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Führungskompetenz Merkmale

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Führungskompetenzen sind die Eigenschaften einer starken Führung. "Bin ich in der Lage, diese Position gewissenhaft auszufüllen?", sollte sich mit Verlaub jedes Alphatier einer Organisation fragen.

Was also befähigt Sie, zu führen?

Ist es Ihr Arsenal an Führungsinstrumenten, die Sie in einer Weiterbildung erlernt haben? Haben Sie eine Begabung, Mitarbeitergespräche persönlich zu gestalten oder haben Sie genügend Erfahrung darin, Ihre Mitarbeiter zu führen? All diese Bestandteile können Sie zur Teamführung befähigen.

Eine der zentralen Schlüsselkompetenzen einer erfolgreichen Führungskraft ist Menschlichkeit(!). Es bedeutet, dass Sie zu Ihren Mitarbeitern so sind, wie Eltern zu ihren Kindern. Sie beschützen Ihren Nachwuchs, sind für ihn da und fördern seine Stärken. Denn dann sind Kinder stolz auf ihre Eltern und sagen zurecht: Das sind meine Eltern!

Sie fühlen sich dabei nicht zweitrangig, weil sie nicht das Gefühl haben, dass sie nur die Kinder sind. Natürlich tragen Eltern mehr Verantwortung, als es die Kinder tun und dennoch begegnen sie sich auf Augenhöhe.

Gibt es für Sie als Führungskraft ein größeres Kompliment, als wenn einer - oder auch gern mehrere - aus Ihrem Team voller Stolz sagen, dass Sie ihr Chef sind? Ein Vorgesetzter, der sie beschützt, für sie da ist und sie in ihren Stärken unterstützt.

Ganzheitlich zu führen, können Sie lernen

Ein brillanter Anführer wird nicht geboren, er entwickelt sich und lernt im Laufe der Zeit dazu. Es geht darum, die Werte einer besagten Führungsrolle zu verkörpern, nicht nur Theorie aus Seminaren auswendig zu lernen und anzuwenden, ohne dies zu hinterfragen.

Dazu gehören Soft Skills, wie Sie sie nur im täglichen Umgang mit anderen erfahren können: Emotionale Kompetenz, Vertrauen aufbauen und behalten(!), Motivation; Seine Mitarbeiter führen, Blockaden lösen und Vorbild sein. Recht viele Aufgaben für nur eine Person, nicht wahr?

Eines dürfen Sie als Manager nie machen: Aufhören, zu lernen.

"Dummheit ist nicht "wenig wissen", auch nicht "wenig wissen wollen", Dummheit ist "glauben, genug zu wissen"." - Konfuzius

Sie werden im Laufe Ihrer Karriere feststellen, was früher funktioniert hatte, jetzt nicht mehr funktioniert. Je nach Umgebung, in der Sie sich befinden, sollten Sie sich anpassen. Das bedeutet nicht, dass Sie sich und Ihre Überzeugungen aufgeben, sondern vielmehr den Spagat meistern. Sie verbinden Ihre Werte mit den Rahmenbedingungen der aktuellen Umgebung.

Die wichtigsten Führungstechniken im Management

So viele Tools, Methoden und Techniken gibt es, dass Sie dabei leicht Ihre wahren Ziele aus den Augen verlieren können. Sie sind dann kompetent, wenn Sie die Menschen um Sie herum inspirieren, ihr Potential fördern und sie wertschätzen. Dabei tut es gut, sich auf grundlegende menschliche Bedürfnisse zu konzentrieren:
  1. Teamgestaltung: Stellen Sie Ihr Team nicht wahllos zusammen. Wollen Sie ein leistungsstarkes Team, dass sich auch noch gegenseitig unterstützt? Dann setzen Sie es aus Menschen zusammen, die diesem Bild entsprechen.
  2. Regeln: Wie setzen Sie Regeln um, die alle im Unternehmen verstehen und annehmen? Dies gelingt Ihnen, wenn Sie sie selbst einhalten. Viele Führungskräfte halten sich nicht an ihre eigenen Regeln und fallen damit als Vorbild für Ihre Kollegen durch. Wie bei der Erziehung der eigenen Kinder ist es das Schwierigste, sich an seine eigenen Regeln zu halten.
  3. Rückmeldung: Kritisieren Sie niemals! Kritik bringt keine Perspektive, sondern gleicht einer Schelte für schlechtes Verhalten. Sagen Sie, was Sie bemerkt haben und was Sie sich stattdessen wünschten. Dann überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Mitarbeiter, was sie tun könnten, damit die Verbesserung gelingt.
  4. Konflikte lösen: Konflikte entstehen, wenn verschiedene Sichtweisen aufeinanderprallen und jeder behauptet, die eigene wäre das Optimum. Statt Recht haben zu wollen - wie die meisten Führungskräfte -, führen Sie die verschiedenen Blickwinkel zusammen und nehmen das Beste aus beiden Welten!

    Das bezeichne ich als emotionale Kompetenz. Eine Mannschaft aus unterschiedlichen Charakteren zusammenzusetzen. Wir müssen nicht alle einer Meinung sein, doch mit Respekt und dem Willen, sich zusammenzusetzen kann zum Besten aus jeder Sichtweise führen.


  5. Wertschätzung: Dies ist die Basis für gute Stimmung im Unternehmen, für die Motivation der Mitarbeiter und dafür, dass gute Leistungen erbracht werden.
  6. Entscheidungen treffen: Entscheidungen sollen zu mehr Qualität im Unternehmen führen. Nehmen Sie daher die Meinungen Ihrer Mitarbeiter wahr. Denn Sie können Sichtweisen und Hintergrundwissen vermitteln, das Ihnen als Führungskraft fehlt. Einfach deshalb, weil Ihnen der direkte Bezug fehlt. Andere Führungskräfte vermeiden es, ihre Mitarbeiter wahrzunehmen. Sie jedoch nicht!

Stellen Sie sicher, dass im Zentrum Ihrer Arbeit die persönliche wie auch die betriebliche Entwicklung Ihrer Kollegen steht. Wenn Sie sich um andere kümmern, wirken Sie in den Augen anderer kompetent!

Ihr Christian Walter Hinze

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