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Startup-City Berlin - Wie steht's um unsere digitale Zukunft? Eure Fragen an Berlins Bürgermeister Müller und einen der angesagtesten Startup-er

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STARTUP
Thomas Barwick via Getty Images
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Nie war Unternehmer sein so sexy wie heute. Die Wucht dieses „Startup-er-tums" merkt man hierzulande nirgendwo so sehr wie in Berlin. Startup-City Berlin ist nicht nur unter Europas Gründern und Investoren hip. Seit Silicon-Valley-Legenden wie Peter Thiel oder Sequoia Capital in Berlin Geld anlegten, US-Gigant Microsoft gar eine Berliner Firma für einen 9-stelligen Betrag kaufte, spricht man weltweit von der „Silicon Allee".

Fragen der Huffington Post Leser

Wo einst Siemens und Mannesmann AG gegründet wurden, wo Werke großer Konzerne brummten, gibt es seit dem zweiten Weltkrieg eigentlich keine Industrie. Wir alle haben noch „arm aber sexy" im Ohr. Bringen Startups die Wende?

Wie digital ist unsere industrielle Zukunft? Am Beispiel der Startup-City Berlin wollen wir diskutieren: Was ist dran am Boom? Oder ist es nur ein Hype? Das ist das Thema der UdLDigital Talkshow mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller und Ijad Madisch, Gründer und CEO von ResearchGate, in das Bill Gates Millionen investierte.

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Startup-City Berlin - Wie steht es um die digitale Zukunft?

Welche Rolle spielt Berlin - spielt Deutschland - in der Gründerszene international? Wie wird dieses Wachstum nachhaltig? Die Fakten sind gar nicht so schlecht: Datendienstleister Compass aus San Francisco veröffentlichte kürzlich ein „Global Startup Ecosystem Ranking 2015", Berlin ist da auf dem 9. Platz, gleich hinter Seattle.

Berlin ist sogar beeindruckende sechs Plätze geklettert, seit der letzten Umfrage, mit einem Wachstumsindex von 10, dem mit Abstand größten im Ranking. Andere Studien jubeln regelrecht über „Booming Berlin", oder beschreiben es schlicht als „Worlds Best Tech Hubs To Live and Work In" und hat sich mit „Big Business gut arrangiert".

Politik ist gefragt

Den Rahmen für erfolgreiches Wirtschaften setzt Politik, sie kann Anreize schaffen oder schlichtweg helfen. Michael Müller ist seit 2014 Regierender Bürgermeister von Berlin, prägte schon seit vielen Jahren die Politik in der Bundeshauptstadt. Welche Impulse setzt er? Welche sollten gesetzt werden?

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Oder ist unsere Politik zu analog, also zu sehr auf traditionelle Industrie ausgerichtet? Was brauchen Startups? Wie kann der Sprung von der Start-up-City zur Wachstumsmetropole gelingen? Gerade dieser Punkt wird bereits viel diskutiert, wozu auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung jüngst eine Studie vorlegte. McKinsey sagte gar 100.000 neue Jobs bis 2020 voraus.

Aber wie wir das alles wahr? Gibt es genügend Anreize für Gründer, damit Talente nicht abwandern? Was kann an der Infrastruktur verbessert werden? Gibt es genügend Raum? Wie sieht es mit dem Kapital aus? Gerade in Wachstumsphasen knirscht es oft. Wie geht es nach dem Gründen weiter? Ist Berlin auch gut für die nächste Stufe, fragt nachdenklich die Plattform mashable?

Vernetzung ist in der Partystadt Berlin bestimmt kein großes Thema. Aber wie sieht es mit Kooperationen aus? Wie verhält sich die (klassische) Deutsche Industrie? Kann der Staat da helfen? Sorgt Berlin für die richtige Außendarstellung?

Was braucht's zum guten Startup-er?

ResearchGate ist eine tolle Geschichte: Ein gebürtiger Wolfsburger studierte Computer Science und Medizin in Hannover, promoviert in Harvard, gründet und kommt nach Berlin. Über 10 Millionen Wissenschaftler namhafter Einrichtungen aus aller Welt veröffentlichen auf ResearchGate. Einzelfall? Oder kann man davon lernen, um mehrere Erfolge dieser Art möglich zu machen? Wie wichtig ist eine gute Geschichte für den Erfolg?

ijad madisch

Was braucht es eigentlich um erfolgreich zu werden? Wie öffnet man Leuten wie Bill Gates das Portemonnaie? Und noch wichtiger: Wie trifft man den eigentlich? Wie muss man mit Investoren umgehen? Wie mit Niederlagen? Was kann das Umfeld Berlin leisten? Sollte der Staat was anders machen? Wie kann Berlin sein Biotop hegen und pflegen? Brauchen wir andere Leitplanken für die neue Gründerzeit?

Profitieren vom Brexit?

Viele internationale Firmen ließen sich alleine wegen der Sprache in London nieder um sich von dort aus in Europa zu engagieren. Nach der Brexit-Abstimmung werden die Karten in vielen Branchen neu gemischt. Wie kann da Berlin profitieren?

An der Themse gibt es 275.000 Startups, an der Spree 171.000. Aber: Im ersten Halbjahr 2015 flossen 1,4 Milliarden Euro Risikokapital nach Berlin, nach London 1,1 Milliarden. Wie kann dieser Trend zum Freund werden? Gerade nach dem Brexit?

Eure Fragen

Schickt mir Eure Fragen! Dies sind alles nur einzelne Punkte, die diskutiert werden können. Jetzt seid Ihr dran: Was würdet Ihr Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller fragen, was Ijad Madisch Gründer und CEO von ResearchGate in der UdLDigital Talkshow im Berliner BASECAMP? Schreibt mir!

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