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Aktiendepots: Wechsel erst nach fristgerechter Kündigung

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STOCKMARKET
Monkey Business Images/Stockbroker via Getty Images
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Hohe Gewinne möchte jeder Anleger über das persönliche Wertpapier- oder Aktiendepot realisieren. Dass es dafür die richtigen Anlageentscheidungen braucht, wissen Investoren natürlich schon vor der ersten Investition, weshalb der Stellenwert eines soliden Ausbildung nur allzu gut bekannt ist.

Doch oft vergessen Kunden, dass nicht allein die erzielten Gewinne aus dem Aktienhandel Einfluss auf die endgültige Rendite haben können und werden. Genauer gesagt, sind es gerade die Handelskosten sowie die Gebühren, die durch das Aktiendepot selbst entstehen, an die Händler immer wieder im eigenen Interesse denken sollten.

Wie Argumente können für den Wechsel des Depots sprechen

Analysiert man die Beweggründe, die zur Depot-Kündigung führen, kristallisieren sich schon frühzeitig zwei Ursachen für diesen Schritt heraus. Neben der Aufgabe des Aktienhandels geht es in vielen Fällen vor allem darum, dass Händler durch diesen Schritt entweder ihre Unzufriedenheit mit dem bisherigen Depotanbieter zum Ausdruck bringen oder ihre laufenden Kosten senken möchten, indem sie zu einem Broker wechseln, der ihnen bessere Konditionen in Aussicht stellt.

Anfängern feht oft das Wissen um Risiken und Kosten

Unerfahrene Aktionäre, die bisher immer ein und demselben Broker oder der Hausbank die Treue gehalten haben, schätzen den mit einem Wechsel verbundenen Aufwand oft viel zu hoch ein. Ein Fauxpas, der nicht selten dazu führt, dass unnötig lange auf ein zu teures Depot vertraut wird.

Zumal:

Durch ein kostenloses Kündigungsformular können sich Wechselkandidaten die Arbeit erheblich erleichtern. Und zwar nicht nur in puncto Bürokratie, um nichts falsch zu machen, sodass im Ernstfall die erhoffte Kündigung fehlschlägt. Insbesondere unter zeitlichen Gesichtspunkten gelingt der Depotwechsel durch derartige Musterschreiben extrem zügig.

Neue Depots können schnell eröffnet und Depotinhalte übertragen werden

Wichtig ist grundsätzlich, dass Depotnutzer erkennen, welche Chancen ein Depotwechsel bieten kann. Gerade die Tatsache, dass Anleger heute an sich nicht mehr an Mindestlaufzeiten gebunden sind, erweist sich als sehr vorteilhaft. Denn so können Kunden sehr flexibel auf günstige Entwicklungen am Markt reagieren. Wie einfach Anleger ein Aktiendepot eröffnen können, erfahren Leser auch beim Nachrichtenmagazin Focus. Dort wird deutlich, dass einige wenige Schritte ausreichen, um den Handel aufnehmen zu können.

Für den Einsatz des kostenlosen Kündigungsformulars können folgende Dinge sprechen:

1. allgemein günstigere Depotführungsentgelte
2. die handelbaren Produkte (oft auch inklusive Aktienfonds)
3. Bonusaktionen & Rabatte von Seiten der Broker
4. Rabatte für den Handel an bestimmten Börsen- und Handelsplätzen
5. eine bessere Plattform-Ausstattung & ein sehr guter Support
6. Aspekte wie die Einlagensicherung & staatliche Regulierungen
7. Extras, die im Test als Alleinstellungsmerkmal erkennbar werden

Wenige Minuten, um die laufenden Kosten zu minimieren

Eine Viertelstunde reicht oft, um die Schritte vom Depotvergleich über die Kündigung bis hin zur Eröffnung des neuen, idealerweise merklich besseren Depots und die ersten Transaktionen zu durchlaufen. Die Mustervorlagen stellen insbesondere insofern eine Erleichterung für Anleger dar, weil sie sich das mühsame Erstellen eigener Kündigungen ersparen können. Die Kündigung an solche übernehmen heutzutage entgeltfrei die Broker, deren Portale in Zukunft für die Depotverwaltung verwendet werden. Zum Teil machen sich Wechsel auch insofern bezahlt, weil mancher Anbieter Neukundenboni auslobt.

Da diese mitunter an Mindestumsätze nach erfolgter Einzahlung der Ersteinlage gebunden ist, sollten zunächst die Bedingungen für die Bonusfreigabe im Test hinterfragt werden.

Neues Depot muss vor der Kündigung existieren

Boni sollten stets nur ein weiteres Merkmal für die Depoteröffnung sein. Die Handelskonditionen und der Spielraum beim Handel sollten an erster Stelle der Liste der wichtigen Auswahlkriterien stehen. Vermeiden sollten Verbraucher außerdem eine vorschnelle Kündigung des Depots.

