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11 Dinge, die Vorschulkinder so wunderbar machen

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SCHULE
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Als mein Àltester Sohn noch ein Baby war, konnte ich es kaum erwarten, dass er den nÀchsten Meilenstein in seinem jungen Leben erreicht. Ich wollte, dass er sich auf den Bauch dreht, krabbelt, lÀuft, spricht, spielt, aufrÀumt, schriftlich dividieren lernt. Jetzt ist er zehn, und diese Kindheits-Meilensteine sind nur noch schwammige Erinnerungen (bis auf die Sache mit der Division, das ist immer noch eine tÀgliche Qual).

Heute fĂ€llt es mir auch schwer, nicht in den „Zeit fĂŒr den nĂ€chsten Schritt"-Modus zu verfallen, wenn ich mir meine dreijĂ€hrige Tochter ansehe.

Denn Kinder zwischen 10 und 12 sind wirklich klasse. Sie können sich ihr Pausenbrot oder Mittagessen selbst machen. Sie können Fahrrad fahren, ohne dass jemand zusehen muss. Und wann man ganz viel GlĂŒck hat, können sie sogar ihre WĂ€sche selbst zusammenlegen. Man kann vernĂŒnftig mit ihnen diskutieren. Zum Beispiel machen sie kein Theater, wenn sie im Supermarkt im Wagen sitzen bleiben sollen. Sie können nĂ€mlich schon selbst durch den Supermarkt laufen.

Sie können im Winter beim Schneeschippen helfen. Man kann mit ihnen Strategiespiele wie Schach oder Risiko spielen und nicht immer nur Uno oder Mensch Ă€rgere dich nicht. Sie stellen Fragen zum Weltgeschehen. Sie suchen sich ihre BĂŒcher abhĂ€ngig von ihren Interessen selbst aus und kennen sich mit dem einen oder anderen Thema vielleicht sogar besser aus als ihre Eltern (zum Beispiel FlugzeugtrĂ€ger und Zerstörer ...).

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich meinen Sohn in einem seiner Spezialgebiete einmal um Rat bitten muss und er mir dann bereitwillig weiterhelfen wird.

Dennoch wĂŒnschte ich, ich hĂ€tte die Vorschuljahre meines Sohns genauso bewusst genossen wie seine jetzige Lebensphase. Zehn ist ein tolles Alter, aber er wird eben nie wieder drei sein, und das macht mich ein bisschen ... nun ja, nicht traurig, aber vielleicht doch etwas melancholisch.

Denn DreijÀhrige sind auch toll.

In einem Versuch, mich selbst ein bisschen zu zĂŒgeln und die wunderbaren Momente zu genießen, die ich momentan fĂŒr viel zu kurze Zeit mit einer aufgeweckten, verrĂŒckten DreijĂ€hrigen erleben darf, habe ich eine Liste von 11 Dingen zusammengestellt, die Vorschulkinder so wunderbar machen.

1. Sie kuscheln gern.

Einfach nur so zum Spaß. Weil sie gerade Lust darauf haben. Selbst wenn sie ein paar Sekunden vorher noch wie irre getobt haben, weil man gesagt hat: „Wir können nicht draußen spielen, wenn es minus zehn Grad hat und ein Schneesturm tobt."

Vielleicht haben Sie auch nicht immer Lust darauf, dass so ein kleiner Mensch sich jederzeit auf Ihren Schoß plumpsen lĂ€sst, als wĂ€re das sein alleiniger Stammplatz. Keine Sorge. Es dauert nicht lang, und Sie werden mit ihrem vorpubertĂ€ren Nachwuchs wie ein Spitzendiplomat ĂŒber einen Gute-Nacht-Kuss verhandeln mĂŒssen.

