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So ist Muttersein wirklich: 10 Dinge, die Ihnen andere Mütter nicht sagen - ich aber schon

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Vor elf Jahren wurde ich aus heiterem Himmel von den Wahrheiten getroffen, die sich offenbaren, wenn man Mitglied im Mami-Club wird. Als diese Wahrheiten immer offensichtlicher wurden, fühlte ich mich manchmal, als würden die anderen Mütter, die diese grundsätzlichen Wahrheiten schon kannten, hinter ihrem Spind grinsen und flüstern.

Sie sagten: „Guck dir die Arme an ... Awww, sie hat gerade herausgefunden, dass sie niemals mehr schlafen wird", und „Muhahaha, sie glaubt, Bauchpressen bringen ihre Bauchmuskeln zurück ... dummes, dummes Mädchen."

Zugegebenermaßen bin ich dem „Club" ziemlich schlecht informiert beigetreten, aber ich kann nicht die Einzige sein, die geschockt und entsetzt ist, herauszufinden, dass ihre Kinder sie beim Pinkeln beobachten.

Das führt mich zu der Liste der Dinge, die SIE - die Mütter, die hinter den Spinden kichern - Ihnen nicht erzählt haben, bevor Sie geschwängert wurden.

Diese Liste ist zusammengestellt aus Erfahrungen in 11 Jahren voller Kleinkind-Pattsituationen, verschwundener Schulklamotten, 6 Millionen Meilen Fahrerei und 962 schlaflosen Nächten.

Die Wahrheiten, die ich hier nenne, sind Leckerbissen der Kategorie „Wenn Du diese Dinge nicht vorher weißt, machst du dich total zum Affen."

Ähem.

(Gern geschehen.)

1. Es gibt nicht eine einzige Mutter auf diesem Planeten, die weiß, was sie tut.

Nicht eine. Jede einzelne Mutter denkt es sich im laufenden Geschäft aus und hofft das Beste. Das ist nicht gelogen. Und WENN eine Mutter behauptet, sie wüsste, was sie tut, lügt sie und Sie sollten nicht mit ihr befreundet sein. Ausnahme von dieser Regel: Mami-Bloggerinnen (ähem).

2. Sie werden wieder schlafen, aber es wird nie mehr das Gleiche sein.

Für den Rest Ihres Lebens werden Sie mit einem Ohr an der Tür schlafen, und Sie werden in der Lage sein, die nächtlichen Vorgänge in Ihrem Haus besser wahrzunehmen als jeder CIA-Agent mit einer Nachtsicht-Brille. Mit geschlossenen Augen und mitten im REM-Schlaf werden Sie wissen, dass Ihr Sohn schlafwandelt und Ihre Tochter ein Schmerzmittel braucht. Es ist ein wirklich unfassbares Phänomen.

3. Krankheitsbedingte Auszeiten - das funktioniert nicht.

Sie werden Unterlagen mit dem Kopf im Klo unterschreiben, Sie werden, nach einer Mund-OP, mit Schmerzmitteln gedopt, Events planen und Sie werden einen Mann haben, der Sie bittet, die Wäsche zu machen, wenn Sie mit Grippe halbtot auf dem Boden liegen. Das Management schert sich KEIN BISSCHEN um Ihre Gesundheit. Es ist besser, sich damit jetzt abzufinden.


4. Freunden Sie sich mit Müttern an, die Sie verstehen.

Sehen Sie sich ruhig nach Schicksalsgenossinnen um, aber achten Sie darauf, die eine Mutter zu finden, die Sie alles über Ihre Kinder sagen lässt und Sie nicht verurteilt. Fragen Sie sie im Gespräch, ob sie als Mutter weiß, was sie tut. Wenn sie ja sagt - lassen Sie sie fallen wie eine heiße Kartoffel. Wenn Sie sagt, „um Gottes willen, nein!", schnappen Sie sie sich, halten Sie an ihr fest und trinken Sie mit ihr Wein, wann immer Sie können. Und rufen Sie sie an den schlechten Tagen an. Wenn Sie jedes Mal antwortet, ist sie eine Freundin fürs Leben.


5. Sex wird gelegentlich zu einer lästigen Pflicht.

Noch eine Sache auf der To-do-Liste, die niemals endet. Sex landet auf der Liste irgendwo zwischen „Bastle Hello-Kitty-Sachen" und „Leere die Geschirrspülmaschine". Schieben Sie ihn aus naheliegenden Gründen ein, und weil es wichtig ist, die Verbindung zu Ihrem Partner wiederherzustellen. Falls es eine Wahl ist zwischen „Habe Sex" oder „Falte die Wäsche" : Denken Sie daran, dass der Stapel Wäsche am nächsten Morgen, am nächsten Tag und nächsten Dienstag noch genauso aussehen wird. Aber Ihre Beziehung vielleicht nicht, wenn Sie sie nicht pflegen. Und es ist okay, wenn Sie währenddessen an die Hello-Kitty-Sachen denken ... Hey, wir sind Mütter, wir multitasken.

