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Gesichter unserer Kampagne: Mirellativegal im Interview

25/11/2017 15:10 CET | Aktualisiert 25/11/2017 15:10 CET

Sie hat mehr als 385.000 Abonnenten auf YouTube, schlüpft in Rollen wie Klothilde und ist in diesem Jahr auch bei der Jugend gegen AIDS Kampagne dabei. Wer gemeint ist? Natürlich Mirellativegal. Zusammen mit ihr reden wir über Themen wie Aufklärung und Verhütung.

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Wie wurdest Du aufgeklärt?

Eine gute Frage... Klar, gab es zum Ende der Schulzeit Sexualkunde, aber davor hat man schon viel über Freunde mitbekommen. Mit meinen Eltern habe ich mich nie hingesetzt und gesagt, „so jetzt reden wir mal über Sex". So etwas gab es bei mir nicht, aber ich weiß gar nicht warum. Vielleicht wurde es als überflüssig gesehen, weil meine Eltern dachten, dass ich eh genug mitbekomme.

Hättest Du dir in der Schule mehr Input gewünscht?

In der Schule lernt man viele Sachen, die einem im echten Leben nicht wirklich beschäftigen. Wenn man die ersten Erfahrungen mit Sex hat, dann beschäftigen dich andere Fragen als biologische Zusammenhänge. Über das erste Mal haben wir damals gar nicht gesprochen.

Warum ist Aufklärung für dich so wichtig?

Im Internet steht viel, aber nicht alles stimmt, was im Internet steht. Natürlich kann man nicht von jedem erwarten, dass er sich selbst informiert, auch wenn es schön wäre. Mittlerweile haben Kinder schon immer früher mit Sexualität zu tun. Früher konnte man nicht einmal Brüste im Fernsehen zeigen, jetzt sieht man nur noch Brüste. Es wird alles sexualisierter, deswegen ist es wichtig, so früh wie möglich, ein offenes Gespräch zu starten.

Denkst Du, dass wir jetzt besser aufgeklärt sind, weil wir mehr Brüste im Fernsehen sehen?

Auf gar keinen Fall. Ich glaube nur, dass wir deswegen mit Aufklärung noch früher starten sollten.

Du unterstützt uns bei unserer Kondom-Kampagne. Warum gerade Kondome?

Weil sie vor vielerlei Geschlechtskrankheiten schützen. Kondome sind ein einfaches Präventionsmittel. Man muss ein Kondom nicht wie die Pille ewig lange nehmen und zum Arzt gehen, um es sich verschreiben zu lassen. Außerdem schützt die Pille ja nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Auf Kondome hat jeder Zugriff, man muss sie sich halt kaufen. Oder man wartet bis Jugend gegen AIDS welche durch die Luft wirft (lacht).

Nun ein paar kurze Fragen und Sätze zum Vervollständigen. Meine Kondome liegen...

Im Nachtschrank. Und in manchen Handtaschen (lacht).

Sind Kondome Männer- oder Frauensache?

Beides!

Kirschgeschmack oder tropische Früchte?

Gar nichts.

Ich unterstütze Jugend gegen AIDS, weil...

... ich es wichtig finde, darauf aufmerksam zu machen, dass es immernoch genug Probleme mit Geschlechtskrankheiten gibt. Das sollte sich jeder bewusstmachen und wissen, dass Kondome cool sind. Niemand muss sich dafür schämen, ein Kondom dabei zu haben, eins zu nutzen oder darauf zu bestehen.

Was verbindest Du mit unserem Slogan „Do what you want"?

Selbstbestimmung in jederlei Hinsicht, egal ob sexuell oder allgemein. Man sollte machen können was man möchte, ohne dabei verantwortungslos mit anderen umzugehen.

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Mirellativegal ist in diesem Jahr eine unserer Kampagnenbotschafterinnen.

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.

Lust auf mehr? Dann schau' dir doch mal diesen JGA-Artikel an.

Und hier findest du auch noch das Interview mit Rezo.

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