2. Sie sind gern in unserer NĂ€he.

Wenn Kuscheln gerade keine Option ist, weil Sie zum Beispiel gerade stehen, dann wollen ihre Kinder zumindest in Ihrer NĂ€he sein. Egal wo. Beim Kochen, Umziehen, Einkaufen - egal. NatĂŒrlich, manchmal könnte ich mit meinen stĂ€ndigen Ausweichmanövern, damit ich nicht ĂŒber mein Kind stolpere und mir den Arm breche, einen Schlangenmenschen neidisch machen. Doch im Grunde wird mir ganz warm ums Herz, wenn ich beim Abwaschen nach unten blicke und sehe, wie meine Prinzessin mit ihren „Babys" gerade eine Teegesellschaft zwischen meinen FĂŒĂŸen abhĂ€lt.

Ich weiß, dass ich ihre stĂ€ndige Anwesenheit vermissen werden, wenn sie im Herbst in den Kindergarten kommt.

3. Sie finden ihre Mama wunderschön.

Selbst an schlechten Tagen - ungeschminkt, ĂŒbernĂ€chtigt und mit ungewaschenen Haaren. Sie können es in ihren Augen sehen, wenn sie Ihnen tiefgrĂŒndige Fragen zur Farbe Ihrer Hausschuhe oder zu Ihrem uralten Kapuzenpulli stellen. Oder wenn sie Ihrem Hochzeitsfoto KĂŒsschen zuwerfen. Oder wenn sie Ihre, und zwar ausschließlich Ihre, HaarbĂŒrste mitbenutzen.
Verraten Sie es bitte niemanden, aber manchmal tut dieser kleine Schub fĂŒrs Ego schon gut.

4. Sie haben keine Vorstellung von Ironie.

Dasselbe gilt auch fĂŒr Sarkasmus und Augenverdrehen. Sie verstehen diese Dinge nicht und tun sie auch nicht absichtlich. Alles ist einfach so, wie es ist. „Mama, ich hab' KrĂŒmel an den Socken. Wir mĂŒssen staubsaugen." Ohne einen Hauch von Ironie.
Wenn ich das nur auch von mir selbst behaupten könnte!

5. Sie gehen wirklich frĂŒh ins Bett.

NatĂŒrlich war Ihnen schon immer klar, dass Ă€ltere Kinder spĂ€ter ins Bett gehen. Nur haben Sie vermutlich nie bewusst darĂŒber nachgedacht, wie die Schlafenszeit Ihrer Kinder mit der Zeit zusammenhĂ€ngt, die Sie fĂŒr sich selbst haben. Wenn Sie Ihre Abende allein bisher immer genossen haben, dann sollten sie daran denken, dass das nicht ewig so weitergehen wird.
Genießen sie es, solange Sie können.
Und das sage ich jetzt ganz ohne Ironie.

6. Sie verzeihen.

Vielleicht waren Sie gerade zu unrecht ungehalten, weil Sie momentan ganz andere Dinge im Kopf haben (zum Beispiel die Mathehausaufgaben eines FĂŒnftklĂ€sslers). Vielleicht haben Sie gesagt: „Bei Schneesturm darfst du nicht draußen spielen." Vielleicht haben Sie vergessen, Saft zu kaufen. Oder Sie haben die Tragik, dass Ihre Tochter so frĂŒh ins Bett muss, ihrer Meinung nach nicht ausreichend gewĂŒrdigt.

Was auch immer der Fehler oder das Problem sein mag, Ihr Kind wird Ihnen aus tiefstem Herzen und zu 100 % verzeihen. Ohne Fragen, ohne VorwĂŒrfe.
Selbst wenn Sie sich gar nicht entschuldigt haben.

7. Sie probieren fremdes Essen, nur weil Sie es essen.

OK, das bedeutet natĂŒrlich auch, dass Sie die HĂ€lfte Ihres Essens abgeben mĂŒssen, egal ob es sich um Joghurt mit GemĂŒsesticks, Vollkorntoast oder Ihren Notfall-Schokoriegel handelt. Dennoch hat das enorme Vorteile und zudem das Potenzial, schon bei den Kleinen kulinarisches Interesse zu wecken.

Memo an mich: Immer auf Dora warten, bevor zur Luxusschokolade gegriffen wird!

