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Appeasement am Ende! USA will das aggressive iranische Regime stoppen

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Syrien, Iran, Irak, - Ist die humanitäre Krise,
die politische und militärische Lage noch unter Kontrolle?

Die Ereignisse in der Region des erweiterten Nahen Ostens, von Iran bis Libanon, von Libyen bis Jemen haben eine Krisenregion geschaffen und eine Humanitäre Katastrophe größten Ausmaßes heraufbeschworen. Hunderttausende Tote und Millionen Flüchtlinge sind das Ergebnis. Ist die Situation außer Kontrolle geraten? Droht ein noch größerer Krieg um die Region?
Die vom Iran ausgegangene Machtergreifung des Staates in 1980 durch den politischen islamischen Fundamentalismus hat mit verschiedenen Ausformungen des „Gottesstaates" die ganze Region erfasst und destabilisiert. Der Iran ist ein aggressives und hegemoniales Machtgebielde, dass dringend gestoppt werden muss.
Der „arabische Frühling" wurde vor Jahren von der iranischen Führung in einen islamischen Frühling umgedeutet und durch Stärkung dijadistischer Terrorgruppen verbreitet. Das anfangs demokratische Aufbegehren der Bewegungen im Iran, 2009 bis hin zu den syrischen Aufständen und den Umstützen im Libyen und Jemen wurde mit staatlicher Gewalt oder durch so genannte Rebellen in eine brutale Repression verwandelt und stärkte die Ausbreitung dijadistischen Terrors so genannter Vertreter von Gottesstaaten. Im Kampf um die Hegemonialmacht verstiegen sich die Golfstaaten in die anfängliche Unterstützung von Dijadisten und der Iran profitierte von seiner angeblichen Unterstützung der „Allianz" gegen den Terrorismus, den er doch selbst geschürt hatte.
Der Westen und besonders die USA verhielten sich angesichts der Entwicklungen von 2009 bis heute eher zögerlich. Den demokratischen Bewegungen wurde keine wirkungsvolle Unterstützung gewährt, durch Abwarten wurden die Radikalisierung und das Erstarken des Terrors begünstigt. Die Kontrolle entgleitete allen staatlichen Akteuren bis Russland eingriff; Assad überlebt dank der Hisbollah, dem Iran und Russland, die irakische Regierung überlebt dank der alliierten Militärschläge, den kurdischen Bodentruppen, dem Iran und seinen verbündeten schiitischen Milizen.
Die USA sind noch an der Seite der Kurden, um die ISIS zu besiegen, aber schon wendet sich die neue Allianz aus Türkei, Russland und Iran gegen die Kurden im Irak und Syrien. Die Türkei umstellt den kurdische Afrin und bedroht damit die autonome Existenz Rojava`s, die iranischen Milizen und irakischen Truppen umstellen Kirkuk und bedrohen somit die kurdischen Siedlungsgebiete im Irak.
Keiner weis genau, wie die Unterstützung der USA für die Kurden weitergeht, aber es ist zu befürchten, dass die Kurden im Irak und in Syrien wieder einmal alleine gelassen werden. Allein Israel hat bisher die Kurden offen unterstützt. Die westlichen Demokratien haben sich schon längst mit der Hegemonialmacht Iran abgefunden und haben auch realistischer Weise kaum Mittel, militärisch einzugreifen und als neue Ordnungsmacht aufzutreten.
Nur die USA sind in der Lage, die Entwicklung zu stoppen oder zumindest zu ändern. In diesem Sinn ist die gerade von Trump und dem Kongress in Gang gesetzte Iranpolitik erklärlich und auch verständlich.
Nur Härte, wirtschaftlicher Druck und die Angst vor dem Scheitern bringt das Regime an den Verhandlungstisch. Die Sanktionierung der Revolutionsgarden muss Vorrang haben, den Sie beherrschen die wirtschaftlichen Strukturen und das militärische Aggressionspotenzial im und außerhalb des Iran.
Wenn den aggressiven Kräften des Iran, besonders beim Aufbau eines südlichen Korridors Richtung Israel und der Beherrschung der Machtzentren in Syrien, nicht Einhalt geboten wird, steht nach der Vernichtung der Kurden im Norden einem Angriff auf Israel nichts mehr im Wege.
Russland wird akzeptieren, dass sich der Staat Israel genau dagegen mit Unterstützung der USA wehren wird.
Der Ausweitung und Implementierung neuer harter Sanktionen ist also nicht zu widersprechen, denn nur sie zwingen den Iran , seine verbündeten Terroreinheiten, das irakische und syrische Regime zur Mäßigung und Umkehr.
Das hilft nicht nur der Region und beendet möglicherweise die humanitäre Katastrophe, sondern hilft auch dem geschundenen iranische Volk.