Das neue Depot sollte bereits im Augenblick der erfolgreichen Kündigung verfügbar sein, um rasch im Zuge der Kündigung des bisherigen Aktiendepots einen Übertrag des Wertpapierbestands vornehmen zu können. Alternativ können Depotinhalte natürlich verkauft werden, allerdings vergibt mancher Broker durchaus Sonderbedingungen wie eine zeitweise Gebührenfreiheit, wenn bei Depoteröffnung ein größeres Aktienvolumen „mitgebracht" wird.

Zahl der Broker am Markt wächst stetig weiter

Es lohnt sich also, sehr bewusst abzuwägen, ob die Mitnahme vorhandener Aktienpakete gewisse Vorteile bringen kann. Auch und gerade, weil vorzeitige Verkäufe je nach Marktlage natürlich zu Verlusten führen können. Denn nicht immer gelingen Kündigungen und Wechsel in Momenten steigender Kurse am Aktienmarkt.

Dies kann also ebenfalls ein wichtiger Hinweis dahingehend sein, wann ein Brokerwechsel einen echten Mehrwert bieten kann und wird. Um überhaupt einen Eindruck davon zu erhalten, welche Anbieter ausreichend gute Konditionen und Qualitäten aufweisen, sollten Händler genug Zeit in die Analyse der Angebote stecken.

Auch große Portale wie bild.de widmen sich aufgrund der enormen Nachfrage auf Verbraucherseite der Frage, welche Eigenschaften darüber entscheiden, ob Depots gut oder schlecht sind.

Professionelle Vergleichsangebote sind objektive Hilfsmittel

Solche Vergleiche sind schon allein deshalb eine Hilfe, weil die Auswahl der Wertpapierdepots innerhalb der vergangenen Jahre - zum Glück in positiver Hinsicht - so dramatisch gestiegen ist. Oft fällt es Anfängern, die nur gelegentlich mit Aktien handeln, schwer, die teils minimalen Unterschiede zwischen den Offerten zu definieren.

Umso besser, dass es Profis gibt, die Anlegern mit ständig aktualisierten Informationen auf die Sprünge helfen können. Natürlich entbindet diese Tatsache niemanden von der Notwendigkeit, selbst zu überlegen, welche Anforderungen Depots erfüllen müssen.

Händlerinteressen sind ein sehr individuelles Thema

Denn die Vorlieben der Aktionäre (in spe) beim Handel sind selbstredend recht individuell, eben weil es so viele verschiedene Varianten von Aktien gibt am Markt. Neue Anbieter, die sich durch besonders viel Flexibilität bei der Auswahl der Aktienarten und nationalen wie internationalen Handelsplätze auszeichnen, können ein sehr guter Anreiz sein, um ein kostenloses Kündigungsformular für den Depotwechsel abzurufen und von diesem zeitnah Gebrauch zu machen. Denn im Einzelfall kann Zeit in diesem Konzept tatsächlich bares Geld sein. Identische Transaktionen bei unterschiedlichen Gebührenmodellen können erhebliche Auswirkungen auf die Gewinnaussichten und Renditen haben.

Oft sind die Feinheiten bei Konditionen entscheidend

Profi-Anlegern können sprichwörtlich ein Lied von den Kleinigkeiten singen, die eventuell den Ausschlag geben, ob Aktien-Orders im Verkaufsfall zu einer durchschnittlichen oder sehr guten Rendite-Ausschüttung führen. Nicht vergessen: Auch die reinen Depotnutzungsgebühren reduzieren die Gewinne unterm Strich mehr oder minder deutlich. Dabei muss ein kostenloses Depot nicht in jedem Fall die bessere Wahl sein.

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So können geringere Ordergebühren und Provisionen vielfach ein Argument sein, sich mit Nutzungsentgelten abzufinden, wenn im Gesamten die Kosten trotzdem durch den Wechsel der Broker und der Depots gesenkt werden können.

Eifrige Händler können besonders viel sparen

Am Ende entscheidet vorrangig das Handelsvolumen der Depotnutzer darüber, welches Format das richtige ist. Gelegenheitshändler haben nun einmal andere Ansprüche als Anleger, die ständig die Märkte im Blick behalten und Käufe oder Verkäufe abwickeln möchten.

Wer weiß, dass nur ab und zu Transaktionen durchgeführt werden, achtet eher auf die allgemeinen Verwaltungsgebühren, während sehr aktive Anleger regelmäßig prüfen sollten, ob sie ihre Handelskosten möglicherweise an anderer Stelle nochmals drücken können. Wie so oft gilt: Schon kleine Einsparungen können sich auf lange Sicht im eigenen Interesse positiv bemerkbar machen.

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