8. FrĂŒhstĂŒcksflocken sind das perfekte Abendessen.

Ich denke, das ist auch eine Sache, die man erst schĂ€tzen lernt, wenn es zu spĂ€t ist. DreijĂ€hrige essen zum Abendessen wahnsinnig gern Cornflakes und sonstige Bestandteile eines sĂŒĂŸen FrĂŒhstĂŒcks wie Waffeln oder Pfannkuchen, Das ist einfach, macht satt, und kann mit Vitaminen angereichert werden. Damit kann man nichts falsch machen.
Mit meinem ZehnjĂ€hrigen funktioniert das leider absolut nicht mehr. ZehnjĂ€hrige brauchen „richtiges" Essen.

9. Sie hören gern Geschichten und spielen dabei jede Rolle mit.

Geben Sie es doch zu: Heimlich sind sie stolz darauf, dass Sie „Die Kleine Raupe Nimmersatt" auswendig aufsagen können. Und so ziemlich alle Pixi-BĂŒcher. Nicht zu vergessen „Bobo SiebenschlĂ€fer" und „Oh wie schön ist Panama". FrĂŒher konnte ich mal Shakespeare und Dylan Thomas zitieren. Verdammt, ich konnte sogar die Grundlagen des Trustrechts im Schlaf aufsagen!

Jetzt ist es eben „Peterchens Mondfahrt". Aber „Peterchens Mondfahrt" ist ohnehin viel besser. Warum? Wenn in der Geschichte jemand weint, dann schluchzt meine Tochter mitleidig mit. Und wenn MaikĂ€fer Herr Sumsemann am Schluss sein sechstes Beinchen wiederfindet, dann strahlt sie, als hĂ€tte sie diese fantastische Geschichte noch nie in ihrem Leben gehört.

Sie lĂ€sst die Worte lebendig werden. Sie ist da, sie ist bei mir. Es ist wie ein zweistimmiger Gesang zwischen uns, und erst ihre wunderbare Stimme sorgt fĂŒr die richtige Harmonie.

Das bringt mich zu Punkt

10. Wenn sie fröhlich sind, singen sie.

Sie denken niemals daran, dass sie vielleicht nicht die richtigen Töne treffen oder dass Singen „uncool" ist. Sie kennen das Wort „cool" gar nicht. Ihnen ist völlig egal, ob sie in der richtigen Tonlage singen. Sie fĂŒhlen sich nicht verletzlich, wenn sie ihre GefĂŒhle zeigen, sie fĂŒhlen sich stĂ€rker. Sie unterbrechen ihr Lied vielleicht sogar kurz, um Sie auf ihre reizende Art zu informieren: „Mama, ich singe gerade."

Das alles ist ihnen natĂŒrlich in keinster Weise bewusst. FĂŒr DreijĂ€hrige ist die Sache ganz einfach. Wenn sie fröhlich sind, singen sie.

11. Ihre Welt steckt voller Möglichkeiten.

Sie blicken ĂŒber den Tellerrand hinaus, weil es in ihrer Welt noch keinen Tellerrand gibt. Als mein Sohn zum Beispiel neulich begeistert eine Familienfeier plante, brachte seine dreijĂ€hrige Schwester die Idee eines „Flying Dinner" auf. Auf den Gedanken wĂ€re ich von selbst nie gekommen, aber es klingt eigentlich nach viel Spaß (wenn auch vielleicht ein bisschen anstrengend).

Kleine Kinder verfĂŒgen noch ĂŒber eine KreativitĂ€t, die nicht durch Vernunft und Logik eingeschrĂ€nkt wird. Wenn diese KreativitĂ€t entsprechend gefördert wird, können aus den DreijĂ€hrigen von heute die Innovatoren, Erfinder und Pioniere von morgen werden.
Bis dahin versuche ich, die ĂŒberwĂ€ltigende KomplexitĂ€t und Schönheit unserer Welt durch die großen, braunen Augen meiner Tochter neu zu entdecken - gemeinsam mit ihr.

Was lieben Sie an DreijÀhrigen am meisten?

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