewalt wie ein billiger amerikanischer Schläger. So sahen es auf jeden Fall viele Zuschauer - und blieben weg. Die Zeit war für diesen Craig-Vorschmecker noch nicht gekommen.

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