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5 alltägliche Dinge, die wir demnächst nicht mehr können

03/03/2015 09:05 CET | Aktualisiert 03/05/2015 11:12 CEST

Die uns stets zur Verfügung stehende Technik - verbunden mit der omnipräsenten Schwarmintelligenz - hat dramatische Auswirkungen auf unsere kognitiven Fähigkeiten.

Wir steuern auf eine kollektive digitale Demenz zu. Vergleicht man die Beschaffenheit unseres Gehirns - mit der des frühen Homo Sapiens, dem freien Wildbeuter, der jagend und sammelnd durch die Wälder streift - sind wir unseren Vorfahren leistungsmäßig stark unterlegen. Sprich, würde man uns heute in der Wildnis aussetzen, würden wir innerhalb von 5 Minuten verhungern und verdursten.

Unter bestimmten Gesichtspunkten macht uns die Digitalisierung und Schwarmintelligenz strunzdumm.

5 Fähigkeiten, die wir gerade verlernen:

1. Schön schreiben

Unsere Fähigkeit des schönen und filigranen Schreibens verschwindet. Die einst hohe Kunst der Kalligraphie wird durch den Computer substituiert. Ich selbst habe kürzlich einen dieser altmodischen "Stifte" in der Hand gehalten und versucht meinen Namen zu schreiben. Ja, ich weiß, es war töricht von mir. Dabei habe ich mir dann direkt auch zwei Finger gebrochen.

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2. Schwindendes Entdeckertum

Reisen und Ausflüge werden heute digital so vorgeplant, dass wir kaum noch über etwas Unbekanntes stolpern. Wenn es denn mal passiert, können wir damit nichts anfangen.

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3. Zufällig etwas Interessantes lesen

Das gleiche gilt auch für das geschriebene Wort.

Im vordefinierten Nachrichten-Feed, oder der Facebook-Timeline stoßen wir ausschliesslich auf die von uns gewünschte Art von Beiträgen. Interessante Texte, mit divergierender Thematik, die uns zum Querdenken anregen, entgehen uns. Das hat negative Auswirkungen auf unseren geistigen Horizont.

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4. Fremdsprachen lernen

Software vereinfacht den Austausch unter anders sprechenden Menschen. Erforderte die Verständigung hierbei bislang ein hohes Maß an kognitiven und transformatorischen Fähigkeiten, muss man mittlerweile nur noch in sein Smartphone quasseln - und lässt den Rest durch einen Algorithmus erledigen ( Bsp. Skype Translate).

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5. Schwindender Orientierungssinn

Die Abhängigkeit von Geolocation wie Google Maps ist dafür verantwortlich, dass wir uns immer weniger im Raum zurechtfinden. Areale werden zu komplex für uns - und wir finden nicht einmal den Weg zum nächsten Kiosk um die Ecke.

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Der Beitrag stütze ich mich auf einen aktuellen Artikel von Zukunftsberater und Futurist Gerd Leonhard https://gerdleonhard.de/

Mehr digitaler Wahnsinn unter www.cloudscience.de


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