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Warum Alexander Gauland Recht hat

Veröffentlicht: Aktualisiert:
GAULAND
Fabrizio Bensch / Reuters
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Die Nationalmannschaft ist schon lange nicht mehr deutsch im klassischen Sinne.
- Alexander Gauland -

Liebes Deutschland, seien wir ehrlich! Wer von uns würde eine Frauke Petry als typische Mexikanerin ansehen und wer in einem Alexander Gauland den klassischen Chinesen vermuten? Auch Nachbars Jupp oder dat Jacqueline waren, sind und werden nie typische Kongolesen oder Japaner sein. Sowie Jérôme Boateng oder Mesut Özil keine klassischen Deutschen sind.

Boatengs Vater ist Ghanaer und Özils Eltern sind beide türkischer Herkunft.

Ob mengenmäßig, phänotypisch oder völkerhistorisch betrachtet - der typische Deutsche hat keine albanischen Eltern oder einen tunesischen Vater.

Insofern ist Gaulands Aussage auf der Sachebene absolut zutreffend. Dass wieder die üblichen Verdächtigen blindlings auf den Plan treten, um wie ein Mantra ihre Multikulti-Heilsbotschaft unters Volk zu bringen - geschenkt.

Bezeichnend für die derzeitige Medienlandschaft ist eher, dass sie aus dieser objektiv korrekten Feststellung krampfhaft einen Skandal fabrizieren. Hier muss erneut ein Mindestmaß an Qualitätsjournalismus einem grün-rot politisierten Aktionismus weichen. Unnötiges Foul!

Gauland und auch die AfD verneinen ja keineswegs, dass ein Lukas Podolski ein typischer, klassischer, reiner, gebürtiger oder sonstwas Deutscher sein müsse, um die Herzen der Fußballfans zu erreichen oder ein schlechterer Mensch als Beckenbauer oder Schweinsteiger wäre.

Nur, eine deutsche Fußballelf im klassischen Sinne haben wir eben nicht mehr!
Und auch bei Mannschaften wie der englischen oder französischen stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines NATIONALteams.

Ich will als Fußballer gemessen werden - und Fußball ist international, das hat nichts mit den Wurzeln der Familie zu tun.
- Mesut Özil -

Bemerkenswerter erscheint vielmehr ein Özil-Zitat, welches ungewollt den Profifußball als nüchternes Big Business und seine Kicker als nach Marktwert und Millionen strebende Söldner entlarvt.
Und auch hier trifft Alexander Gaulands Feststellung, dass Fußball keine Frage der nationalen Identität sei, sondern letztlich eine Geldfrage, voll ins Schwarze.

Also, Rote Karte für seine Kritiker und die aufgescheuchten Heuchler!

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