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Stand Up Paddling: Vielseitiger Trendsport für Jung und Alt

02/12/2017 14:33 CET | Aktualisiert 02/12/2017 14:33 CET

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Fotolia © Vasyl

Wem Tretbootfahren zu langweilig und Wellenreiten zu riskant ist, muss seine Freizeit am Wasser nicht unbedingt nur mit Sandburgenbauen und Sonnenbaden verbringen. Seit kurzem begeistert ein neuer Trend die Wassersportfans, der mit dem mysteriösen Kürzel SUP abgekürzt wird.

Was ist SUP?

Wir lüften das Geheimnis: SUP steht für „Stand Up Paddling", oder ins Deutsche übersetzt „Stehpaddeln". Damit ist zumindest schon geklärt, woran man Fans dieser neuen Wassersportart erkennt. Sie stehen auf einem speziellen Brett, das Ähnlichkeiten mit einem Surfboard hat, und bewegen sich mithilfe eines Stechpaddels fort. Was sehr gemächlich aussieht, ist auf dem besten Weg, ein anspruchsvoller Wassersport zu werden, der richtig viel Spaß macht und gut für die Fitness ist.

Die Hawaiianer haben es vermutlich erfunden

„Ku Hoe He'e Nalu" nannten hawaiianischen Fischer die Methode, stehend auf einem Kanu zu paddeln. Der englische Seefahrer und Entdecker James Cook berichtete bereits Ende des 18. Jahrhunderts von dieser Fortbewegungsmethode auf dem Wasser. Aber erst in den 70er Jahren des 20. Jahrhundert wurde das Paddeln im Stehen als Alternative zum Surfen und Wellenreiten einem breiteren Publikum bekannt. Stand Up Paddling eignete sich für die Surfer hervorragend, um windstille Tage mit einem kleinen Workout auszufüllen, oder um möglichst schnell zu den großen Wellen zu gelangen, die man surfen wollte.

Schnell zu erlernen und Spaß auf fast allen Gewässern

Der Boom des Stand Up Paddling verwundert nicht, denn der Trendsport ist relativ leicht zu erlernen und kann sowohl auf Seen, Flüssen, als auch auf dem Meer oder dem Baggersee in der Nähe ausgeübt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte einen der vielen angebotenen Kurse für Einsteiger mitmachen. Grundsätzlich sollte man für SUP etwas Gefühl für Balance haben und nicht wasserscheu sein - der Rest kommt mit der Zeit praktisch von ganz allein. Das Hauptproblem bei allen Anfängern dürfte das Aufstehen auf dem Board sein, das am Anfang eine etwas wackelige Angelegenheit ist. Aber wenn man erstmal die ersten Runden gedreht hat, siegt schnell der Spaß über alle Unsicherheit.

Was braucht man für Stand Up Paddling?

Bevor man sich entscheidet, seine eigene Ausrüstung zu kaufen, reicht es, sich das Equipment vor Ort auszuleihen. An immer mehr Seen und Stränden gibt es dazu die Möglichkeit in Leihstationen. Wenn einen dann die Leidenschaft für SUP gepackt hat, wartet eine fast unüberschaubare Auswahl an Brettern und Paddeln auf den Einsteiger. Da die Boards ziemlich groß und sperrig sind, sind aufblasbare Bretter eine echte Alternative für alle, die mit dem Fahrrad oder dem Bus zum nächsten See oder Fluss fahren. Ein Großteil der bei uns verkauften Bretter sind solche „inflatables". Für einen entspannten Ausflug auf dem Fluss und die ersten Versuche sind die aufblasbaren Boards bestens geeignet. Natürlich müssen sie vor Ort erstmal aufgepumpt werden. Wer tiefer in den SUP-Sport einsteigen möchte, oder sogar den Ehrgeiz hat, Rennen zu fahren, für den lohnt sich auf lange Sicht ein Hardboard. Das hat ein direkteres Fahrgefühl und ist praktisch unsinkbar. Daneben gibt es noch unterschiedliche Formen vom Waveboard zum Touringboard, die je nach Einsatzgebiet zu empfehlen sind.

Das Workout auf dem Wasser

Stand Up Paddling ist nicht nur eine nette und entspannende Freizeitbeschäftigung, sondern kann zum echten Ganzkörpertraining werden. Was aus der Entfernung leicht und entspannt aussieht, fordert die Muskulatur und die Ausdauer ganz schön: Das Paddel ruhig und kraftvoll durchs Wasser zu ziehen trainiert nicht nur die Arme, sondern auch Beine, Rumpf und Po. Die Tiefenmuskulatur bekommt eine extra Trainingseinheit durch das ständige Ausbalancieren des Körpers auf dem Brett. Dieser Effekt gilt natürlich besonders für den SUP-Rennsport, der immer beliebter wird.

SUP bietet jede Menge Abwechslung

Stand Up Paddling ist ein vielseitiger Sport, bei dem jeder auf seine Kosten kommen kann, ob bei der gemütlichen Paddeltour mit der ganzen Familie oder den sportlich anspruchsvollen SUP-Rennen über Distanzen von 500 Metern bis hin zu Long Distance Races von 14 Kilometern. Mittlerweile erfreut sich auch die Variante SUP-Yoga immer größerer Beliebtheit: Die Yoga-Übungen auf dem Wasser erfordern extra viel Konzentration und Körperbeherrschung - die perfekte Übung für Yogis. Wer eher von Abenteuern in der Natur angezogen wird, der sollte darüber nachdenken, an einer sicherlich unvergesslichen SUP-Wintertour durch die norwegische Fjordlandschaft teilzunehmen. Dort sind die Temperaturen zwar gar nicht hawaiianisch, aber das Naturerlebnis mit der richtigen Ausrüstung dafür umso beeindruckender. Man darf gespannt sein, welche überraschenden Entwicklungen die wachsende Sportart noch nehmen wird. Der nächste Trend deutet sich schon an: Immer mehr SUP-Bretter werden mit einem Windsurf-Mast-Insert ausgestattet, so dass es bei aufkommenden Wind mit wenigen Handgriffen zu einem Windsurfbrett umgebaut werden kann.

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