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Afrika: Crowdfunding für mobiles Solarkraftwerk

03/07/2015 15:12 CEST | Aktualisiert 03/07/2016 11:12 CEST
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In weniger als 90 Stunden wurde der erste Container der mobilen Solarkraftwerke Afrika über die Crowdfunding-Plattform bettervest im März finanziert - ein Rekord für die Plattform und ein Beweis dafür, dass es funktionieren kann: Die Mischung zwischen Social Entrepreneurship und Greentec.

Der erste Container hat nach einer erfolgreichen Testphase das Werk verlassen und wird derzeit nach Afrika verladen. Stationiert wird es in Mourdiah. Nun geht das Unternehmen den nächsten Schritt und gibt den zweiten Container zur Crowd-Finanzierung frei. Diesmal nicht über bettervest - sondern Greenvesting. Benötigt werden mindestens 86.000 Euro - das Limit liegt bei 107.700 Euro. Dafür bekommen Anleger eine jährliche Verzinsung von 9% über eine Laufzeit von 7 Jahren.

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Der zu finanzierende Container wird im Dorf Konna in der Provinz Mopti aufgebaut. Bisher werden in dem Dorf Konna ausschließlich alte Dieselgeneratoren zur Stromproduktion eingesetzt. Diese sind verschmutzen durch ungefilterte Emissionen die Umwelt und sind neben der großen Lärmbelastung noch sehr teuer. Durch das mobile Solarkraftwerk möchte Charlie Njonmou, Geschäftsführer der Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG aus Eschborn, ein Teil der Dieselgeneratoren ausrangieren.

"Mit unserem mobilen uns schlüsselfertigen Solarkraftwerk bieten wir eine bezahlbare und nachhaltige Lösung für die Energieprobleme außerhalb großer Städte Afrikas. Wir sind froh auch Konna grünen Strom bringen zu können", sagt Charlie Njonmou.

Der Solar-Container wird mittels eines Mietmodells zu festen Monatsraten verkauft bis die Investition der Kleinanleger armotisiert ist. Ab diesem Zeitpunkt bekommen die Dörfer und Institutionen kostenlosen und erneuerbaren Strom.

Vergleicht man Anschaffung und Finanzierung von Dieselgeneratoren mit den Solarkraftwerken, lassen sich in 20 Jahren pro Standort mindestens 250.000 Euro Kosten einsparen.

Die Steuerung und das Management des Projektes läuft, wie bei dem ersten Container, von Deutschland aus - deutschsprachige Servicepartner in Westafrika kümmern sich vor Ort um Betrieb und Wartung der Solaranlage.


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