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Erfolge an einem Tag am Forex-Markt? Devisenhandel für Daytrader

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KAZUHIRO NOGI via Getty Images
KAZUHIRO NOGI via Getty Images

Händler, die ein Konto bei Devisenbrokern eröffnen, tun dies in aller Regel vor allem wegen der hohen Volatilität am weltweit umsatzstärksten Finanzmarkt, an der sie gerne teilhaben möchten. Die starken Kursschwankungen sind zwar auf der einen Seite durchaus ein Risiko.

Vor allem aber stellt die Schwankungsbreite eine Chance für Anleger dar, die dank dieser Markteigenschaft nahezu zu jeder Gelegenheit Gewinne realisieren können. Zunehmend steigen auch private Anleger ein, da ihnen die Forex-Broker die Kontoeröffnung bereits mit geringem Summen erlauben.

Dabei spiet auch der Bereich Daytrading zunehmend eine wichtige Rolle für Händler, die in diesem Umfeld Geld investieren.

Der Hintergrund des Handels innerhalb eines Tages

Doch was genau ist Daytrading genau? Genau genommen handelt es sich bei dieser Art des Devisenhandels (oder anderer Tradingmodelle wie dem Handel digitaler Optionen oder Differenzkontrakte) um nichts anderes als das Eröffnen und Schließen von Positionen innerhalb eines einzigen Handelstags. Die maximalen Haltezeiten liegen damit im Stundenbereich. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass es je nach Broker und Gestaltung der Handelsplattform möglicherweise die Gelegenheit gibt, an einem Markt Käufe zu tätigen und die Positionen über die Anbieter an einem anderen Markt wieder zu verkaufen. Im Falle der sogenannten Leerverkäufe würde die Abwicklung natürlich andersherum verlaufen.

Kauf und Verkauf mit Orders am Devisenmarkt

Diese Optionen für den Handel stellen im Einzelfall eine Erweiterung des Zeitrahmens fürs Daytrading dar, die aus Tradersicht für ein höheres Maß Flexibilität sorgt. Wichtig ist dabei natürlich der genaue Blick auf die Konditionen, die Forexbroker tatsächlich zusichern. Darüber hinaus müssen sich potentielle „Daytrader" vor Augen führen, dass der Devisenhandel mit kurzen Haltezeiten selbstverständlich ebenfalls von gewissen Risiken geprägt ist. Zuletzt gab es innerhalb Europas sogar gewisse Bestrebungen, verschiedene Varianten des Devisenhandels für Privatanleger zu untersagen.

Kritik am Forex-Trading muss objektiv hinterfragt werden

In den vergangenen Monaten kursierten einige Gerüchte, die vielleicht manchen Anleger mit Interesse am Devisenmarkt beschäftigten. So berichteten zum Beispiel belgische Medien zuletzt darüber, dass der Staat darüber nachdenke, den Handel am Devisenmarkt über sogenannte OTC-Broker zu verbieten. Und in der Tat gingen die Pläne zügig voran, wobei davon nicht nur Forex-, sondern auch CFD-Trader betroffen sind. Als Grund nennt die Politik vor Ort den Kundenschutz, da Broker dieser Art vermeintlich intransparent und unseriös arbeiten - so wenigstens die Kritik, die übrigens auch hierzulande regelmäßig formuliert wird. Gewisse Risiken bestehen, dennoch sollten diese nicht überbewertet werden.

FX-Handel für Daytrader bietet immer wieder interessante Chancen

Zumal es in Deutschland deutlich entspannter als im Nachbarland Belgien zugeht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft aktuell keine vergleichbaren Restriktionen des Marktes. Kein Wunder, verdient doch der Fiskus ordentlich mit an den Erträgen der Trader, die immerhin 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und vielfach zudem Kirchensteuer zahlen müssen. Deutsche Forex-Trader konnten zuletzt insbesondere nach der Abstimmung zum „Brexit" in Großbritannien mittels Daytrading erstaunlich gute Gewinne realisieren, wenn sie die Entwicklung richtig prognostizierten.

So berichtete das Handelsblatt Anfang Juli 2016, dass das Britische Pfund schon kurz nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses seinen tiefsten Stand seit 1985 erreichte. Gerade dieses Beispiel verdeutlicht sehr genau, wie chancenreich der Devisenhandel im Daytrading-Sektor sein kann.

