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Was ich als Minimalist nicht besitze und was ich stattdessen habe

Veröffentlicht: Aktualisiert:
YOUNG MAN HAPPINESS
Emil Von Maltitz via Getty Images
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„Bevor man etwas brennend begehrt, sollte man das GlĂŒck dessen prĂŒfen, der es bereits besitzt." (François de La Rochefoucauld)

„Das wĂŒrde ich mir nicht trauen."

Seit ich online und offline verkĂŒnde, dass ich diesen Sommer vier Monate auf dem Jakobsweg gehen werde, höre ich immer wieder Ă€hnliche Fragen und Bemerkungen: „Wie kannst du dir das nur leisten?", „Das ist auch ein Traum von mir. Aber [...]", „Warum fliegst du nicht nach Spanien?", „Ich hĂ€tte keine Lust, mir einem schweren Rucksack durch die Gegend zu laufen", „Warum kannst du dir einfach vier Monate freinehmen?", „Das wĂŒrde ich mir nicht trauen."

Meine Antwort war stets die gleiche: Ich versuche, als Minimalist zu leben. FĂŒr mich heißt das, möglichst auf Ballast zu verzichten. Unter Ballast verstehe ich nicht nur unnötige Dinge, sondern auch vermeintliche Verpflichtungen, negative Gedanken und zwischenmenschliche Beziehungen, die einem nicht gut tun.

Bei einem dieser GesprÀche kam mir die Idee, all das niederzuschreiben, was ich als Minimalist nicht besitze und was ich stattdessen habe.
Was ich als Minimalist nicht (mehr) besitze

  • Keinen Beruf ... stattdessen meine Berufung als Blogger und Autor.
  • Keinen vollen Terminkalender ... stattdessen wenige Termine, auf die ich mich meist freue.
  • Keine ewig langen To-do-Listen ... stattdessen zwei oder drei To-dos pro Tag.
  • Kein stĂ€ndiges Multitasking ... stattdessen Achtsamkeit und Fokus.
  • Kein Chaos im E-Mail-Postfach ... stattdessen eine minimalistische E-Mail-Routine.
  • Keine Überstunden am Schreibtisch ... stattdessen Stunden in der Natur.
  • Kein Auto ... stattdessen eine Bahncard, ein Bike und zwei Beine.
  • Keine 4.000 CDs und LPs mehr ... stattdessen Streaming in CD-QualitĂ€t.
  • Keine Regale voller BĂŒcher ... stattdessen zwei oder drei BĂŒcher aus der BĂŒcherei.
  • Kein Mineralwasser aus Plastik- oder Glasflaschen ... stattdessen Leitungswasser.
  • Keinen Fast Food ... stattdessen Slow Food, das ich am liebsten selber koche.
  • Keine Vereinsmitgliedschaften ... stattdessen meine vegane Wandergruppe.
  • Keinen riesigen Freundes- und Bekanntenkreis ... stattdessen ein paar gute Freunde.
  • Keinen Fernseher ... stattdessen Zeit, um mit Freunden ins Kino, auf Konzerte oder in eine Kneipe zu gehen.
  • Keine Fernreisen mit dem Flugzeug ... stattdessen wochenlange Fernwanderungen.
  • Keinen schweren und großen Rucksack auf diesen Fernwanderungen ... stattdessen einen 8 Kilogramm leichten und 32 Liter kleinen Rucksack.
  • Keine Angst vor Verlust und Scheitern ... stattdessen Mut, etwas Neues auszuprobieren.

Der Beitrag erschien ursprĂŒnglich auf Einfach Bewusst.

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Das grĂ¶ĂŸte Auto, das neueste Smartphone, die teuerste Wohung... Hauptsache mehr, viel und teuer. FĂŒr viele Menschen mag das die ErfĂŒllung des Lebens sein, doch es gibt auch eine Gruppe, die das ganz anders sieht.

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