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8 Dinge, die du wissen solltest, bevor du ein zweites Kind bekommst

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SECOND CHILD
NataliaDeriabina via Getty Images
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Ein Kind zu bekommen, stellt nicht nur deine Welt, sondern auch deinen ganzen Körper auf den Kopf. Es stiehlt dir gleichzeitig dein Herz und deinen Schlaf, stellt deine Beziehung vor neue Herausforderungen und frisst all deine Ersparnisse.

Es lässt dich vor stolz fast platzen (" Guck mal! Er hat gerade zum ersten Mal eine Olive gegessen!") aber auch vor Verzweiflung schluchzen ("Du kannst doch nicht schon wieder eine volle Windel haben!").

Bei deinem ersten Kind hat dir noch jeder Ratschläge gegeben

Es lässt dich realisieren, wie undankbar du deinen eigenen Eltern gegenüber warst. Und wie dankbar du dafür sein solltest, dass sie dich, trotz deiner Wutanfälle in der Kindheit und deiner nicht gerade wohl überlegten Tattoos in der Teenagerphase, geliebt haben.

Bei Baby Nummer eins hat dir noch jeder die schlimmen Geschichten von der Geburt erzählt. Oder Empfehlungen zu unterschiedlichen Erziehungsstilen gegeben mit den dazu passenden Lieblingsratgebern.

Mehr zum Thema: Mutter will den Namen ihres 10 Monate alten Babys ändern - der Grund dafür ist völlig absurd

Deine Kollegin Sarah von der Arbeit hat keine Chance verpasst, die Größe und Form deines Baby Bauchs zu kommentieren ("zu groß, zu klein, es wird bestimmt ein Mädchen, vielleicht aber auch ein Junge") und dir in ominösen Floskeln erzählt, dass dein Leben nie wieder so sein wird, wie vor der Schwangerschaft.

Obwohl es weh tut, das zuzugeben, mittlerweile weißt du: Sie hat recht.

Beim zweiten Kind ist alles anders

Beim zweiten Baby ist dann jeder mit den eigenen Kindern zu beschäftigt. Niemand hat Zeit, dir zu sagen, wie du dich fühlen wirst. Bei mir ist das nicht anders. Ich würde meinen Freunden ja sagen, wie es ist, aber ich muss noch eine Ladung Wäsche waschen und einkaufen gehen.

Wenn wir es dann endlich schaffen, uns zu treffen, sind die Geschichten über volle Windeln und schlaflose Nächte längst passé und wir reden stattdessen lieber über die Fernsehshow „Love Island", oder darüber, wo es die besten Babysitter für die Ferienzeit gibt.

Wir haben unser Leben zurück, zumindest ein Stück weit. Und wir haben die Gespräche über Brüste, Stillen und Babypopos hinter uns gelassen.

Um mich bei meiner lieben Freundin zu entschuldigen, die gerade ihr zweites Kind, ein süßes, aufgewecktes Mädchen, bekommen hat, erzähle ich euch hier, was ich ihr hätte raten sollen.

„Du hast aber nicht gesagt, dass es so hart wird!", hat sie gejammert. Mit schwarzen Ringen unter den Augen und Spucke auf der Schulter. Sorry Babe.

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Acht Dinge, die du über ein zweites Kind wissen solltest

1. Du wirst absolut KEINE ZEIT mehr haben. Weißt du noch, wie wir bei Baby Nummer eins noch alle ungläubig geguckt haben, wenn unsere Freunde aus der Eltern Community es mal geschafft haben zu duschen? So ähnlich fühlt es sich an, nur noch viel ätzender.

2. Du wirst auch dein zweites Kind abgöttisch lieben können, ich verspreche es dir!

3. Das Stillen wird nicht leichter als das letzte Mal, die Geburt aber schon (besonders wenn, wie bei mir, ein Kaiserschnitt geplant ist). Das Stillen war leider auch beim zweiten Mal die größte Herausforderung für mich.

Und Sätze wie: "Warum sind deine Brüste draußen, Mami?" haben es nicht leichter gemacht. Auch nicht die Tatsache, dass mein Sohn immer was zu essen wollte, wenn ich stillte.

Mehr zum Thema: "Es ist ein schmerzhafter Kampf": Eine Mutter gesteht, wie sehr sie unter dem Stillen leidet

4. Die Zeit der Schwangerschaft ist definitiv leichter, weil du dir nicht um jeden Tritt, jede Bewegung oder jeden Dehnungsstreifen Gedanken machen musst. Dazu hast du nämlich überhaupt keine Zeit, während du versuchst, deinem Erstgeborenen beizubringen, aufs Töpfchen zu gehen.

Du hast keine Ahnung, ob dein Baby die Größe einer Kiwi, oder die einer Melone hat. Und wenn du an die Geburt denkst, hoffst du, so schnell wie möglich wieder fit zu werden, um dir Gedanken über den richtigen Kindergarten deines Erstgeborenen zu machen.

5. Jedes Baby ist unterschiedlich. Das sollte dir wieder Hoffnung machen, außer natürlich, dein Erstes schläft jede Nacht durch und schreit nie.

6. Du wirst generell viel entspannter an die Dinge herangehen. Ein bisschen Babyspucke auf dem Ärmel? Wisch sie einfach weg. Abstillen mit Breigläschen? Nur die Ruhe behalten. Badezeit? Pah. Einmal die Woche waschen reicht und ihre Haut wird dadurch sogar besser sein als jemals zuvor.

7. Baby-Yoga? Musikstunden? Die sind alle toll, aber definitiv NICHT für ein vier Wochen altes Baby. Bleibt lieber zuhause, kuschelt ein bisschen und guckt nebenbei Grey's Anatomy. Das heißt: Falls dein Erstgeborenes gerade nicht zuhause ist. (Wenn doch: Hab ich schon Disney Filme erwähnt?)

8. Wahrscheinlich wird dich dein erstes Kind ein bisschen hassen, wird auch das Baby ein bisschen hassen. Aber das ist okay. Schließlich lernt es gerade, wie es ist zu teilen, mit einem Geschwisterkind umzugehen, und dass Mama und Papa jetzt manchmal andere Prioritäten haben.

Gib ihm einfach weiterhin so viel Liebe und Aufmerksamkeit, wie du kannst. Und wenn es mal eifersüchtig ist, ist das nicht schlimm, denn auch das geht vorüber. Du schaffst das!


Dieser Beitrag erschien ursprünglich bei Bell from Bow und wurde aus dem Englischen von Rebecca Nothvogel übersetzt.

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