Gute Plattformen als wichtigste Bedingung für Handelserfolge

Dafür müssen jedoch einige wichtige Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört ganz ohne Frage ein Handelskonto bei einem Broker, der gezielt die Zielgruppe der Daytrader anspricht. Darüber hinaus müssen die Plattformen möglichst gute Instrumente für die Marktanalyse bieten und zudem eine sehr schnelle Order-Ausführung erlauben. Denn an einem derart volatilen Markt wie dem Forex-Sektor können mitunter Sekunden über Erfolg und Scheitern entscheiden. Vor allem aber müssen Händler bei sehr kurzen Laufzeiten ihrer Positionen sehr bewusst agieren und wissen, worauf sie sich einlassen. Ohne eine bedarfsgerechte Tradingstrategie verlassen sind Anleger einzig und allein auf ihr Bauchgefühl und Glück.

Risiken beim Handel abhängig vom Handelsvolumen

Anfänger werden sehr rasch erkennen, dass diese beiden genannten Aspekte auf lange Sicht keine guten Berater für den Devisenhandel sind. Trader müssen jederzeit wissen, welches Risiko sie eingehen können und wollen. Zu Beginn empfiehlt es sich - beim Daytrading wie dem FX-Handel allgemein -, eher Positionen auf „Majors" zu spekulieren. Dies sind die meist gehandelten Devisenpaare wie etwa das Paar aus dem US-Dollar und dem Britischen Pfund. Währungspaare mit weniger hohem Handelsvolumen werden als „Minors" bezeichnet, die dritte Gruppe sind „Exotics", also sehr selten gehandelte exotische Paare, die sich durch besonders hohe Verlustrisiken, aber auch extrem hohe Renditen auszeichnen.

Auch der Devisenmarkt durchlebt Höhen und Tiefen

Der kurzen Haltezeiten wegen sollten Daytrader auch einen Punkt beachten. Auf das Eröffnen endlos vieler Positionen sollte zugunsten einiger weniger Orders verzichtet werden. Diese aber können dann konsequent und analytisch richtig in Angriff genommen werden. Minuten- und Stundencharts sind wichtige Hilfsmittel, damit Händler günstige Gelegenheiten ausfindig machen können. Hiobsbotschaften, der Devisenmarkt büße zunehmend an Volumen ein, entkräften Medien wie die Neue Zürcher Zeitung. Dort wurde Anfang September 2016 bestätigt, dass das konstante Wachstum aus den vergangenen Jahrzehnten aktuell nicht mehr erkennbar ist. Von einem Schrumpfungsprozess hingegen kann ebenfalls nicht die Rede sein.

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Vielmehr sind zunehmend innerhalb des Marktes gewisse Um- und Neuordnungen im Gange. Dies bedeutet nicht, dass (private) Trader nicht weiterhin über ihre Forex Broker im Segment Daytrading rentabel wirtschaften können.

Mobile Apps fürs Trading - mehr Spielraum für Händler

Sagen lässt sich allerdings, dass auch die Trader-Vorlieben einen Handel durchlaufen. Vertrauten Trader bis vor wenigen Jahren noch ausschließlich auf den Plattformzugang über den heimischen PC, erfreut sich der Bereich Mobile Trading dieser Tage immer größerer Beliebtheit. Zu Recht. Denn gerade beim Daytrading am Foreign Exchange-Markt kann der Handel über mobile Anwendungen für Tablet PCs und Smartphones zu einer Abkürzung der üblichen Handelsschritte führen. Von unterwegs Analysen auf dem Mobilgerät vorzunehmen, erweitert den Handlungsspielraum merklich. Zudem können die mobilen Plattformversionen ohne die ständige erneute Eingabe der Zugangsdaten aufgerufen werden, was abermals Zeit spart und Anleger flexibler macht.

Informationsbeschaffung ist das A und O für Anleger

So können sie auch ohne Zugriff auf einen PC jederzeit und von überall aus traden, wenn der Markt günstige Entwicklungen erkennen lässt. Die Auswahl von Handelsindikatoren, die zur Daytradingstrategie passen, bildet die ideale Grundlage für Erfolge. Dabei können am Ende gerade Nachrichtenticker oder kostenlose SMS-Dienste der Broker dafür sorgen, dass Händler automatisch informiert werden, wenn am Markt mehr oder weniger unerwartet Chancen warten. Automatisiertes Daytrading kann in Verbindung mit den besagten Indikatoren ebenso dazu führen, dass Händler die Rahmenbedingungen zukünftiger Orders definieren, um die Ausführung nicht einmal selbst übernehmen zu müssen.

Wichtig ist hierbei, dass eine manuelle Beeinflussung geplanter Positionen ebenso möglich ist wie die ergänzende manuelle Umsetzung, falls Kurse überraschend von den Erwartungen abweichen, um zusätzlich als Daytrader Gewinne mitnehmen zu können.

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