6. Wenn Sie Ihr Kleines erstmals nach Hause bringen, seien Sie vorbereitet: Es kann sein, dass Sie es anfangs nicht mögen.

Natürlich werden Sie es lieben und denken, dass das Wunder des Lebens unglaublich ist und all das Zeug, aber diese ersten Tage sind einfach nacktes Ausprobieren. In einem gewaltigen Sturzflug kommt dieses Bündel in Ihr Leben und ruiniert Ihnen die Aussicht auf einen schnellen Kaffee bei Dunkin' Donuts. Alles wird schwieriger, und gewissermaßen ist es ihre Schuld.

Sie werden sich dann irgendwann schon eingrooven, aber es ist okay, zuzugeben, dass Sie Ihr neues Leben nicht mögen. Und wenn Sie es laut sagen, sind Sie todsicher eine von denen, mit denen ich mich sofort anfreunden möchte.

7. Sie werden zum Lügner.

Sie lügen in Sachen Nikolaus, Zahnfee, Osterhase und in allen „magischen" Angelegenheiten. Sie stricken komplizierte Lügen, um zu erklären, wie der Weihnachtsmann ins Haus kommt, oder wie das riesige Nagetier all die Süßigkeiten im Haus verteilt hat. Sie werden zum Fachmann dafür, Ihre Kinder frech anzulügen, während Sie von ihnen totale Ehrlichkeit erwarten.

8. Jedes einzelne Produkt auf dem Markt kann Ihr Kind verletzen, wenn Sie den Hype glauben.

Die Chemikalie BPA, genetisch veränderte Organismen, Freilandhaltung - jeder hat eine Meinung dazu. Nehmen Sie noch Pestizide, Blei und Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt hinzu und Sie haben ein völlig verrücktes, verwirrendes Umfeld, in dem Sie gesunde Kinder großziehen wollen.

Tun Sie das Beste, das Sie können - sparen Sie sich das Urteil der anderen und bedenken Sie Punkt 1. Niemand weiß, wovon er redet, und nur Sie wissen, was für Ihre Familie richtig ist. Und wenn Leute Sie danach beurteilen, dass Sie ab und zu ungesundes Zeug essen - was soll's.

9. Alle Sorten Lycra, Push-Ups und Spanx werden zu unabkömmlichen Bestandteilen Ihrer Garderobe.

Unterwäsche wird nach der Geburt eines Kinder nicht mehr nach den Kategorien „Spitze" und „sexy" ausgewählt, sondern nach Begriffen wie „robust " und „stützend". Fall abgeschlossen. Außerdem werden Yoga-Hosen zu einem Teil Ihrer Garderobe, und Wörter wie „elastischer Hosenbund" werden Ihre Lippen verlassen.

Es wird Ihnen widerstreben, Sachen mit Knopfleiste vorne anzuziehen, und Sie werden sich nicht mehr über die mokieren, die Leggings tragen - weil Sie es selbst tun. Nehmen Sie diese neue Garderobenwahl als eine Chance an, sich um einen Körper zu kümmern, der menschliche Wesen hervorgebracht hat, und tragen Sie Spanx mit Stolz.

10. Sie werden Ihren Job als Mutter gut machen - und Sie werden das Kind nicht allzu sehr versauen.

Sie werden Fehler machen, und es wird Stunden geben, in denen Sie total überzeugt sind, dass Ihr Kind eine Therapie brauchen wird, um geradezubiegen, was Sie falsch gemacht haben. Tun Sie einfach das Beste, das Sie können, mit den Begabungen, die Sie haben, und alles wird gut. Und selbst wenn Ihren Kindern nicht gefällt, wie Sie Ihren Job machen - wenn sie erwachsen sind, können sie nach Herzenslust ihre eigenen Kinder versauen. Fürs Erste ist der entscheidende Satz aber: „Ich bin die Mama - deshalb."

Natürlich ist das keine allumfängliche, alles-inklusive-Liste. Ich bin sicher, ich habe ein paar Wahrheiten ausgelassen oder vergessen, etwas zu erwähnen, aber eines ist sicher: Diese Mutter hier wird niemals hinter Ihrem Rücken kichern. Nope. Ich packe Sie am Arm, setze mich hin und sage: „Schätzchen, wir müssen reden." Und dann schenke ich Ihnen ein großes Glas Wein ein, während Sie die Wahrheit verdauen.

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