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Täglich 10.000 Schritte für ein einfach bewusstes Leben

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WALKING
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Ich bin der Meinung, dass alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge ... Sowie man im Wagen sitzt, hat man sich sogleich einige Grade von der ursprünglichen Humanität entfernt ... Fahren zeigt Ohnmacht, Gehen Kraft." (Johann Gottfried Seume, 1763 - 1810)

Wir gehen immer weniger. Computerarbeitsplätze, Fernseher und Motorisierung haben uns zu Bewegungsmuffeln gemacht. Lieschen Müller oder Max Mustermann, der deutsche Durchschnittsmensch also, kommt nur noch auf 1.000 Schritte pro Tag. Körperliche Aktivität ist aber für unsere Gesundheit sehr wichtig. Bewegungsmangel gilt noch vor dem Rauchen und der schlechten Ernährung als die häufigste Ursache für Krankheiten.

Um körperlich aktiver zu sein, muss man sich nicht unbedingt im Fitnessstudio anmelden oder die Laufschuhe schnüren. Gehen, die minimalistischste Art der Fortbewegung, tut es auch. Das Schöne daran ist, dass das Gehen ganz einfach in den Alltag integriert werden kann.

Bereits 2008 hat die Charité Ambulanz für Prävention und Integrative Medizin das Projekt „10.000 Schritte im Land der Ideen - Kluge Köpfe laufen" ins Leben gerufen. Auch viele Sportmediziner und die Weltgesundheitsorganisation empfehlen täglich mindestens 10.000 Schritte zu machen.

Warum man täglich 10.000 Schritte machen sollte

Körperlich aktiv zu sein, bedeutet einfach und bewusst zu leben. Das viele Gehen führt zu einer Win-Win-Situation, bei der man selbst, seine Mitmenschen und die Umwelt langfristig profitieren:

  • Verhindert Krankheiten wie z. B. Herz-Kreislauferkrankung, Rückenschmerzen, Diabetes mellitus, Krebs, Arthrose, Osteoporose, Allergien und Depressionen.
  • Heilt oder lindert diese Krankheiten.
  • Beugt Übergewicht vor bzw. hilft beim Abnehmen.
  • Steigert das Wohlbefinden und Selbstvertrauen.
  • Verbessert die Leistungsfähigkeit und Fitness.
  • Sorgt für einen guten Schlaf.
  • Hilft Geld zu sparen, da Auto und öffentliche Verkehrsmittel weniger benutzt werden.
  • Entlastet die Gesellschaft, da sie sich um weniger Kranke kümmern muss.
  • Trägt zum Umweltschutz bei, indem fast keine Ressourcen verbraucht und Emissionen verursacht werden.
  • Verringert den Lärm, denn schließlich ist das Gehen die leiseste Fortbewegungsart.

Wie man es schafft, täglich 10.000 Schritte zu machen

10.000 Schritte ergeben bei den meisten Menschen eine Strecke von fünf bis acht Kilometern. Das sollte doch zu schaffen sein! Jeder Tag bietet eine Menge Bewegungsmöglichkeiten. Mit ein paar Tricks kann man das Pensum gut in den Alltag integrieren:

  • Das Auto zumindest auf Kurzstrecken stehen lassen.
  • Ein paar Bus-/U-Bahn-/S-Bahn-Haltestellen vor dem Ziel aussteigen und den Rest laufen.
  • Rolltreppe und Fahrstuhl meiden, stattdessen die Treppe nehmen.
  • Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. 30 Minuten im Sattel wird mit 3.000 Schritten belohnt.
  • In der Mittagspause eine Runde um den Block laufen, anstelle am PC zu surfen.
  • Im Büro mindestens einmal pro Stunde aufstehen und sich etwas Bewegung verschaffen.
  • Den Arbeitskollegen nicht anrufen, sondern persönlich bei ihm vorbeischauen.
  • Zu Fuß zum Einkaufen gehen. Hat man viele Einkäufe, geht man zweimal.
  • Einen Abendspaziergang machen.
  • Am Wochenende ausgiebig wandern. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.

Wem es schwer fällt, sich zu motivieren, kann mit einem Schrittezähler oder Pedometer die Anzahl seiner Schritte kontrollieren. Das Gerät gibt in der Regel auch an, wie viele Kilometer dies entspricht. Hierfür muss nur die individuelle Schrittlänge gespeichert werden. Als zusätzliche Motivation kann ein Schritte-Tagebuch oder eine Schritte-Liste geführt werden.

Schaffst Du täglich 10.000 Schritte oder mehr? Welchen Sport betreibst Du, um fit zu bleiben?

Der Beitrag erschien ursprünglich auf Einfach Bewusst.

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